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Versand durch Amazon #104: Mal wieder: das Beste draus machen

Hallo Leute willkommen zurück zu meinem 104ten Logbucheintrag. Eigentlich wollte ich euch heute vom Pool in Hurghada schreiben. Ich hatte mich mit meiner Freundin auf einen Kurztrip nach Ägypten gefreut. Leider war im Stress der letzten Wochen untergegangen, dass ihr Pass nur noch 2 Monate gültig war – somit durften wir nicht fliegen. Damit ergibt sich nun, dass ich 1 Woche lang zu Hause bin und mich um das Private Label Thema kümmern kann – und um meine Freundin, die doch sehr traurig war.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Erneut gab es einen richtig guten Tag. Der Mittwoch brachte allein in Deutschland fast 500€ und insgesamt ca. 575€ Umsatz ein. In Summe lagen alle Tage ab Dienstag bis Freitag jenseits der 300€ Marke. Damit konnte die Woche schon Mal keine komplett schlechte Woche werden. Insgesamt kamen in Deutschland 1600€ Umsatz zusammen. Das restliche Ausland warf dann nochmals etwas über 600€ in den Topf. Somit könnt ihr messerscharf kombinieren, dass ich ca. 2200€ Umsatz gemacht habe.

Fortschritte mit dem Private Label Projekt

Diese Woche sinnierte ich noch etwas über das Verpackungsthema. Als ich diese Woche dann wieder in der Gegend war, rief ich schnell in der Verpackungsfirma an und fragte ob ich nochmal vorbei kommen könnte. Dies war problemlos möglich und so bekam ich vor Ort nochmals eine Firmenführung und mir wurde erklärt welche Maschinen verfügbar waren und was alles möglich wäre – wenn die Stückzahlen ca. 10-50x größer wären. Der Chef zeigte mir auch die Stanzwerkzeuge und erklärte mir wieso diese Geld kosten und was „zurichten“ bedeutet. Anschließend entwarfen wir nochmals Deckel-Kartons für mein Produkt. Ich erklärte worauf es mir ankam (neben Passform und Deckel waren das vor Allem die Amazon Versandgrößen bzw. die Preisklassen).

Zu diesem Zeitpunkt war mein Plan noch mit 4 verschiedenen Packungsgrößen zu starten. Ein kleines Testset, eine Standardpackung, eine kleine Vorratspackung und eine große Vorratspackung. Eigentlich hatten wir alles bis auf das „Standardformat“ besprochen. Dann meinte der Chef: „Aber mal ehrlich, wieso machen wir nicht eine Verpackung weniger.“
Tatsächlich würde das zwei fliegen mit einer Klappe erschlagen. Die Stückzahlen pro Verpackung würden steigen, Werkzeugkosten sinken und ganz im allgemeinen würde der Aufwand geringer. Ich ging mit zwei verschieden großen Prototypen nach Hause und rechnete das ganze nochmals durch.

Überraschenderweise erhielt ich eine SMS DHL, dass ein Packet für mich aus China unterwegs sei. Ich war verblüfft, denn ich erwartete erst in ca. 2 Wochen die ersten 100 Produkte um Testsets zu bauen und ersten Kunden zu zeigen. Nach einem Anruf bei DHL um den Liefertermin und Ort zu ändern (ich plante ja in Ägypten zu sein) erfuhr ich, dass das Paket nur 1 kg schwer sein sollte. Da machte es klick im Kopf. Ich hatte meinen Hersteller gebeten mir  Samples zu schicken, damit ich meine Verpackung korrekt dimensionieren kann. Kurz vor der Golden Week hat man die noch los geschickt.

Glück im Unglück

Als es dann Freitag Abend zum Flughafen in Prag ging (auf der Suche nach den günstigsten Flügen, lohnt es sich auch mal etwas „europäischer“ zu denken 😉 ) und wir dort dann nicht weiter kamen war natürlich erstmal die Stimmung sehr gedrückt.

Auf der anderen Seite habe ich nun die Möglichkeit mich um das PL Thema weiter zu kümmern. Außerdem kam eine Nachricht von einem großen Hersteller der sonst meine Anfragen immer konsequent ignoriert hat. So erhielt ich eine Kontaktadresse eines Herstellers für eines meiner gut gehenden Produkte. Das könnte mir wieder die Arbeit etwas erleichtern und den Margen gut tun.

