Archiv der Kategorie: Verwaltung

Versand durch Amazon #122: Ins Netz gegangen

Hallo Leute und willkommen zurück zur 122ten Ausgabe meines Logbuchs. Diese Woche gab es eine Böse Überraschung in Form eines Phishing-Angriffs – innerhalb des Seller Centrals.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Aktuell bin ich stark mit Urlaubsvorbereitungen Abgelenkt. Da ich mehrere Wochen unterwegs sein werde, versuche ich aktuell mein Geschäft so aufzustellen, dass ich komplett mobil bin – egal von wo auf der Welt. Dabei habe ich etwas die Lagerbestände aus dem Auge verloren und bin bei einigen, sich regelmäßig verkaufenden Artikel OOS (out of stock) gelaufen. Am Wochenende habe ich das dann korrigiert, auch wenn ein defekter Drucker mir fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

In Summe kam deshalb letzte Woche nur knapp unter 1300€ zusammen. Deutschland war diesmal mit <900€ wieder schwach unterwegs.

Schlechte Woche? Moment… da war ja doch noch was…

Private Label Projekt

Letzte Woche berichtete ich von einem Deal mit einem größeren Kunden. Diese Woche habe ich die Ware samt Rechnung dort abgeliefert und hoffe, dass der Kunde nicht doch noch einen Rückzieher macht (den Ausweg hatte ich eingebaut, damit ich überhaupt zum Zuge kam). Aber eigentlich klang das alles ganz gut von meinen Gegenüber. Es wurde sogar noch besser. Am Donnerstag war beim Kunde ein Treffen mit den Vertretern der verschiedenen Landesniederlassungen. Dort wurden meine Produkte mit vorgeführt. Idealerweise sorgt das dann für Bestellungen aus allen diesen Ländern. Darunter war auch Kanada. Das ist besonders gut, da ich aktuell nicht nach Kanada liefern kann. D.h. jeder Verkauf da hin ist absoluter Bonus.

Es gab dann noch eine positive Begebenheit. Bei einer großen Organisation besteht Interesse meine Artikel zu verwenden. Problem ist, dass diese Organisation nur aus einem abgeschlossenen Backendsystem bestellen darf. Wie kommt man da hinein? Keine Ahnung. Jedoch hat mir ein Kontakt verraten welche Firma aktuell die Ware immer liefert, wenn durch das System bestellt wird. Diese Firma habe ich jetzt angeschrieben und hoffe sie als Zwischenhändler gewinnen zu können.

Oster Angebote nutzen

Amazon wirbt aktuell für seine Osterangebote. Letztes Mal (Weihnachten) habe ich das ausgeschlagen. Dieses mal probiere ich mein Glück und habe die 35€ „Teilnahmegebühr“ bezahlt. Da ich einen Artikel eingestellt habe, der in mehreren Varianten verfügbar ist, muss ich nur einmal die Gebühr bezahlen und bin dann mit allen 3 Varianten dabei. Ich kann nur hoffen, dass es etwas nützt.

Phishing Angriff

Am Donnerstag bekam ich dann eine seltsame Nachricht von einem Kunden über das Seller Central(!). Man fragte mich, ob das Angebot noch gültig sei und schickte mir einen Bit.ly Link. Ich war verdutzt, dass Amazon den Link nicht aus der Mail entfernt hatte und klickte ihn an. Interessanterweise kam ich zu einem SellerCentral Login. Ich hatte gerade mein Hirn an der Gardarobe abgegeben und tippte also mein Passwort ein. Im moment als ich mich einloggte, klickte es in meinem Kopf und ich verstand, dass ich gerade mein Passwort preisgegeben hatte. Glücklicherweise hatte ich die Zwei-Faktor-Authorisierung* (2FA) aktiviert. Ich erhielt einen Code auf das Handy. Falsch. Ich erhielt 2 Codes auf mein Handy. Und noch einen Anruf mit einem Code.

