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Versand durch Amazon #96: Freundschaftsdienste

Hallo Leute, willkommen zurück zu meinem 96ten Logbucheintrag. Diese Woche ging endlich wieder Nachschub auf die Reise (jedoch zu spät um Wirkung zu entfalten). Ich hingegen konnte Wirkung entfalten, indem ich einem Freund von einer Dummheit abhielt die mit Amazon wenig zu tun hat, erfolgreiche Amazon Händler allerdings schon treffen kann: Immobilien.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Meine Verkäufe sind in Deutschland zum Glück wieder angestiegen und lag mit über 900€ auf dem Niveau wie vor zwei Wochen. Im Ausland sahen die Zahlen hingegen noch immer nicht so pralle aus. Allein Spanien konnte zumindest noch 240€ beitragen. Die anderen Länder kamen zusammen nicht auf 150€.

Der Deutsche Nachschub ist nun wieder auf dem Weg, allerdings ging das ganze erst spät in der Woche auf die Reise, so dass der neue Bestand sich noch nicht bemerkbar machen konnten.
Anders sieht es mit meinem US Zulieferer aus.

Der US Lieferant macht mir aktuell Sorgen. Zur Erinnerung: Zu diesem Lieferant war Amko und ich Anfang des Jahres gewechselt, nachdem der alte Lieferant Probleme gemacht hatte. Die erste Bestellung war vom Service her gut, von der Qualität (der Verpackung und der Label) ausbaufähig (die Ware war wie erwartet, TipTop). Meine aktuelle Bestellung zieht sich hingegen echt wie Gummi. Eine mir zugestellte Rechnung wies nun, nach langem Warten, auch noch die falschen Inhalte auf (falsche Mengen und Variante). Alles in allem keine schöne Situation – und so langsam wird es enge mit meinem Warenbestand.

Freundschaftsdienst – Immobilien

Wie in der Anleitung schon angekündigt, war ein anderes Thema plötzlich relevant und ich musste kurz einem Freund zur Seite stehen. Was ihr nicht wisst ist, dass ich mich mit Immobilien zumindest etwas auskenne. Dies hängt mit meinem „Rente Mit 40“ Ziel zusammen, wo Immobilien eine Rolle spielen, und einem Studium an der DIA. In dieser Woche allein haben mich 3 verschiedene Freunde zu dem Thema angesprochen. Einer davon wollte nun in einem „Blasenmarkt“ eine Wohnung kaufen und ich musste ihn davon abbringen. Glücklicherweise rieten auch andere enge Vertraute ab, so dass ein klärendes Gespräch und eine Infografik die ich für diesen Zwecke erstellt habe, durch drangen.

Folgende Infografik /Entscheidungsdiagramm habe ich für ihn gebastelt:

click for bigger version – Decission Graph „Shall I buy that house/real estate?“

Klar ist, dass so ein Graph nie das komplette praktische Wissen eines Maklers, Gutachters,  Immobilienverwalters oder zumindest eines gestandenen Vermieters einpacken kann. Aber zumindest diese oben abgebildeten, wenigen zentralen Fragen sollte man sich stellen. Im konkreten Fall war nämlich klar, dass der Kauf kein „good investment“ werden würde. Auf die Frage ob die Wohnung dann die „Traumwohnung zum alt werden“ sei, kam auch keine positive Antwort. Kurz: Die Makler hatten gute Arbeit geleistet und jemanden so lange nervös gemacht und aufgeheizt, dass er sich fast für 30 Jahre verschuldet hätte mit einer Immobilie die im im Bestfall(!) 2% Rendite eingebracht hätte. Ich persönlich rechne eher mit einem stattlichen Verlust…

Das Thema beschäftigte mich bestimmt 4-6 Stunden, wenn nicht länger. Mein Freund hat nebenbei den „Notausgang“ Miete gewählt. Er mietet das Objekt erstmal – auch das ist nicht wirklich eine tolle Entscheidung, da auch die Mieten (für meine Verhältnisse) überzogen sind, jedoch sind sie immer noch das kleine Übel (Für die Kenner: Maklerfaktor ist 30!) und man kann seinen Fehler rückgängig machen und einfach ausziehen. (Ist nebenbei ein Ratschlag von Tim Ferris: Wenn Experimente, dann immer so, dass man sie Rückgängig machen kann.)

Falls jemand von euch mit dem Gedanken spielt seine Schäfchen mittels Immobilien ins trockene zu bringen, dem sei folgender Ratschlag mit auf dem Weg gegeben: Stellt sicher, dass die Investition von Anfang an eine gute ist – und nicht erst durch erhoffte(!) Miet/Wertsteigerungen der Zukunft. Das Objekt muss im Falle der Vermietung für euch Profit abwerfen oder zumindest keiner Zuzahlung bedürfen. Und ja, damit meine ich nach Kreditrate, Tilgung und Hausgeld. Geht nicht? Geht schon. Falls ihr das nicht macht, dann seid ihr die Blase. 😉 So geh ich jedenfalls an die Sache ran. Machen es Andere anders und sind erfolgreich? Bestimmt. Ich mach das nicht. Und Lotto spiel ich auch nicht als Altersvorsorge…

Soweit von meiner Seite. Ich hoffe dieser Ausflug in „benachbarte“ Gewässer hat euch nicht abgeschreckt. Ich weiß, dass Immobilien so ein Thema sind, was einige Umtreibt – insbesondere bei den niedrigen Zinsen. Aber lasst euch gerade deshalb nicht in etwas hinein hetzen, was euch die nächsten 20-30Jahre begleiten wird. (So wie der Kredit auf die Bude….)
Nächste Woche gehts dann hoffentlich wieder weiter mit Fortschritten beim FBA. 😉