Soweit von meiner Seite. Ich hoffe der Beitrag war interessant und konnte euch motivieren schön bei der Stange zu bleiben.

Versand durch Amazon #99: Kurz vorm Herzinfarkt

Leute! Was für ne Woche… Willkommen zurück zur 99ten Woche des Versand durch Amazon Podcasts. Diese Woche war echt krass. deshalb schieb ich die Zahlen heute mal etwas weiter runter. Denn diese Woche ging alles ums Private Label Projekt.

Privat Label Projekt

Einleitung

Kurz für die neuen Leser unter euch die Zusammenfassung. Ende Januar war ich mit einem Kollegen aus der Mastermindrunde auf der Creative World in Frankfurt. Eigentlich sollte es um eine Kooperation gehen, aber das verlief im Sande. Nebenher sprach ich Hersteller für eine Produktidee an die ich seit einiger Zeit mit mir herum schleppte. Seit März, also nunmehr die letzten 6 Monate oder 24 Wochen arbeite ich an dem Projekt. Nachdem ein Hersteller mir nicht weiterhelfen konnte oder wollte, hatte ich nun einen Hersteller gefunden der bereit war die Ware nach meinen Anforderungen herzustellen. Im Gegenzug musste ich etwas größere Mengen ordern. In der Zwischenzeit habe bei Patentamt zwei Unionsmarken registriert, dass Design erstellt und generell alle Freizeit ins Projekt investiert die ich hatte.

Erster Akt

In den letzten zwei Wochen war mein Ansprechpartner in Urlaub. Am Montag kam er zurück. Ich wartete auf Antworten für Anfragen die ich gestellt hatte. Eigentlich wollte ich nur noch verschiedene Packungsgrößen und Verpackungsvarianten kalkulieren um dann die Bestellung auszulösen. Dann erhielt ich eine Nachricht dieser Art:

Sehr geehrter Herr Fleischer,

während meiner Abwesenheit haben meine Produktionskollegen ihre Anforderungen besprochen und mich angewiesen ihnen mitzuteilen, dass wir dieses Projekt nicht weiter fortführen wollen. Ich verstehe, dass dies für sie überraschend kommt, insbesondere in Anbetracht der investierten Aufwände die alle Beteiligten geleistet haben.
Wir hoffen, dass sie mit einem Anbieter, z.B. NameDesAnderenAnbietersDerAbgesagtHat mehr erfolg haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Der Ansprechpartner

Bäm! WTF!? In echt? WTF? Aber warum? WTF?

Die Reaktion

Interessant war was mit mir passierte. In der Vergangenheit tendierte ich eher zum weinerlichen „warum immer ich?“ oder „mein schöner Plan ist kaputt…*heul*“. Diesmal nicht. Diesmal war ich im Problem solving Modus. Ich dackelte im Flur auf und ab und textete meinen Freund an, der ein Unternehmer ist und beschrieb die Situation. Aber nicht nur das… irgendwie wusste ich was zu tun war:

  1. Ich rufe die an. Ich hab mit denen seit der Messe nicht gesprochen. Hier liegt bestimmt ein Missverständnis vor.
  2. Falls die das durchziehen, dann kontaktiere ich den anderen Hersteller nochmal. Im Worstcase verschiebt sich der Launch meines Produkts um 2-3 Monate. Bis ich das Produkt so gefertigt bekomme wie ich will.
  3. Wenn die auch nicht mitspielen, kontaktiere ich andere Hersteller. Ich weiß, dass es mindestens noch einen anderen gibt (Weltmarktführer… Dickes Brett…). Verschiebt das Projekt um 3-6 Monate.

Mein Kumpel meinte nur: „Klingt gut. Mach mal.“ Also rief ich meinen Hersteller an.

Im Gespräch stellte sich heraus (zwischen den Zeilen), dass ich bei der Firma Aufwand erzeugt habe den sie bei der Bestellmenge nicht als gerechtfertigt gesehen haben. Als ich dann 5 verschiedene Packungsgrößen ins Spiel brachte, war das der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte und man wollte das Thema beenden.