Ich loggte mich sofort ein und änderte das Passwort. Dank der 2FA konnte der Angreifer trotz korrektem Passwort sich nicht anmelden, da er dafür mein Telefon hätte haben müssen (oder via IMSI-Catcher die SMS abfangen…ok). Wenigstens ist mein Passwort jetzt mal wieder erneuert worden…

*) Ihr könnt die zwei-faktor-authorisierung so aktivieren: SellerCentral > Einstellungen > Anmeldeeinstellungen > Erweiterte Sicherheitseinstellungen bearbeiten

Update zum Thema Müll

Wie wir alle ja nun leidlich herausfinden mussten, ist zumindest noch für dieses Jahr das Thema Müll nur in Handarbeit für jedes Land zu klären. Die wichtigsten Informationen findet man bei Tobias Winter im Blog. Der ließt hier auch regelmäßig mit und ich sage an der Stelle gleich mal DANKE! @Tobias: Wenn du einen Paypal.me Link hast, dann stell den mal irgendwo online. Ich Bedank mich da bei dir mit ner kleinen Spende für deine Arbeit.

Soweit von mir. Ich hoffe euch hat es gefallen und besser noch: Ihr habt was neues gelernt. Ich widme mich wieder meiner total tollen Synology DS218 die ich für meinen Trip scharf machen möchte. So ein NAS was auch als privater kleiner Cloud Server dienen kann (Nextcloud 12) wäre schon schick auf der Reise.

Versand durch AMAZON #121: Des eigenen Glückes Schmied

Hallo Leute, willkommen zurück zur 121 Ausgabe meines Logbuchs. Diese Woche war wirklich spannend, da ich zum einen versuche einen großen Kunden von meinem Produkt zu überzeugen, andererseits weil ich einen kleinen Wochenendausflug auf die Paperworld nach Frankfurt gemacht habe und dort wieder einiges gelernt habe.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Diese Woche begann mit einem Paukenschlag: Fast 700€ Umsatz in Deutschland allein! Das ließ hoffen. An den restlichen Tagen kamen zwar im Schnitt immer über 200€ zusammen, aber wirklich Rekordumsatz wurde es so nicht. Deutschland brachte am Ende der Woche sogar „nur“ 1400€ Umsatz heim. Frankreich war mit 325 der zweitstärkste Marktplatz. In Summe waren es knapp über 2000€ Umsatz.

Des eigenen Glückes Schmied

Diese Woche lernte ich wieder eine Lektion in Hartnäckigkeit. Seit letztem Dezember habe ich einen „Lead“ (d.h. einen Draht zum Kunden der sich als Umsatz nieder schlagen könnte) zu einem größere Kunden. Letzte Woche gab es erneut Mailverkehr. Diese Woche wurde nochmal konkreter nachgefragt und ich beantwortet alle Fragen ehrlich und aufrichtig. Ich wollte sogar noch einen Schritt weiter gehen und erwähnte die nicht gefragten Lieferzeiten und dabei auch das chinesische Neujahr. Als Antwort kam „OH – mit chinesischen Produkten haben wir schlechte Erfahrungen. Wir haben kein Interesse mehr.“ Boom

Anstatt heulend nach Hause zu rennen, habe ich erstmal zurück gefragt was denn die schlechten Erfahrungen waren. Ich bin aufrichtig von meinem Produkt überzeugt, und glaubte deshalb nicht, dass etwas mit meinem Artikel nicht stimmen könnte. Außerdem hatte ich letztes Jahr auf der Konferenz wo der Kontakt hergestellt wurde, auch Warenproben verteilt, so dass dort eigentlich keine offenen Fragen da sein sollten.

Zufälligerweise fand ich heraus, dass der Kunde am Abend eine öffentliche Veranstaltung hatte, und ich fuhr dort mal vorbei (Außerdem hatte mich das Thema interessiert). Nach der Veranstaltung ging ich zu einem der Moderatoren und war positiv überrascht, jemanden zu treffen den ich bereits letztes Jahr auf der Konferenz getroffen hatte. Ich erzählte ihm von meinem Problem und meiner Verwunderung. Er versicherte mir, dass es ein Missverständnis sein müsste. Mein Produkt wäre gut und akkut gebraucht. Wir überlegten kurz und kamen zu einer Win-win Situation:

Ich liefere alle Restmengen die ich im Keller habe an den Kunden und schreibe eine Rechnung zum selben Preis als ob der Kunde die größte Mengenstaffel bestellt hätte. Der Kunde kann die Ware in Ruhe ausprobieren und falls sie nicht gefällt hole ich sie wieder ab. Der Kunde hat kein Risiko, da er sich nicht commiten muss und ich habe mein Produkt beim Kunden. Gesagt getan. Parallel informierte ich meinen Email Kontakt über die Absprachen und bat auch den Moderator am nächsten Tag im Büro Bescheid zu geben.