Versand durch Amazon #79 – Die Achterbahnwoche

Willkommen zurück zur vollgepackten 79ten Wochen des Logbuchs. Diese Woche war eine astreine Achterbahnfahrt. Weiterlesen

Versand durch Amazon #78 – Gemischte Gefühle und Crowd Mastermind

Hallo Leute, die letzte Woche hinterlässt einen gemischten Eindruck. Ich habe einige Sachen gelernt, es gibt aber auch ein paar Enttäuschungen.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Beginnen wir mit den Enttäuschungen. Einige Produkte waren nun für ein paar Tage out of Stock.  Das hat meinen Verkäufen nicht gut getan. Insbesondere im Ausland sind meine Verkaufszahlen diese Woche im Keller: In Frankreich wurde nur 50€ Umsatz gemacht. In der ganzen Woche! Und UK? Eine glatte 0. Italien war mit knapp 200€ noch ok, Deutschland mit 720€ ebenso. Allerdings fällt es halt auf, wenn 3 Marktplätze gar nicht performen (ES, GB und FR machen zusammen 82€ Umsatz – in der ganzen Woche!).

Flaue Stimmung

Am schönen Wetter kann es nicht gelegen haben, aber meine Stimmung war diese Woche etwas mau. Mich ärgert es, dass ich mit meinen Projekten nicht so schnell voran komme wie ich mir das erhofft habe. Ein paar Beispiele:

  • Bei meinen Office Produkten habe ich den Account Manager vor 4 Wochen das erste mal angeschrieben. Erst war er in Urlaub und wollte sich zurück melden. Dann war er Unterwegs. Dann war wieder irgendwas. Das nervt schon. Ich würde fast meinen: Wenn man klein ist muss man mehr nerven, sonst bekommt man keine Aufmerksamkeit.
  • Ich habe einen RA/OA Händler angeschrieben und versucht einen Deal bezüglich Versand heraus zu schlagen. Wenn er darauf eingeht, bestelle ich in Zukunft in seinem Webshop, schicke ihm dann den FBA Versandaufkleber und die Ware geht direkt zu Amazon. Soweit die Idee. In der Praxis habe ich seit 1W keine Antwort auf meine Mail erhalten.
  • Ich versuche seit ca. 2-3 Wochen ein ernsthaftes Angebot für Luftfracht von DHL zu bekommen. Nun bin ich unter Zugzwang und werde wohl Anfang der Woche wieder einen Auftrag an Shapiro machen müssen, da alle anderen nicht aus dem Knick kommen. (Hier hat mich eingeholt, dass Amko Ende letzter Woche die Bestellung ausgelöst hat. Ab jetzt tickt die Uhr.)

Verwaltungsarbeit

Ansonsten stand diese Woche Verwaltungsarbeit an. Das erste Quartal ist vorbei und ich muss nun die Unterlagen für die USt-Voranmeldung/Abführung an meine Steuerberaterin schicken. Dabei habe ich gemerkt, dass es sich lohnt den ganzen Schlamassel kontinuierlich vorzubereiten. Also alle eingehenden Rechnungen am besten direkt zu digitalisieren und abzulegen. Ich habe dazu ein Schema genutzt wo der Dateiname so aussieht:
20170215_FirmaUndRechnungsnummer.pdf
Das Datum entspricht dem Buchungsdatum im Kontoauszug. So sind alle Files direkt zuordenbar und in der richtigen Reihenfolge.

Mir sind dabei einige Dokumente aus dem letzten Jahr aufgefallen die Amazon erstellt hat, die nicht so recht zu meiner Kleinunternehmer Status passen. Ich habe dazu den Support von Amazon um Klärung gebeten.

Wo wir gerade bei Verwaltungsarbeit sind: Wo kann man eigentlich die automatische Rechnungserstellung konfigurieren? Schreibt mir das gerne mal in die Kommentare.

Crowd Mastermind

Ich hatte ja vor 2 Wochen euch Einblick in meinen aktuellen Stand gegeben. Die Beteiligung war etwas gering, allerdings habe ich auch Ratschläge aus meiner Mastermindgruppe und von befreundeten Unternehmern erhalten. Zwei Punkte tauchten immer wieder auf:

  • Marketing (Launch, SEO, Keyword Research, Externer Traffic wie z.B. Facebook PPC, Follow Up Mails)
  • Listing Optimierung (Texte, OnSite SEO, Bilder)

Hier werde ich also mehr Zeit investieren. Ich bin total interessiert an Vorschlägen, Quellen, Material etc. was ich vertilgen kann. Schreibt mir Kommentare, oder falls ihr schüchtern seid, gern auch eine Mail. (Oder Facebook. Wobei ich da sehr sporadisch nur aktiv bin.)