Meine Situation war die: Ich wusste, dass dieser Hersteller mir mein Produkt so fertigt wie ich wollte, während der andere mir bereits da Kompromisse abringen wollte. Mein Hersteller war nur genervt von der Verpackungsgeschichte. Also machte ich folgendes Angebot: „Hey Leute, hier liegt ein Missverständnis vor. Die Verpackungsgeschichte waren Ideen die ich diskutieren wollte. Das sind keine Anforderungen. Wenn ihr sagt, das geht nicht, dann muss ich selber die Verpackung machen.“
Ok… man würde sich bei mir melden. Außerdem sagte man mir noch, dass die Einzelverpackung nicht die schicke, tolle, stylische sei, die man so gewohnt ist. Sondern auf Grund meiner Anforderungen eine etwas weniger tolle ist. Ich war besorgt…

Letzte Hoffnung

Am Abend habe ich dann gebrütet wie ich die Verpackungsprobleme noch lösen könnte. Mir kam ein genialer Einfall, der andere Probleme mit gelöst hätte. Also schrieb ich wieder eine Mail. Mir war da etwas mulmig… Die letzte Mail hat mich fast das Projekt gekostet….

Die Antwort kam zurück:

Hallo Herr Fleischer,

ich darf ihnen mitteilen, dass wir unter den gegebenen Umständen bereit sind das Projekt fortzusetzen. Konkret heißt das:

Selber Preis wie vorher mit Verkaufsverpackung nun aber ohne. Und als Einzelverpackung nur die Variante die noch so pralle ist. Und nochmal: Das ist die einzige Einzelverpackung die möglich ist. In Echt.

Hmm… ok. Wo stehe ich jetzt? Hersteller 1 will mein Produkt gar nicht so fertigen („ist aus technischen Gründen unmöglich“). Hersteller 2 baut mir mein Produkt, allerdings ohne Verkaufsverpackung und ohne die tolle Einzelverpackung. Aber immerhin…

Auflösung

Also setzte ich mich hin und schrieb ein „Memorandum of Understanding“. Darin beschrieb ich mein Verständnis des Projekts. Was mein Zulieferer liefern wird. Wie die Produkte aussehen und wie sie verpackt sein werden. Welche Anforderungen an die Transportverpackung ich habe. Dass der Hersteller als Exporteur auftreten wird und dass er mir vorab 100 Exemplare via DHL zusenden wird. Ich beschrieb, wie der Hersteller seinen Vortschritt dokumentieren wird, und dass er mir bestimmte Fotos zusenden muss um zu zeigen, dass er die Umsetzung korrekt gemacht hat. Ich beschrieb auch wie ich glaubte, dass die Zahlungsmodalitäten sein sollten und dass der Hersteller meine Marken und Designs nicht anderen zur Verfügung stellen wird. Kurz: Alles was bereits gesprochen war + meine Vorstellung bezüglich der Lücken.

Ich schickte die Mail und wartete. Sicherlich gibt es da noch Gesprächsbedarf. Als Antwort bekam ich:

Es ist schön zu sehen, dass das Projekt nun gestalt annimmt. Wir sind mit allen Punkten des Memos einverstanden. Im Anhang noch unser Auftragsformular

So. Am Anfang der Woche war mein Projekt nach 6 Monaten auf der Killlist und am Ende der Woche bin ich bereit für die Bestellung. Falls das eine Chinesische Verhandlungstaktik war, dann haben sie gewonnen. Aber um ganz ehrlich zu sein: Ich hatte nicht wirklich das Gefühl eine Wahl zu haben.

Bericht zur Lage des Verkaufs

So, nun aber wieder zu den gewohnten Zahlen. Diese Woche scheinen die Ferien langsam vorbei zu sein, denn die Verkäufe zogen wieder an.  Deutschland brachte sehr gute 1450€ herein. Das Ausland legte nochmal 680€ oben drauf. Italien allein 300€. Frankreich schwächelt noch (haben die noch Ferien?). Damit sind wir wieder in den Top 10 der stärksten Umsätze pro Woche angekommen.

Mein ersten PL Produkt ist nun auch aus den USA eingetroffen. Leider entsprach die Transportverpackung (trotz Zusage) nicht den Anforderungen, so dass mein Spediteur die nochmal umpacken musste. Das sind Sachen über  die ich mich mittlerweile gar nicht mehr aufrege… Nächste Woche muss ich noch zusätzliche Ware einschicken. Aber alles in Allem, bin ich erstmal gut ausgestattet.

Soweit von mir und von meiner Herzinfarktwoche. Hattet ihr schon mal solche Krisen? Wie reagiert ihr da? Wie lang dauert es, bis man da cool reagiert und nicht nervös wird?