Es zeigt sich, dass man sich nicht einfach abwimmeln lassen darf.

Ausflug auf die Paperworld nach Frankfurt

Als Teilnehmer der letzten Paperworld, erhielt ich eine Einladung kostenfrei dieses Jahr die Messe zu besuchen. Ich nahm dies war und nutzte die Chance mich mit meinem Lieferanten persönlich zu treffen und kurz abzusprechen, was aktuell passiert.

Außerdem nutzte ich den Tag mich mit potentiellen Herstellern von Komplementär-Artikeln zu unterhalten. Also Artikeln die mit meinem aktuellen Artikel Hand in Hand gehen. Dabei lernte ich eine Menge indem ich beschrieb was ich wollte und mir einfach nicht zu schade war Anfängerfragen zu stellen. Der Trick dabei ist: Selbst wenn man bei einem Hersteller als „Ahnungslos“ unten durch ist, kann man mit dem neu erworbenen Wissen beim Hersteller zwei Stände weiter glänzen und wird ernst genommen. Ich weiß mittlerweile recht genau was ich brauche und habe auch schon eine Idee wer der Lieferant werden könnte.

Müll und kein Ende

Wer die Kommentare zum letzten Beitrag ließt, wird gemerkt haben, dass der Grüne Punkt nicht die erhoffte Lösung bringt. Das Thema Müll Lizenzen ist nach wie vor ein Problem. Aktuell sieht es so aus, dass tatsächlich die Situation so ist:

  • Man ermittelt für jedes belieferte Zielland selbst die Lizensierungslage und Anbieter und lizenziert dann selbst dort.
  • Man nutzt einen Dienstleister der, im Falle dass man viele Länder beliefert hat, locker 2-3 Tausend Euro kostet.

Bis sich Anbieter finden, die diese Lücke schließen, muss man nun wohl Risikominimierung betreiben. Ich werde wohl Variante A machen, beginnend mit dem Land mit dem meisten Verkäufen hin zu den „Sonderfällen“.

Wer von euch also Anbieter für ES, IT, FR und AT kennt, möge dies bitte in den Kommentar schreiben. Ich werde parallel dazu auch nochmal Facebook befragen.

Sonstiges

Den Blog Beitrag habe ich diesmal überwiegend auf meinem Telefon geschrieben. Ich teste was geht um mich auf meine nächste SüdOstAsien Reise vorzubereiten. Darüber werde ich aller Voraussicht nach auf kevunterwegs.wordpress.com berichten.

Soweit von mir. Ich wünsche euch eine gute Woche. Bleibt hartnäckig!

Versand durch Amazon #120 – So ein Müll!

Hallo Leute, willkommen zurück zur 120ten Ausgabe meines Logbuchs. Es ist einmal mehr Jahresbeginn und ich habe ein paar Neuigkeiten bezüglich Verpackungsmüll & Co.
Daneben habe ich mich wieder mit dem immer wiederkehrenden Lieblingsthema „Dokumente für die Steuer zusammen suchen und aufbereiten“ beschäftigt.
Außerdem gibt es wieder einen Blick auf mein Private Label Produkt.

Bericht zur Lage des Versands

Die aktuelle Woche ist wieder auf guten Niveau verlaufen. Schwächste Tage, mit unter 150€,  waren Samstag, wenig verwunderlich, und Montag, was dann doch überraschend war. Dienstag und Donnerstag kamen jeweils über 400€ Umsatz zu Stande.

Deutschland brachte fast 1300€ ein. Stärkster Auslandsmarktplatz war einmal mehr Frankreich mit knapp 400€ Umsatz. In Summe waren es knapp unter 2000€

Update zum Private Label Projekt

Ich habe ein Produkt mit Alleinstellungsmerkmal. Mein Produkt hat einen erhöhten Nutzen für den Kunden gegenüber dem bisherigen Standardprodukt. Mein Produkt steht online auf Amazon. Das heißt also:

nichts. Denn das wichtigste fehlt bisher. Bewertungen? Naja… auch, meine Bemühungen in diesem Bereich fruchten langsam. Ich hoffe noch auf den ein oder anderen Review.
Was ich eigentlich meine ist TRAFFIC! Mein Produkt wird aktuell noch nicht für die Top Keywords gefunden. Dementsprechend wenig Traffic kommt bei meinen Listings an. Bisher wurden das Produkt weniger als 100 mal angesehen! Also was macht man in so einem Fall?