Um die Themen zu adressieren habe ich bereits zwei Schritte unternommen:

  1. Ich habe ein Notizbuch angelegt, was meine Todo-Zettelchen ablöst und etwas mehr Struktur bringen soll. Und zwar habe ich das Notizbuch gegliedert in verschiedene Kapitel. Für das FBA Geschäft gibt es dabei 9 Kapitel die ich aus dem Business-Modell-Canvas entnommen habe:
    • Produkte & Marken
    • Marketing & Launch
    • Zulieferer & Partner
    • Prozesse
    • Kanäle
    • Ressourcen
    • Kundendienst
    • Kundensegmente
    • Kostenstruktur
    • Einnahmeströme
  2. Ich habe ein Ticket für die AMZCON & Private Label Days in Bonn gebucht. Ich war mir nicht sicher ob ich das Investment machen will. Allerdings gibt es da definitiv Input für meine Marketing & Listing Optimierung Ziele. Und vor Allem gibt es mehrere Vorträge zu rechtlichen Themen rund um den E-Commerce. Ein Thema was ich sonst immer recht stark vermisse wenn es um „Startups“ und „Amazon“ geht.

Am Montag/Dienstag kümmere ich mich erstmal um das Thema Fracht. Das Thema ist, da hat Amko recht behalten, immer der schlimmste Teil vom ganzen Geschäft. Man kommt sich von A-Z verarscht vor, wird immer dumm gehalten und muss das Portmonnaie aufhalten wenn mal wieder was überraschendes aufpoppt.

Versand durch Amazon #61: Anderen Amazon-Marktplätze + Monatsrückblick

Willkommen zurück zur 61ten Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche gibt es den Monatsrückblick November, es gibt Infos zum Export in andere Länder, Ärger mit der Gefahrgutprüfung und neue Motivation im Private Label Bereich. Los gehts mit der letzten Woche und dem Monatsrückblick.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Die vergangene Woche war umsatzmäßig mit etwas über 1700EUR die zweitbeste aller Zeiten. Dabei wurde zweimal die Schallmauer von 400EUR pro Tag durchbrochen. Das allein zeigt schon, dass das Weihnachtsgeschäft sich offensichtlich positiv auf mein Portfolio auswirkt. Und dies, obwohl ich keine „Geschenkartikel“ im Bestand habe. Allerdings ist dies auch nicht so überraschend, da meine Artikel eher für Feierlichkeiten und Parties benutzt werden. Kurzum: mir gefällt es. 😉
Entsprechend positiv sieht dann auch der Rückblick auf den November aus, denn vor zwei Wochen gab es ja die „beste Woche aller Zeiten“.

Das war der November

Der November begann jedoch verheerend. Ich hatte nach dem Rekordumsatz im Oktober schon die Befürchtung, dass der Ofen aus ist. Allerdings lag dies am ausverkauften Warenbestand. Sobald dieser wieder im Lager war zog das Geschäft wieder an. Vollends auf die Erfolgsspur einschwenken konnte ich dann in der dritten Woche, bei der das Ergebnis mich ungläubig zurück lies. In dieser Woche startete ich dann meine Review-Coupon-Kampagne die ich in der folgenden Woche direkt beenden konnte da Amazon seine AGBs änderte. Und zwar so, dass Coupons für Kampagnen nicht mehr erlaubt sind. Die wohl dramatischste Veränderung des Amazon Ökosystems seit Jahren. In meiner Abrechnung sah ich jedoch, dass einige Coupons eingelöst wurden. Ich wollte diese schon abschreiben, denn zur Reviews verdonnern kann man ja niemanden mehr. Jedoch habe ich seit her ein paar Reviews erhalten. Ich verbuche dies mal unter „erfolgreicher Marketing Aktion“. Ob es normale Kunden waren, oder Gutscheinbesitzer ist mir im Nachhinein auch egal. Letzte Woche (Nr. 60) aktivierte ich den Verkauf nach Großbritanien aus Deutschland heraus. In der vergangenen Woche 61 dehnte ich dies auf die restlichen Marktplätze aus. Bisher gab es keine Verkäufe, wobei sich das erklärt. Dazu unten ein paar weitere Details.

Alles in allem löst der November den Oktober als Umsatzrekordmonat ab. Mit über 5500EUR Umsatz bin ich komfortabel im Amazon Verkäufer Level 4 platziert. Jedoch nicht so weit weg von der Grenze wie der Umsatz vermuten lassen würde. Mehrfach habe ich geschrieben, dass die Konkurrenz mir bei einigen Produkten schwer im Nacken sitzt. Das hat dazu geführt, dass ich nur ca. 25% des Umsatzes als Gewinn (vor Steuern) verbuchen kann. Die Werbung nimmt davon nochmals ca. 100EUR weg. Es bleibt zwar beim Level 4, aber längst nicht so glorios wie man denkt.

Ärger mit der Gefahrgutprüfung

Wirklich sauer bin ich auf Amazons Gefahrgut-Prüfung. Ein Artikel liegt seit 2 Wochen(enden) bei mir im Keller und kann nicht verschickt werden, weil Amazon eine total unnötige Gefahrgutprüfung verhängt hat. Am selben Tag als die Nachricht hoch poppte habe ich die Unbedenklichkeitsbestätigung hoch geladen. Seit dem ist nichts passiert. Trotz Nachfrage bei Amazon passiert da einfach nichts. Besonders ärgerlich ist dies, weil es sich um einen Saisonartikel handelt der eigentlich JETZT im Regal stehen sollte. Das macht mich kirre. Ich hab den fertig etikettierten Karton ins Auto gepackt und fahre ihn jetzt mit mir rum, damit ich ihn sofort abgeben kann, sobald die Freigabe rein ist. Ihr fragt euch vielleicht wie das sein kann, dass ein unbedenklicher Artikel in die Prüfung gerät. Der Support meinte, dass dies ein Zufallsalgorithmus sei. Eventuell sind Produkttitel mit Chemisch klingenden Namen schuld. Ist aber egal. Mein Produkt geht nicht spontan in Flammen auf und gibt auch keine Dämpfe ab. Jetzt muss nur Amazon aus dem Knick kommen.