Versand durch Amazon #96: Freundschaftsdienste

Hallo Leute, willkommen zurück zu meinem 96ten Logbucheintrag. Diese Woche ging endlich wieder Nachschub auf die Reise (jedoch zu spät um Wirkung zu entfalten). Ich hingegen konnte Wirkung entfalten, indem ich einem Freund von einer Dummheit abhielt die mit Amazon wenig zu tun hat, erfolgreiche Amazon Händler allerdings schon treffen kann: Immobilien.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Meine Verkäufe sind in Deutschland zum Glück wieder angestiegen und lag mit über 900€ auf dem Niveau wie vor zwei Wochen. Im Ausland sahen die Zahlen hingegen noch immer nicht so pralle aus. Allein Spanien konnte zumindest noch 240€ beitragen. Die anderen Länder kamen zusammen nicht auf 150€.

Der Deutsche Nachschub ist nun wieder auf dem Weg, allerdings ging das ganze erst spät in der Woche auf die Reise, so dass der neue Bestand sich noch nicht bemerkbar machen konnten.
Anders sieht es mit meinem US Zulieferer aus.

Der US Lieferant macht mir aktuell Sorgen. Zur Erinnerung: Zu diesem Lieferant war Amko und ich Anfang des Jahres gewechselt, nachdem der alte Lieferant Probleme gemacht hatte. Die erste Bestellung war vom Service her gut, von der Qualität (der Verpackung und der Label) ausbaufähig (die Ware war wie erwartet, TipTop). Meine aktuelle Bestellung zieht sich hingegen echt wie Gummi. Eine mir zugestellte Rechnung wies nun, nach langem Warten, auch noch die falschen Inhalte auf (falsche Mengen und Variante). Alles in allem keine schöne Situation – und so langsam wird es enge mit meinem Warenbestand.

Freundschaftsdienst – Immobilien

Wie in der Anleitung schon angekündigt, war ein anderes Thema plötzlich relevant und ich musste kurz einem Freund zur Seite stehen. Was ihr nicht wisst ist, dass ich mich mit Immobilien zumindest etwas auskenne. Dies hängt mit meinem „Rente Mit 40“ Ziel zusammen, wo Immobilien eine Rolle spielen, und einem Studium an der DIA. In dieser Woche allein haben mich 3 verschiedene Freunde zu dem Thema angesprochen. Einer davon wollte nun in einem „Blasenmarkt“ eine Wohnung kaufen und ich musste ihn davon abbringen. Glücklicherweise rieten auch andere enge Vertraute ab, so dass ein klärendes Gespräch und eine Infografik die ich für diesen Zwecke erstellt habe, durch drangen.

Folgende Infografik /Entscheidungsdiagramm habe ich für ihn gebastelt:

click for bigger version – Decission Graph „Shall I buy that house/real estate?“

Klar ist, dass so ein Graph nie das komplette praktische Wissen eines Maklers, Gutachters,  Immobilienverwalters oder zumindest eines gestandenen Vermieters einpacken kann. Aber zumindest diese oben abgebildeten, wenigen zentralen Fragen sollte man sich stellen. Im konkreten Fall war nämlich klar, dass der Kauf kein „good investment“ werden würde. Auf die Frage ob die Wohnung dann die „Traumwohnung zum alt werden“ sei, kam auch keine positive Antwort. Kurz: Die Makler hatten gute Arbeit geleistet und jemanden so lange nervös gemacht und aufgeheizt, dass er sich fast für 30 Jahre verschuldet hätte mit einer Immobilie die im im Bestfall(!) 2% Rendite eingebracht hätte. Ich persönlich rechne eher mit einem stattlichen Verlust…

Das Thema beschäftigte mich bestimmt 4-6 Stunden, wenn nicht länger. Mein Freund hat nebenbei den „Notausgang“ Miete gewählt. Er mietet das Objekt erstmal – auch das ist nicht wirklich eine tolle Entscheidung, da auch die Mieten (für meine Verhältnisse) überzogen sind, jedoch sind sie immer noch das kleine Übel (Für die Kenner: Maklerfaktor ist 30!) und man kann seinen Fehler rückgängig machen und einfach ausziehen. (Ist nebenbei ein Ratschlag von Tim Ferris: Wenn Experimente, dann immer so, dass man sie Rückgängig machen kann.)