PPC Kampagnie schalten. Die läuft jetzt seit letzter Woche und hat zumindest einen verkauf generiert. Hier muss noch mehr passieren.

Hab ich Untergangsstimmung? Nein. Ich glaube, dass mein Produkt etwas taugt. Ich verkaufe hier nicht Katzenstreu aus dem Netto weiter, sondern habe ein Produkt mit einem Nutzen was ich meinen Kunden nur oft genug zeigen muss. Hier muss doch mehr gehen…

So ein Müll – VerpackV, VerpackG und europäischer Versand

Letzte Woche hatten wir das Thema ja schon angesprochen. Solange man in Deutschland verkauft ist das Thema Verpackungsverordnung (VerpackV) relativ leicht händelbar. Usepack hatte ich bis dato genutzt, da diese sehr günstig Lizenzen anboten. Allerdings ist der Europaweite verkauf hier der Haken. Man braucht in vielen EU Ländern eigene Lizenzen. Und dies meines Wissens nach auch schon bei Kleinstmengen. Mir kam jetzt „Der Grüne Punkt“ wieder unter die Augen. Dieses Duale System hat Ableger in ganz Europa und soll wohl die gesuchte Lösung des Problems sein. Allerdings möchte ich das erst wirklich klären, bevor ich die teurere Lizenz/Grundbeitrag beim Grünen Punkt bezahle. Eine Antwort habe ich bisher noch nicht.

Wie viel Müll fällt eigentlich an?

Um das zu berechnen habe ich mir ein etwas größeres Excel zusammen gebaut. Als Basis benutze ich den „Von Amazon versande Sendungen“ Report. Dort enthalten sind Menge, SKU und Zielland. Für jede SKU kann man im Excelsheet die Menge pro Verpackungsstoff (Glas, Pappe, Blech, etc) angeben und das Sheet extrahiert aus dem Bericht die Verkäufe jeder SKU pro Zielland.  Danach ermittelt das Sheet daraus die Obergrenze der versandten Materialien pro Zielland (und insgesamt).
Wieso Obergrenze? Ich ignoriere Rücksendungen. Dadurch kommt zwar eine etwas größere Menge zusammen, aber damit bin ich auf der sicheren Seite. Falls Interesse an dem Excel-/OOffice-Sheet besteht und ihr euch die 2-3h Arbeit damit auf 1h reduzieren wollt, bin ich gern bereit die Datei gegen freiwillige Spende online zu stellen.
Schreibt einfach dazu in den Kommentar ob ihr das sinnvoll/hilfreich findet, dann mach ich das Sheet noch etwas benutzerfreundlicher.
Und falls ihr einen Ansprechpartner beim Grünen Punkt oder einem anderen „paneuropäischen Dualen System“ habt, dann bitte an mich weiter vermitteln.

Versand durch Amazon #119: Zug um Zug

Hallo Leute, willkommen zurück zur 119ten Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche war eine gute Woche aus verschiedenen Gründen. Einer davon war, dass die Verkäufe wieder anliefen.

Bericht zur Lage des Verkaufs

In meinem letzten Bericht kamen insgesamt nur deprimierenden 900€ zusammen. Diese Woche war wieder eine normale Arbeitswoche und meine Verkäufe zogen wieder an. Deutschland brachte allein über 1600€ ein. Auch in Frankreich lief es wieder deutlich besser. Mit über 350€ Umsatz war dies der stärkste ausländische Marktplatz, diesmal vor Spanien mit 220€. Italien und UK brachten zusammen 110€ ein, was dann die Gesamtsumme von knapp über 2300€ ergibt. Deutlich besser! Darauf gilt es aufzubauen.

Private Label Produkt #2

PENG: Verstoß gegen das Markenrecht!