Motivationsschub für Private Label Produktsuche

Meine Mastermind-Runde am Samstag war zwar diesmal nur ein 4 Augen Gespräch, dafür aber ein Produktives. Zum einen half mir mein italienischer Kollege weiter mit dem Internationalen Verkauf, zum anderen kamen wir auf meine aktuelle Produktsuche zu sprechen. Ich wollte ein Produkt finden, welches sich nicht über den Preis, sondern über Qualität definiert. Ein Produkt also, was selbstbewusst im oberen Preissegment seiner Nische platziert ist. Jedoch hatte ich keine gute Idee. Mein Kollege hatte jedoch eine, und schlug vor, das Projekt gemeinsam anzugehen. Die Idee resonierte mit mir, da sie in einer Nische Platziert ist, die ich selbst als Nutzer kenne.

Verkauf auf anderen Amazon Marktplätzen

Nun noch etwas praktisches für die aktiven Amazon Verkäufer. Wenn ihr, so wie ich, nicht bereit seid eure Firma im Ausland zu registrieren, dann könnt ihr am Paneuropäischen Amazonnetz nicht teilnehmen. Diese Option sorgt nämlich dafür, dass eure Ware in ganz Europa verteilt gelagert wird, um dann möglichst zügig (PRIME Level) verkauft zu werden. Der Haken: Aus dem Land heraus, aus dem eine Lieferung startet, müsst ihr eine Firma haben um eure Steuern dort zu bezahlen. D.h. ihr müsstet mehrere Registrierungen z.B. in Polen, Tschechien, UK, Frankreich, Italien etc. durchführen.

Artikel aus Deutschland Exportieren

Die Alternative ist, dass ihr eure Ware exportiert. Sie bleibt weiter in Deutschland lagern, wird aber z.B. in Amazon.it angezeigt. Wie geht das? Auf Produktebene aktiviert ihr den Verkauf im Ausland, indem ihr euer Listing bearbeitet (Klick aufs Produktbild im Lagerbestand Verwalten Menü) dann dort auf den Reiter Angebot wechselt. Ihr scrollt dann nach unten und findet dort den Bereich Angebote anderer Marketplace-Sites verwalten. Dort tragt ihr euren Preis ein. Dabei beachtet ihr bitte, dass der Export ins Ausland bei Amazon mit höheren Gebühren einhergeht. Siehe Amazons Preisliste.

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Preis eintragen und fertig!

Sobald ihr Speichert (und Amazon die Daten verarbeitet hat, was ein paar Minuten dauern kann) ist euer Produkt im Ausland verfügbar.

Ist das alles?

Jein! Zum einen müsst ihr dem ausländischen Amazon Marktplatz noch eure Bankverbindung mitteilen. (Also, nur falls ihr das Geld auch ausbezahlt haben wollt was ihr dort verdient. 😉 ) Das schöne ist, dass ihr problemlos z.B. zu Amazon.it springen könnt und euch die Seite in Deutsch (oder Englisch, oder in einer der anderen Sprachen) anzeigen könnt. Das geht über die kleine Drop Down Liste, die ihr sicherlich bisher ignoriert habt:

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Deutsches Interface und Italienische Marketplace Site? Geht!

Euer Konto aus Deutschland wird euch als Option angezeigt, wenn ihr die Bankverbindung eintragen wollt. Die Freigabe eures Kontos geht dann auch entsprechend schnell, da die Daten ja alt bekannt sind.

Ihr werdet aber trotzdem erstmal nichts verkaufen. Wieso? Eure Listings wurden nur sehr rudimentär übersetzt (Google Translate Level), eure Keywords sind gar nicht erst übertragen worden und eure PPC Kampagnen gelten nur für eure Heimat-Marketplace Seite. Kurz: Eure Listings sind zwar da und könnten gefunden werden – aber sie sind so schlecht „optimiert“, dass keiner sie finden wird. Ihr müsst also die Listings überarbeiten/übersetzen und Keywords nachtragen. Das ist für 1-5 Private Label Artikel kein Ding. Für 25 Retail Arbitrage Artikel macht das allerdings wenig Spaß…

Zum Abschluss

Ein Leser (Danke Karl!) wollte meinen Blog abonnieren und fand keine Möglichkeit. Es gibt jetzt die Möglichkeit sich auf FBAinGermany.com anzumelden (siehe rechts neben dem Artikel). Bei neuen Artikeln bekommt ihr automatische eine Benachrichtigung.

Ansonsten möchte ich mich bei den Lesern bedanken die meinem Vorschlag von letzter Woche nachgekommen sind. Für alle Anderen: Falls ihr bei Amazon Weihnachtsgeschenke kauft, wäre es total super, wenn ihr einen meiner Affiliate Links benutzt. Als FBA Interessierte wisst ihr, dass Amazon sich schlappe 15% vom Umsatz als Vermittlungsgebühr abzwackt. Von diesen 15% gibt Amazon 3-8% (je nach Kategorie) an seine Affiliate Partner weiter – egal ob die genau das verlinkte Produkt kaufen oder ein Anderes. Für die Kunden, in dem Falle euch, ist das völlig unsichtbar und kostenlos. Für mich wäre es ein tolles Weihnachtsgeschenk. Hier ist ein solcher Link auf die aktuellen Angebote bei Amazon, oder ihr schaut bei meinen Buchempfehlungen. Einfach vor dem Shoppen anklicken und dann einkaufen. Danke. 🙂

Versand durch Amazon #49: Stress!