Falls jemand von euch mit dem Gedanken spielt seine Schäfchen mittels Immobilien ins trockene zu bringen, dem sei folgender Ratschlag mit auf dem Weg gegeben: Stellt sicher, dass die Investition von Anfang an eine gute ist – und nicht erst durch erhoffte(!) Miet/Wertsteigerungen der Zukunft. Das Objekt muss im Falle der Vermietung für euch Profit abwerfen oder zumindest keiner Zuzahlung bedürfen. Und ja, damit meine ich nach Kreditrate, Tilgung und Hausgeld. Geht nicht? Geht schon. Falls ihr das nicht macht, dann seid ihr die Blase. 😉 So geh ich jedenfalls an die Sache ran. Machen es Andere anders und sind erfolgreich? Bestimmt. Ich mach das nicht. Und Lotto spiel ich auch nicht als Altersvorsorge…

Soweit von meiner Seite. Ich hoffe dieser Ausflug in „benachbarte“ Gewässer hat euch nicht abgeschreckt. Ich weiß, dass Immobilien so ein Thema sind, was einige Umtreibt – insbesondere bei den niedrigen Zinsen. Aber lasst euch gerade deshalb nicht in etwas hinein hetzen, was euch die nächsten 20-30Jahre begleiten wird. (So wie der Kredit auf die Bude….)
Nächste Woche gehts dann hoffentlich wieder weiter mit Fortschritten beim FBA. 😉

Versand durch Amazon #79 – Die Achterbahnwoche

Willkommen zurück zur vollgepackten 79ten Wochen des Logbuchs. Diese Woche war eine astreine Achterbahnfahrt. Weiterlesen

Versand durch Amazon #78 – Gemischte Gefühle und Crowd Mastermind

Hallo Leute, die letzte Woche hinterlässt einen gemischten Eindruck. Ich habe einige Sachen gelernt, es gibt aber auch ein paar Enttäuschungen.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Beginnen wir mit den Enttäuschungen. Einige Produkte waren nun für ein paar Tage out of Stock.  Das hat meinen Verkäufen nicht gut getan. Insbesondere im Ausland sind meine Verkaufszahlen diese Woche im Keller: In Frankreich wurde nur 50€ Umsatz gemacht. In der ganzen Woche! Und UK? Eine glatte 0. Italien war mit knapp 200€ noch ok, Deutschland mit 720€ ebenso. Allerdings fällt es halt auf, wenn 3 Marktplätze gar nicht performen (ES, GB und FR machen zusammen 82€ Umsatz – in der ganzen Woche!).

Flaue Stimmung

Am schönen Wetter kann es nicht gelegen haben, aber meine Stimmung war diese Woche etwas mau. Mich ärgert es, dass ich mit meinen Projekten nicht so schnell voran komme wie ich mir das erhofft habe. Ein paar Beispiele:

  • Bei meinen Office Produkten habe ich den Account Manager vor 4 Wochen das erste mal angeschrieben. Erst war er in Urlaub und wollte sich zurück melden. Dann war er Unterwegs. Dann war wieder irgendwas. Das nervt schon. Ich würde fast meinen: Wenn man klein ist muss man mehr nerven, sonst bekommt man keine Aufmerksamkeit.
  • Ich habe einen RA/OA Händler angeschrieben und versucht einen Deal bezüglich Versand heraus zu schlagen. Wenn er darauf eingeht, bestelle ich in Zukunft in seinem Webshop, schicke ihm dann den FBA Versandaufkleber und die Ware geht direkt zu Amazon. Soweit die Idee. In der Praxis habe ich seit 1W keine Antwort auf meine Mail erhalten.
  • Ich versuche seit ca. 2-3 Wochen ein ernsthaftes Angebot für Luftfracht von DHL zu bekommen. Nun bin ich unter Zugzwang und werde wohl Anfang der Woche wieder einen Auftrag an Shapiro machen müssen, da alle anderen nicht aus dem Knick kommen. (Hier hat mich eingeholt, dass Amko Ende letzter Woche die Bestellung ausgelöst hat. Ab jetzt tickt die Uhr.)

Verwaltungsarbeit

Ansonsten stand diese Woche Verwaltungsarbeit an. Das erste Quartal ist vorbei und ich muss nun die Unterlagen für die USt-Voranmeldung/Abführung an meine Steuerberaterin schicken. Dabei habe ich gemerkt, dass es sich lohnt den ganzen Schlamassel kontinuierlich vorzubereiten. Also alle eingehenden Rechnungen am besten direkt zu digitalisieren und abzulegen. Ich habe dazu ein Schema genutzt wo der Dateiname so aussieht:
20170215_FirmaUndRechnungsnummer.pdf
Das Datum entspricht dem Buchungsdatum im Kontoauszug. So sind alle Files direkt zuordenbar und in der richtigen Reihenfolge.