Als ich meine verschiedenen Marktplätze durch sah, bemerkte ich plötzlich die kleine rote Flagge in der Ecke. Huch? Ich sah eine italienische Nachricht – ein etwas längerer Text. Ich warf ihn in Google Translate und war geschockt! Der größte Hersteller eines ähnlichen Produkts warf mir eine Copyright Verletzung vor! Amazon gab mir 2 Tage mich zu äußern. Ich laß die Nachricht 4 Tage später… Ich checkte die URL des Produkts und „404 – Artikel nicht gefunden“

SHIT! Was ist denn da passiert!? Ich laß mir nochmal genau meinen Listingtext durch und hatte schnell einen bösen Verdacht. Bei der Übersetzung meines Listings ins Italienische, nutzte der Übersetzer den Markennamen des Platzhirsches mehrfach. Wieso? Es gibt produkte die Synonyme sind für die Produktklasse. Beispiele sind „googeln“ oder „Tesa Film“. Dummerweise nutzte der Übersetzer den Markennamen nicht vergleichend sondern so, dass der Kunde den Eindruck erhalten könnte mein Produkt sei eine Variante des Produkts des Platzhirsches. Die Beschwerde war also berechtigt. Ich aktualisierte sofort die Übersetzungen und nutzte einen generischeren Begriff. Aus Sicherheitsgründen ersetzte ich auch in den anderen Listings den Markennamen (dort hatte ich ihn aber vergleichend benutzt: „Anders als XXX ist AAA besser geeignet für Bla“).

Danach setzte ich ein Schreiben an Amazon auf. Ich gestand ein, dass die Übersetzung den Markennamen des Konkurrenten ungerechtfertigt verwendet hatte. Weiterhin, dass ich das Listing korrigiert habe und ich im gleichen Zuge auch alle Listings der anderen Marktplätze überarbeitet habe. Schlussendlich bat ich Amazon darum das Listing zu prüfen und wieder frei zu schalten, da mein Produkt ein eigenständiges Produkt mit einzigartigen Features ist, welches den italienischen Kunden nicht vorenthalten werden sollte.

Nach 2 Tagen war das Produkt wieder online! Puh…. Also Leute: Aufpassen!

„Die Frohe Botschaft unters Volk bringen“

Genau dass ist aktuell auf der Agenda. Ich muss potentielle Kunden zu meinem Produkt lenken und ich benötige Reviews. Idealerweise erst ein paar Reviews dann Menschen auf den Listings.

Glücklicherweise gab es Interessenten die mein Produkt ausprobieren wollten und die motiviert waren ein Review zu schreiben. Danke dafür! (Es ist dabei von Vorteil potentielle Kunden zu kennen – is eh klar.) Leider war der Rücklauf auf meine bisherige Bitte „Probiert die Dinger aus. Gebt mir Feedback und büdde büdde schreibt ein Review“ nicht so dicke wahrgenommen worden. Da muss ich nochmal nachfassen und etwas mehr betteln („büdde büdde büdde“… Leben eines Amazonhändlers).

Da ich Kontaktdaten von einigen potentiellen Kunden in Firmen ermitteln konnte, habe ich auch diese angeschrieben und denen mein Produkt vorgestellt. Dabei half es, dass ich zumindest eine thematische Verbindung zu den Empfängern hatte, und sie entsprechend (hoffentlich) zielgruppengerecht angesprochen habe.

Was noch aussteht sind die „Big Players“. Ich habe ein paar Marktteilnehmer identifiziert die potentiell 10-20x mehr ordern könnten, als die anderen Kunden. Diese werde ich gezielter ansprechen. Diesen Kunden werde ich nicht einfach nur schreiben „Schaut mal auf Amazon“ sondern von Anfang an anbieten Bulk Orders zu platzieren.

Sonstiges

Jahresanfang bedeutet auch „Standardtasks“. Denkt daran eure Verpackungen zu lizenzieren und natürlich eure Q4-Steuersachen fertig zu machen. Das Verpackungsthema ist allerdings etwas ärgerlicher, wenn man international exportiert. Die EU hat den Versandhandel da wohl nicht wirklich im Blick gehabt. Mein aktueller Stand ist, dass man in jedem Land in das man verkauft ein Duales System lizenzieren muss. Falls ihr hierzu Infos habt (z.B. ob es Anbieter für Europaweite! Lizenzen gibt) dann schreibt mal unten was dazu. Das Thema betrifft mal wieder alle Händler und ist deshalb etwas Diskussion wert.