Wow, eine verrückte Woche #49 nimmt ihr Ende. Es gab Stress mit der Fracht aus Kanada und es ging weiter mit den Urlaubsvorbereitungen.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Montag und Dienstag sind traditionell meine stärksten Tage in der Woche. Umso schlimmer, dass diesmal kaum etwas passierte. Grund dafür war, dass meine gut verkäuflichen Artikel alle vergriffen waren und die Sendung vom letzten Wochenende noch nicht eingebucht war. Montag früh, noch bevor ich wieder auf Arbeit pendelte, wuchtete ich in 2 Fahrten die insgesamt 5 Pakete zum DHL Paketshop. Da die Postfiliale zu spät öffnet – und in einer Fußgängerzone liegt, habe ich einen Paketshop in einer kleinen Tankstelle gewählt. Die hatten gut zu tun die 5 großen Pakete zu verstauen.
Am Mittwoch Mittag war noch immer tote Hose. Kurz vor 14 Uhr wurden dann die Pakete eingebucht und wenige Stunden später war Ware im Wert von über 100EUR verkauft. Insgesamt war die Woche eine der besseren. Wenn Montag und Dienstag so gelaufen wären wie Mi-Fr wäre es eine Rekordwoche geworden. Was lernen wir daraus?

Habt immer mehr 5-10 Artikel mehr auf Lager als ihr glaubt zu verkaufen. Wartet nicht erst ab bis mehrere Artikel aus gehen, sondern schickt frühzeitig Nachschub.

Stress mit dem Transport aus Kanada

Das verschiffen der Ware aus Kanada lief bereits letzte Woche nicht gut. Die Commercial Invoice war erst spät verfügbar und dann musste erst einmal das Geld ankommen (in den USA war ein Bankfeiertag). Am Donnerstag entzückte mich dann ein kurzer Kommentar von Amko: „This is a clusterf**k!“

Es stellte sich heraus, dass die Rechnung einen Fehler enthielt der die Ware vom Export abhielt. Der Fehler konnte effektiv nur geheilt werden, indem der Hersteller mitspielt und wir die Transportbedingungen mit Shapiro ändern. Ich saß weit weg in Deutschland und bekam vorerst gar nichts mit, denn die Kommunikation lief komplett über Amko. Dafür war ich einerseits dankbar. Andererseits zeigte es mir, dass ich

  • noch lange nicht so cool bin wie ich mir erhoffe. Mein Puls war beim lesen des Mailverkehrs direkt auf Anschlag und der Magen etwas schwer. (Wie reagiert ihr in solchen Momenten? Cool und abgezockt oder auch eher niedergeschlagen?)
  • eine Telefonkarte brauche mit der ich günstig ins Ausland telefonieren kann. Mit meinem Mobiltarif würde eine halbe Stunde knap 45EUR kosten!

Gegen Freitag Abend klärte sich dann das Problem. Einer der Erfolgsfaktoren war, dass der Hersteller und Amko ein sehr gutes Verhältnis miteinander haben und Amko auch erfahrene Kundenbetreuer bei Shapiro kannte mit denen man nicht bei Problemen im Regen stehen gelassen wird. Allerdings wird die Ware erst frühestens am Montag auf Reise gehen.

Urlaubsvorbereitungen

Nach dem ganzen Stress machte ich mir am Samstag morgen eine Todo-Liste fürs Wochenende und legte los:

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Ich fuhr schnell einkaufen, denn einige Artikel verkauften sich seit Mittag so gut, dass ich so nicht über meinen Urlaub komme. Dann erhielt ich Post vom Finanzamt, dass ich nun eine Umsatzsteuer-ID zugeteilt bekommen habe. Diese habe ich bei Amazon eingetragen und Amazon gebeten die Rechnungen für mich neu auszustellen. (Siehe Reverse Charge vor zwei Wochen) Dann habe ich mein „Erfolgstracking“ aktualisiert. Das ist ein Spreadsheet mit den Einnahmen und Ausgaben pro Artikel. Aktuell ist dies das wichtigste Tracking-Tool für mein FBA Business. Allerdings sehr zeitaufwändig zu pflegen und fehleranfällig. Deshalb investieren ich immer wieder Zeit in die Entwicklung eines Tools, welches das File später für mich erstellt. Ich komme voran, bin aber noch bei ca. 25% des Mindestfunktionsumfangs. Ganz nebenbei muss ich mich als Hausmann auch noch um so banale Dinge wie Wäschewaschen und Bügeln kümmern.
FBA mäßig habe ich sicherlich dieses Wochenende (ohne SW-Entwicklung) ca. 4-8h investiert. Aktuell würde ich den Zeitbedarf pro Monat mit ungefähr 16h für den Basisbetrieb beschreiben und nochmals 8h-12h für das Private Label Thema.

Mich würde interessieren, wie viel Zeit ihr in euer FBA Geschäft/Hobby investiert.