Mir sind dabei einige Dokumente aus dem letzten Jahr aufgefallen die Amazon erstellt hat, die nicht so recht zu meiner Kleinunternehmer Status passen. Ich habe dazu den Support von Amazon um Klärung gebeten.

Wo wir gerade bei Verwaltungsarbeit sind: Wo kann man eigentlich die automatische Rechnungserstellung konfigurieren? Schreibt mir das gerne mal in die Kommentare.

Crowd Mastermind

Ich hatte ja vor 2 Wochen euch Einblick in meinen aktuellen Stand gegeben. Die Beteiligung war etwas gering, allerdings habe ich auch Ratschläge aus meiner Mastermindgruppe und von befreundeten Unternehmern erhalten. Zwei Punkte tauchten immer wieder auf:

  • Marketing (Launch, SEO, Keyword Research, Externer Traffic wie z.B. Facebook PPC, Follow Up Mails)
  • Listing Optimierung (Texte, OnSite SEO, Bilder)

Hier werde ich also mehr Zeit investieren. Ich bin total interessiert an Vorschlägen, Quellen, Material etc. was ich vertilgen kann. Schreibt mir Kommentare, oder falls ihr schüchtern seid, gern auch eine Mail. (Oder Facebook. Wobei ich da sehr sporadisch nur aktiv bin.)

Um die Themen zu adressieren habe ich bereits zwei Schritte unternommen:

  1. Ich habe ein Notizbuch angelegt, was meine Todo-Zettelchen ablöst und etwas mehr Struktur bringen soll. Und zwar habe ich das Notizbuch gegliedert in verschiedene Kapitel. Für das FBA Geschäft gibt es dabei 9 Kapitel die ich aus dem Business-Modell-Canvas entnommen habe:
    • Produkte & Marken
    • Marketing & Launch
    • Zulieferer & Partner
    • Prozesse
    • Kanäle
    • Ressourcen
    • Kundendienst
    • Kundensegmente
    • Kostenstruktur
    • Einnahmeströme
  2. Ich habe ein Ticket für die AMZCON & Private Label Days in Bonn gebucht. Ich war mir nicht sicher ob ich das Investment machen will. Allerdings gibt es da definitiv Input für meine Marketing & Listing Optimierung Ziele. Und vor Allem gibt es mehrere Vorträge zu rechtlichen Themen rund um den E-Commerce. Ein Thema was ich sonst immer recht stark vermisse wenn es um „Startups“ und „Amazon“ geht.

Am Montag/Dienstag kümmere ich mich erstmal um das Thema Fracht. Das Thema ist, da hat Amko recht behalten, immer der schlimmste Teil vom ganzen Geschäft. Man kommt sich von A-Z verarscht vor, wird immer dumm gehalten und muss das Portmonnaie aufhalten wenn mal wieder was überraschendes aufpoppt.

Versand durch Amazon #61: Anderen Amazon-Marktplätze + Monatsrückblick

Willkommen zurück zur 61ten Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche gibt es den Monatsrückblick November, es gibt Infos zum Export in andere Länder, Ärger mit der Gefahrgutprüfung und neue Motivation im Private Label Bereich. Los gehts mit der letzten Woche und dem Monatsrückblick.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Die vergangene Woche war umsatzmäßig mit etwas über 1700EUR die zweitbeste aller Zeiten. Dabei wurde zweimal die Schallmauer von 400EUR pro Tag durchbrochen. Das allein zeigt schon, dass das Weihnachtsgeschäft sich offensichtlich positiv auf mein Portfolio auswirkt. Und dies, obwohl ich keine „Geschenkartikel“ im Bestand habe. Allerdings ist dies auch nicht so überraschend, da meine Artikel eher für Feierlichkeiten und Parties benutzt werden. Kurzum: mir gefällt es. 😉
Entsprechend positiv sieht dann auch der Rückblick auf den November aus, denn vor zwei Wochen gab es ja die „beste Woche aller Zeiten“.