Der Blog läuft mittlerweile wieder stabil und ich habe mich entschlossen auch den WP Backupservice mir zu leisten, damit FBAinGermany.com nicht mal „versehentlich“ verloren geht. Wer das dufte findet und den Blog unterstützen möchte kann dies z.B. durch den Einkauf bei Amazon tun. Einfach einen Affiliate-Link aus z.B. den Buchempfehlungen nutzen. Andere Möglichkeiten stehen im Impressum. Ansonsten bitte ich euch wie immer: Spread it like Butter! 😉

 

Versand durch Amazon #112: Heiße Phase? Naja

Hallo Leute, willkommen zur 112ten Ausgabe meines Logbuchs. Theoretisch kommt nächste Woche die Ware hier in Chemnitz an. Es ist also Aktion, Hektik und Stress angesagt! – Oder doch nicht?

Heiße Phase

Fakt ist, dass ich während meiner normalen Arbeitswoche nicht all zuviel machen kann. Einziges Puzzleteil was noch fehlt, war der Inlay-Flyer. Den hab ich dann noch selbst entworfen. Da ich meine Marke als Internationale Marke mit Fokus auf IT-Mitarbeiter aufsetzen möchte, habe ich den Flyer natürlich auf English verfasst. Ich hab einen Muttersprachler drüber lesen lassen und den Flyer dann in den Druck gegeben. Am Freitag bzw am Wochenende wollte ich dann mehr aktiv werden. Pustekuchen! Am Freitag nachmittag fühlte ich mich etwas flau im Magen. Die Nacht war furchtbar (kennt ihr das auch: Man schlägt sich stundenlang mit einem sinnlosen Problem herum und wälzt sich nur im Bett… Passiert immer dann wenn man kränkelt) und am Samstag morgen war an Arbeit nicht zu denken. Ich begab mich dann in familiäre Pflege (Mutter: Eierflockensuppe – Vater: Magenbitter 😉 ). Produktiv war es jedenfalls nicht. Aber heute bin ich wieder fit.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Auch wenn bei mir nicht viel ging, war Amazon gut besucht (es war ja Blackfriday). Da meine Produkte nicht wirklich taugen für solche Angebote, habe ich keine in den Topf für Amazon geworfen. Aber der Traffic färbt natürlich auch auf die anderen Teilnehmer ab.

Aus Deutschland kam diesmal knapp 1450€ zusammen. Die Woche war eigentlich sehr ausgeglichen. Montag und Sonntag waren die stärksten Tage in Deutschland. Der schwächste Tag war überraschend Dienstag (ca. 130€). Das wurde allerdings durch eine starke Performance der anderen Marktplätze am selben Tag kompensiert. Das Ausland steuert diese Woche dann auch etwas mehr als sonst bei. Insgesamt kamen etwas über 500€ zustande. In Suppe kamen damit diese Woche knapp unter 2000€ zu Stande.

Sonstiges

Facebook

Das ich ein social Media Noob bin, konnte man daran erkennen, dass mein Facebook Account für diesen Blog ein Personen-Account und keine Page war. Da ich nun für meine neue Marke auch einen Facebook-Account einrichten wollte, habe ich das ganze Gerade ziehen müssen. Ich hoffe ihr habt die FB-Page https://www.facebook.com/FulfillmentByAmazonInGermany/ auf dem Schirm. (Und ich hoffe dieser Post erscheint dort, und nicht an der bisherigen Stelle…)
Mir ist jedoch noch nicht klar, wie ich die ganzen „Freunde“ die eigentlich eher mit FBA und weniger mit mir zu tun habe, zu dieser Page bewege. Eigentlich möchte ich auf meinem „privaten FB Profil“ nur noch Leute haben mit denen ich irgendetwas zu tun habe. Aber vielleicht habe ich das Konzept noch immer nicht verstanden.

Achtung Kleinunternehmer: Nicht vergessen eure Umsatzsteuer für 2016 abzuführen

Hä!? Ja genau. Reverse Charge. Wer 2016 Kleinunternehmer war muss, falls nicht schon längst geschehen, noch die Umsatzsteuer für Auslandseinkäufe (z.B. von Amazon aus Luxenburg!) abführen. Das gilt auch, wenn ihr keine Umsatzsteuer-ID beantragt habt und euch Amazon Rechnungen mit ausgewiesener ausländischer Mehrwertsteuer schickt. Dann bezahlt ihr leider doppelt. Mehr dazu hier im Blog unter „Reverse Charge“.

Danke an euch alle!