Steuern & Fracht

Versand durch Amazon #47: Steuern und Fracht

Hallo Leute zur 47ten Ausgabe meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche ging es sehr technisch zu. Das Thema Steuer und „Reverse Charge“ beschäftigte mich mehrfach, außerdem muss die Fracht meines ersten Imports aus den USA geregelt werden und dann war ich auch nochmal einkaufen – groß einkaufen. Weiterlesen

Versand durch Amazon #46 – Zurück auf Normal

Hallo Leute, willkommen zurück zur 46ten Ausgabe des Versand durch Amazon Logbuchs. Die zweite Urlaubswoche war richtig gut. Leider zieht sich die USA Order immer noch hin. Weiterlesen

Rückblick Mai und Masterplan

Versand durch Amazon #35: Rückblick Mai & Masterplan

Hallo Leute und willkommen zur 35ten Ausgaben des Versand durch Amazon Logbuchs. Diesmal gibt es den Monatsrückblick Mai und Infos bei der Arbeit an der Verbreiterung meines Portfolios.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Diese Woche kann man als schwach bezeichnen. Sie begann denkbar schlecht mit 0 Verkäufen am Montag. Am Dienstag wurden dann wieder recht viele, günstige, Artikel verkauft. Mittwoch war toll Donnerstag-Samstag durchwachsen und heute – aktuell stehen noch 0 Verkäufe zu Buche. Der Start in den Juni war also alles andere als optimal. Konkurrenz auf den Listings ist zum Normalzustand geworden. Bei meinem Topseller erhalte ich die Buybox laut Statistik nur noch in ca. 40% der Fälle. Gleichzeitig ist der Preis ca. 20% niedriger als zuvor.

Wie verlief der Urlaubsmonat Mai? Schlussendlich habe ich über 2000EUR Umsatz erzielen können. Damit war der Mai der zweitbeste Monat überhaupt und das trotz des schwachen starts und den Problemen mit Preisdrückern. Jedoch ist die Frage berechtigt, was denn von so einem Umsatz am Ende übrig bleibt. Nach Abzug sämtlicher Kosten (Bestellbezogene Kosten, Amazon Teilnahmegebühr, Werbung, Versandkosten ins Lager, Produktrücksendungen) bleiben bei mir ca. 320EUR hängen. Wow… Ganz schön wenig. Zwar bin ich damit immer noch ein Level 3 FBA Händler, aber bei dem Umsatz muss mehr hängen bleiben. (Btw: Welchen Level habt ihr euch im Mai verdient?)

Woran lag die miese Ausbeute? Gut 50% meines Umsatzes geht für Amazon Gebühren drauf. Besonders ärgerlich ist dabei, dass die Produkte bei denen der Gebührenanteil geringer waren durch die Konkurrenz-Situation in die niedrigeren Preisregionen gedrückt wurden. Denn je geringer der Preis desto härter schlagen die Gebühren durch. Außerdem gehen noch 7,5% für Werbung ab. Im Mai gab es des weiteren noch eine gewisse Anzahl an Rücksendungen (was auch Grund für die verzögerte Auszahlung vor zwei Wochen war). Rücksendungen kosten Geld! Zum Einen erhaltet ihr nicht alle Gebühren durch Amazon erstattet, zum Anderen sind einige Artikel als nicht verkäuflich markiert und vor Allem müsst ihr den gemachten Gewinn an Amazon zurück zahlen.

Kevs Masterplan

„Gentleman, die Lage ist bekannt. Um das Geschäft wieder in Bewegung zu setzen müssen wir etwas ändern. Wir werden einen breiten Angriff auf Marktanteile im Arbitrage-Geschäft fahren. Wir werden dazu unser Portfolio erweitern. Ziel ist die Anzahl der Listings innerhalb eines Monats zu verdoppeln. Der Fokus liegt dabei auf Artikeln, welche für 20-50EUR verkauft werden können, um den Gebühreneinfluss gering zu halten.
Zusätzlich zu diesen Anstrengungen werden wir Artikel suchen und listen, welche individuell für uns gefertigt wurden und damit einen gewissen Schutz vor Kopierern und Preisdumpern bieten.“

Diesen Plan in die Tat umzusetzen ist das Ziel für diesen Monat. Dabei kommt mir entgegen, dass bereits 3 verschiedene Artikel aus der Kooperation mit Amko bei mir auf Halde lagen. Zwei davon sind individuell gefertigt und damit besonders interessant. Ich habe dieses Wochenende nun damit verbracht diese Artikel zu sichten und Listings zu bauen. Dabei konnte ich von den US-Listings von Amko profitieren und musste die Texte nur noch übersetzen und auf den deutschen Markt anpassen. Dabei konnte ich meine Gimp-Skills verbessern, denn ich musste nicht wenige Produktbilder bearbeiten und Beschriftungen aus dem Englischen übersetzen. Diese zeitaufwändigen Tätigkeiten hatten jedoch auch etwas Gutes, denn ich konnte an den Beispielen lernen, wie man ein Produkt aufbereitet und ein vernünftiges Listing erstellt. Des Pudels Kern ist dabei selbst für mondäne Produkte alle Eigenschaften zu beleuchten. Egal wie langweilig oder belanglos. Man kann alles nochmal verdeutlichen und als besonders wertvoll darstellen. „Ein Bleistift ist nicht einfach gelb, er hat eine auffällige gelbe Färbung damit er leicht in Schubladen wieder gefunden werden kann.“

Soweit von mir. Was kosten eure Produkte im Durchschnitt? (<12€, <17€, <25€, <35€, mehr) und welchen Verkäuferlevel habt ihr erreicht?