Dann möchte ich mich gern nochmal bei euch bedanken. Letzte Woche war ich ja leicht geknickt. Ich fand eure Diskussionen und Kommentare aber sehr ermutigend. Hat mich sehr gefreut! Falls bei euch etwas interessantes los war, dann berichtet es gern unten in den Kommentaren. Und falls ihr meine zaghaften Social Media Gehversuchen unterstützen wollt, dann liked und shared dass es kracht. 😉

 

Versand durch Amazon #101: Geschichten aus der Unternehmerwelt + Rekordwoche

Vor zwei Wochen gab es bereits einen Blogpost zum Thema Herzinfarkt – diese Woche gab es erneut etwas zu lernen. Deshalb dürft ihr wieder gespannt sein auf eine kleine Kurzgeschichte aus der Welt des Unternehmertums. Doch zuerst gibt es wieder Zahlen:

Bericht zur Lage des Verkaufs

„WTF!? Was ist den hier los!?“ So ungefähr muss man sich meine Überraschung vorstellen, als ich am Dienstag einen Blick auf die Amazon Zahlen aus Deutschland  warf. Mit 667€ gab es einen neuen Tagesumsatzrekord. Damit war klar, dass die Woche schon mal nicht komplett ins Wasser fällt. Am Montag gab es nämlich bereits über 300€ Umsatz. Am Donnerstag kamen nochmals 450€ dazu. Nach Abschluss der Woche hatte allein der deutsche Marktplatz über 2000€ Umsatz generiert. Die anderen Länder performten nicht so toll, brachten aber trotzdem 700+ € ein. Am Ende stehen glatte 2750€ Umsatz zu buche. An der Werbung kann es nicht gelegen haben, denn meine Kampagnenkosten lagen nur bei 130€ (Zugeschriebener Umsatz stand heute: Über 740€ aka ACOS von 17,5%). Damit steht nun eine neue Rekordwoche!
Solche Woche bis Weihnachten wären top. 😉

Geschichten aus der Unternehmerwelt: „Nicht aus der Ruhe bringen lassen“

Vor zwei Wochen beschrieb ich, wie fast mein Private Label Projekt durch den Hersteller beendet worden wäre. Seit dem wisst ihr, dass die Konditionen nun etwas schlechter sind und ich mich selbst um Verpackung und Verpacken kümmern muss.

Seit einem Tip hier in den Kommentaren arbeite ich mit dem Lebenshilfe e.V. hier in Chemnitz zusammen. Ich lagerte dort hin bereits ein paar Konfektionierungsaufgaben aus und war bisher mit Preis und Leistung auch zufrieden. Nachdem der Projektstopp abgewendet war, war für mich also sofort klar, dass ich erneut bei der Lebenshilfe anklopfe und dort um ein Angebot bitte.

Mein letztes Angebot war sehr simpel. Ich konnte exakt alle Handgriffe beschreiben, hatte sie zuvor selbst auch schon mehrfach gemacht und wusste wie lange die Arbeit bei mir dauert. Ich addierte einen guten „Sicherheitspuffer“ auf die Zeit und war der Meinung zu wissen wie lange die Mitarbeiter im Verein ungefähr brauchen würden. Als ich das Angebot erhielt konnte ich so ungefähr den internen Stundensatz errechnen – ob der stimmt ist eine ganz andere Frage. Aber ich war mit den Zahlen im Reinen. Für das neue Angebot überlegte ich wie lange ich brauchen würde, schlug wieder Pufferzeiten auf und kalkulierte mit dem Stundensatz vom letzten Mal, dass ich knapp 1200€ bezahlen müsste. Das war alles irgendwie noch abbildbar. (Hier schlägt sich die recht „hohe“ Mindestbestellmenge einmal positiv nieder. 1000€ klingt viel, aber wenn man über 1000 Sets verpackt relativiert sich das schon wieder.)

Nach gefühlt recht langer Bearbeitungszeit erhielt ich dann das Angebot. Ausgewiesen waren Preise für jede der 4 Set-Typen (ich plane kleine, normale, große und riesige Sets). Das Angebot war schön formatiert, aber irgendwie musste ich mich verlesen. Bei dem einen Set standen über 1000€, bei dem anderen 800€. Teilweise kosten pro Set von 4,5€! Damit würde die gesamte Kalkulation für das Produkt den Bach runter gehen. Wenn Verpackung+Verpacken in Summe mehr kostet als die Ware+Transport ist was faul. Was macht man also?

A: Laut fluchen und sich bitterlich beim gegenüber beschweren
B: Deprimiert alles hinschmeißen
C: Einen alternativen Anbieter finden

Richtige Antwort?
D – Miteinander reden. Da ich diese Woche im Ausland war und tagsüber nicht telefonieren konnte machte ich es diesmal mit der schriftlichen Kommunikation. Aber zuerst musste ich mir sicher sein, keinen massiven Fehler gemacht zu haben.

Ich erdachte mich also in meinem Hotelzimmer eine ziemlich schlecht optimierte Verpackungsstrecke. Dann startete ich die Stoppuhr und spielte alles durch. Zuerst faltete ich den Karton auf, verklebte ihn, stellte ihn an die richtige Stelle, dann lief durch den Raum um langsam aber genau virtuelle Ware abzuzählen und zu meinem „Arbeitsplatz“ zu tragen, dort zu verpacken. Kurz ich machte Verpackungspantomime – hinter zugezogenen Gardinen. Ich hoffe im Hotelzimmer gab es keine versteckte Kamera. Jeder Beobachter musste Denken ich sei durchgeknallt.

Am Ende stoppte ich die Zeit und rundete auf. Ich tat dies für jedes Set, rechnete dann nochmal nach und bestätigte meine ursprünglichen Annahmen. Ich setzte nun meine Email auf und erklärte meinem Gegenüber die Situation. Dass ich beim letzten Angebot die Summe absolut nachvollziehen konnte, aber diesmal die Summe um ca. 350% über meinen Erwartungen lag. Ich listete alle meine gemessenen Zeiten auf und wie ich vorgegangen war. Dann klickte ich auf senden und wartete ab.

Am nächsten Tag kam die Mail, dass man sich das Angebot nochmal anschauen würde. Ok. Keine platte Klatsche, sondern erstmal nachgucken. Klingt vernünftig und nachvollziehbar.

Noch einen Tag später bekam ich ein korrigiertes Angebot. Plan B war zu dem Zeitpunkt einen anderen Anbieter zu finden oder im Zweifelsfall 1 Woche Urlaub zu machen und alles selbst zu verpacken. Alles beides nicht toll.
Ich machte das Angebot auf – und diesmal standen fast exakt meine Werte da. Es war zwar etwas mehr, aber keine 350% mehr – ehr 7%. Puh… das spart mir eine Menge Arbeit.

Was mich an der Story freut ist, dass ich diesmal recht cool geblieben bin.

Sonstiges

Ansonsten habe ich für das Projekt, aber auch für meine bestehenden PL Produkte mal etwas genauere Kalkulationssheets gebaut die mir nun einen recht genauen überblick über Margen, ROI, CashFlow Impact usw. geben.

Ich werde die kommende Woche versuchen mal eine konkrete Zeitplanung für das weitere Projekt zu machen und Antworten von den Verpackungsfirmen einzusammeln. Im Zweifelsfall muss ich halt noch mehr anschreiben. Eventuell ist auch eine Firma in Tschechien eine Option.

Ich hoffe euch hat der Artikel oben gefallen. Falls ihr News aus der FBA Welt habt, dann lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Versand durch Amazon #95 – Auf Sparflamme

Hallo Leute und Willkommen zurück zur 95ten Ausgabe meines Logbuchs. Diese Woche ging es zwar mit dem Private Label leicht vorwärts, jedoch sind die Zahlen mies – und das hat einen Grund.

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Versand durch Amazon #94: langweiliger Verwaltungskram und FBA Stammtisch in Berlin

Hallo Leute, diese Woche war ich mal wieder beim FBA Stammtisch in Berlin am neuen See und durfte mich sonst mit langweiligem Verwaltungskram herumschlagen. Das Verkaufstempo kühlte leider etwas ab. Weiterlesen

Versand durch Amazon #92& #93 – Markenanmeldung und Design bei Cocktails

Nach einer Woche Auszeit melde ich mich heute wieder zurück mit Neuigkeiten von der Private Label Operation – Ich habe meine Markenanmeldung eingereicht. Weiterlesen

Versand durch Amazon #89 : PPC und Verwaltungskram

Hallo Leute, willkommen zur 89ten Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. War das etwa eine neue Rekordwoche? Und kostet mich die neue PPC Kampagnienstruktur plötzlich fast 2000€? Außerdem gibts noch einen wichtigen Hinweis zur Amazon Rechnungserstellung. Weiterlesen