Versand durch Amazon #34 – Nachschub, Mastermind und das Große Ziel

Hallo Leute, willkommen zurück zur 34ten Ausgabe des Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche war körperlich wieder etwas stressiger, denn ich hatte Nachschub-Probleme, deshalb war Pakete bauen angesagt. Außerdem gibt es einen Kurzbericht aus meiner Mastermindgruppe und warum ich eigentlich FBA mache.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Wie auch in der letzten Woche, habe ich diese Woche noch immer das Konkurrenzproblem auf meinem Listing. Und nach wie vor gibt dieser sich mit geringeren Margen zufrieden, wie ich es gern hätte. Die relativ niedrigen Preise haben aber auch diese Woche wieder für einen Großeinkauf bei meinen Kunden gesorgt. (Kurz zur Einordnung: Vor dem Preiskampf war die größte Verkaufsmenge an einem Tag 15 Einheiten. Seit dem Preisverfall gab es 2 Tage mit über 20 Einheiten!) Dadurch lief mein Bestand langsam leer und ich musste am Donnerstag und Freitag wieder zwei große Kartons fertig machen. Insgesamt wurden 45kg Ware an Amazon geschickt. Zum Glück kostet das dank Amazon Versandoption nur 8EUR.

Interessant ist auch das Thema zurückbehaltene Auszahlung / Puffer. Das bisher zurück behaltene Geld (letzte Woche hätte eine Auszahlung kommen müssen. Aber Amazon hat 100% einbehalten) wird beim nächsten Mal ausbezahlt. Interessant ist, dass die neuen Verkäufe nicht zu 100% einbehalten werden. Es scheint so zu sein, dass ab jetzt 60% aller Verkäufe einbehalten werden (verzögert ausgezahlt) und 40% sofort bei der nächsten Auszahlung kommen.

Mastermind Meeting

Jede Woche habe ich einen Termin mit meiner Mastermind Gruppe. Diese Woche war ein italienischer Kollege anwesend, der mir sein Private Label Produkt mal im Detail erklärt hat. Interessant war dabei, dass er sich in seiner Nische mit einem Qualitätsprodukt positioniert, welches zwischen den billig/normalpreisigen Standardartikeln (<15EUR) und dem extrem hochpreisigen Profiartikeln (>80EUR) bei ca. 30-40EUR liegt. Er hat eine eigene Produktverpackung entworfen, Professionelle Texter via iWriter.com angeheuert um ein GiveAway / Zusatzprodukt (PDF) zu erstellen und wird die Produkte in Südafrika fotografieren lassen. Vor Versand in die USA und GB wird er die Produkte inspizieren und testen lassen. Von der Idee bis zur Einbuchung im Lager von Amazon hat ihn der Prozess ca. 2,5 Monate und 5000 Dollar gekostet. Bestellt hat er 1000 Artikel. (Sein Glück ist, dass der Artikel sehr leicht ist und er deshalb komplett via Luftfracht arbeiten kann.) Ich habe seine Verpackung gesehen und muss sagen, ich könnte nicht erkennen, dass es sich hier um einen 1-Mann Betrieb handelt. Hier wurde nicht gekleckert, sondern geklotzt! Das Gespräch hat mich zusätzlich motiviert zwei Ideen nachzugehen, die ich für PL Produkte habe.

Das Große Ziel

Worüber ich bisher noch gar nicht geschrieben habe ist, warum ich eigentlich FBA mache. Mein großes Ziel ist es, mit 40 „in Rente“ zu gehen. D.h. das ich ab dann nur noch 10h pro Woche, ortsungebunden arbeiten möchte um mein Leben zu bestreiten. Im Urlaub habe ich Tony Robins: Money – Master The Game* gelesen und dieses Wochenende habe ich nochmals meine persönlichen finanziellen Ziele durchgerechnet. FBA ist für mich eine Möglichkeit dieses Ziel zu erreichen. Einerseits gibt es nicht wenige Personen, welche mit FBA deutlich mehr verdienen als ich zum leben bräuchte (d.h. diese „Mehreinnahmen“ könnten in den Vermögensaufbau investiert werden. Siehe „Freedom Fund“ im obigen Buch), andererseits ist FBA, bei korrekter Ausführung, auch ortsunabhängig möglich. Wo stehe ich bezüglich des Ziels? Nun, mein FBA-Geschäft entwickelt sich recht gut und hat bisher bereits einen Überschuss generiert. Aktuell denke ich nicht über Entnahme der Überschüsse nach, sondern will diese vielmehr investieren. Alles in allem habe ich mein Rentenziel bisher zu ca. 20% erreicht. Aber ich hab ja noch ein paar Jahre. 😉

Soweit von mir. Ich hoffe es war etwas interessantes für euch dabei.

*) Affiliate Link

Versand durch Amazon #33: Konkurrenz auf dem Listing

Hallo Leute, willkommen zurück zum 33ten Logbucheintrag meiner Versand durch Amazon Reise. Ich bin aus dem Urlaub zurück und die letzte Woche hat es erneut in sich.

Bericht zur Lage des Verkaufs – Preiskampf!

Als ich am Dienstag, traditionell mein bester Tag der Woche, auch am Nachmittag noch keine Verkäufe zu verzeichnen hatte, wurde ich stutzig und bin alle Listings durch gegangen. Tatsächlich fand ich bei allen gut laufenden Produkten der letzten Wochen überall den selben Selbstversender der die Produkte billiger anbot (mit kostenlosem Versand). Offensichtlich kommt hier genau das zu Tragen, was in den Private Label Foren immer wieder postuliert wird: Retail Arbitrage funktioniert, ist aber labil und leicht angreifbar. Ich hatte gehofft etwas länger veschont zu bleiben. Ich versuche nun erstmal mit Angebotspreisen gegen zu halten. Da ich sehr günstig einkaufen kann, habe ich prinzipiell erstmal kein Preiskampfproblem. Allerdings muss ich AMZ Gebühren bezahlen und er nicht. Problem bei Selbstversender ist, dass man nie abschätzen kann wie gering sie ihre eigene Zeit/Aufwand bewerten (Arbeitet der für 5EUR/h, oder will er 50EUR/h?) und es gibt ein technisches Problem. Mit einem anderen FBA Händler könnte man sich auf einen gemeinsamen Preis „einigen“ (einfach immer wieder matchen, so lange bis der andere nicht weiter runter geht), da ein FBM (fullfilled by Merchant) Händler jedoch nicht gleichwertig zum FBA Händler bzgl der Buybox eingeschätzt wird, ist der „Match Preis“ nicht so einfach fest zu stellen. Als FBAler kann man mehr verlangen und trotzdem die BuyBox bekommen, was dazu führt, dass der FBMler noch weiter den Preis senkt was die Margen nur noch kleiner macht. Deshalb geht mir das auch so auf die Nerven. Mein Konkurrent hat kein überlegenes Sourcing system oder einen anderen Vorteil, er gibt sich einfach nur mit weniger zufrieden und macht damit die Niesche kaputt. Kurzum… schwierig.

Nun, ihr merkt das Thema hat mich angefressen. Und die obigen Zeilen schrieb ich als ich noch im Urlaub unterwegs war und keinen Zugriff auf meine Kalkulationstabellen hatte. Denn was ich nicht einschätzen konnte war, wo hört der Profit auf und wo fangen die Verluste an? Wie weit kann ich den Preis mit absenken um weiter zu verkaufen? Heute (Sonntag) hatte ich Zeit dies zu checken und konnte mich beruhigen. Ich habe überall noch Luft und ich ärgere mich aktuell nur über entgangene Gewinne, bin aber weit weg von Verlusten.

Kleines Amazonhändler1x1 der Preisbildung

Ihr stellt euch vielleicht die Frage wie man denn die Preise für sein Produkt genau berechnet (also Break Even Preis, 100% ROI Preis, etc.). Dafür kann ich euch folgende Formel anbieten:

(AMZfix + Faktor Einkaufspreis)/0,85 = Verkaufspreis

AMZfix = Fixe Gebühren an Amazon. Dazu gehören die Versandgebühren und die Lagergebühren (ich rechne mit 3 Monaten Lagergebühr). Herauszufinden sind diese via Amazons Kosten Kalkulator. (Achtung: Preisangaben im Kalkulator sind Netto-Preise)
Faktor = 1 wenn Break Even Preis (0% ROI) berechnet werden soll; 2 wenn 100% ROI berechnet werden soll; 2,5 wenn 150% ROI berechnet werden soll
Einkaufspreis = Anschaffungskosten für 1 Stück Artikel (Kaufpreis+Versandkosten+Eure Arbeitszeit)
Verkaufspreis = Der Preis den ihr verlangen müsst um euren ROI zu erreichen.
0,85 = Hier wird Amazons 15% Verkaufsprovision einberechnet
Einkaufspreis und Verkaufspreis sind bei mir Bruttopreise, weil ich keine MWSt abziehen kann.

Beispiel mit zufällig gewähltem Amazon Produkt:

ASIN: B012DZZKAY (Mikrowelle)
Der Kalkulator sagt: 6,63EUR Versandkosten (d.h. 7,89EUR Brutto)  und 0,67EUR Lagergebühr (d.h. für 3 Monate Brutto: 2,39EUR)
Angenommen die Mikrowelle kostet in der Anschaffung 30EUR
und ich wollte wissen ab welchem Preis ich zumindest keinen Verlust mache (Faktor = 1)
dann sieht die Formel so aus:
(7,89+2,39+ 1*30)/0,85 = 47,39EUR

Möchte ich mit meiner 30EUR Investition 100% Gewinn machen, dann sieht die Formel so aus:
(7,89+2,39+ 2*30)/0,85 = 82,69EUR

Nachtrag zur „Rücklage“

Die, in der letzten Woche beschriebene, Rücklage ist mittlerweile auf meinem Zahlungssheet aufgetaucht. Folge ist, dass ich bei der nächsten Auszahlung 0 EUR statt knapp 400EUR überwiesen bekomme. Auf der Zahlungsübersicht taucht nun eine neue Zeile „Noch nicht verfügbarer Saldo“ auf, der genau dem Auszahlbetrag entspricht und damit die gesamte Auszahlung auf 0 reduziert. Nach der Diskussion im Kommentarbereich zum letzten Blogbeitrag, würde ich vermuten, dass diese Form des Einbehalts dadurch ausgelößt wird, dass an einem Tag mehr Rückerstattungen zu Stande kamen als Verkäufe.

Soweit von mir. Aus den USA habe ich von Amko nun auch die ersten Testprodukte erhalten. Ich werde die nächste Woche nutzen um hier neue Listings zu bauen.

Mich würde interessieren, wie ihr mit Konkurrenz und Preisdrückern auf „euren“ Listings umgeht. Was ist eure Strategie? Bleibt ihr bei sowas gelassen, oder regt ihr euch auch so auf wie ich?