Das war der November

Der November begann jedoch verheerend. Ich hatte nach dem Rekordumsatz im Oktober schon die Befürchtung, dass der Ofen aus ist. Allerdings lag dies am ausverkauften Warenbestand. Sobald dieser wieder im Lager war zog das Geschäft wieder an. Vollends auf die Erfolgsspur einschwenken konnte ich dann in der dritten Woche, bei der das Ergebnis mich ungläubig zurück lies. In dieser Woche startete ich dann meine Review-Coupon-Kampagne die ich in der folgenden Woche direkt beenden konnte da Amazon seine AGBs änderte. Und zwar so, dass Coupons für Kampagnen nicht mehr erlaubt sind. Die wohl dramatischste Veränderung des Amazon Ökosystems seit Jahren. In meiner Abrechnung sah ich jedoch, dass einige Coupons eingelöst wurden. Ich wollte diese schon abschreiben, denn zur Reviews verdonnern kann man ja niemanden mehr. Jedoch habe ich seit her ein paar Reviews erhalten. Ich verbuche dies mal unter „erfolgreicher Marketing Aktion“. Ob es normale Kunden waren, oder Gutscheinbesitzer ist mir im Nachhinein auch egal. Letzte Woche (Nr. 60) aktivierte ich den Verkauf nach Großbritanien aus Deutschland heraus. In der vergangenen Woche 61 dehnte ich dies auf die restlichen Marktplätze aus. Bisher gab es keine Verkäufe, wobei sich das erklärt. Dazu unten ein paar weitere Details.

Alles in allem löst der November den Oktober als Umsatzrekordmonat ab. Mit über 5500EUR Umsatz bin ich komfortabel im Amazon Verkäufer Level 4 platziert. Jedoch nicht so weit weg von der Grenze wie der Umsatz vermuten lassen würde. Mehrfach habe ich geschrieben, dass die Konkurrenz mir bei einigen Produkten schwer im Nacken sitzt. Das hat dazu geführt, dass ich nur ca. 25% des Umsatzes als Gewinn (vor Steuern) verbuchen kann. Die Werbung nimmt davon nochmals ca. 100EUR weg. Es bleibt zwar beim Level 4, aber längst nicht so glorios wie man denkt.

Ärger mit der Gefahrgutprüfung

Wirklich sauer bin ich auf Amazons Gefahrgut-Prüfung. Ein Artikel liegt seit 2 Wochen(enden) bei mir im Keller und kann nicht verschickt werden, weil Amazon eine total unnötige Gefahrgutprüfung verhängt hat. Am selben Tag als die Nachricht hoch poppte habe ich die Unbedenklichkeitsbestätigung hoch geladen. Seit dem ist nichts passiert. Trotz Nachfrage bei Amazon passiert da einfach nichts. Besonders ärgerlich ist dies, weil es sich um einen Saisonartikel handelt der eigentlich JETZT im Regal stehen sollte. Das macht mich kirre. Ich hab den fertig etikettierten Karton ins Auto gepackt und fahre ihn jetzt mit mir rum, damit ich ihn sofort abgeben kann, sobald die Freigabe rein ist. Ihr fragt euch vielleicht wie das sein kann, dass ein unbedenklicher Artikel in die Prüfung gerät. Der Support meinte, dass dies ein Zufallsalgorithmus sei. Eventuell sind Produkttitel mit Chemisch klingenden Namen schuld. Ist aber egal. Mein Produkt geht nicht spontan in Flammen auf und gibt auch keine Dämpfe ab. Jetzt muss nur Amazon aus dem Knick kommen.

Motivationsschub für Private Label Produktsuche

Meine Mastermind-Runde am Samstag war zwar diesmal nur ein 4 Augen Gespräch, dafür aber ein Produktives. Zum einen half mir mein italienischer Kollege weiter mit dem Internationalen Verkauf, zum anderen kamen wir auf meine aktuelle Produktsuche zu sprechen. Ich wollte ein Produkt finden, welches sich nicht über den Preis, sondern über Qualität definiert. Ein Produkt also, was selbstbewusst im oberen Preissegment seiner Nische platziert ist. Jedoch hatte ich keine gute Idee. Mein Kollege hatte jedoch eine, und schlug vor, das Projekt gemeinsam anzugehen. Die Idee resonierte mit mir, da sie in einer Nische Platziert ist, die ich selbst als Nutzer kenne.

Verkauf auf anderen Amazon Marktplätzen

Nun noch etwas praktisches für die aktiven Amazon Verkäufer. Wenn ihr, so wie ich, nicht bereit seid eure Firma im Ausland zu registrieren, dann könnt ihr am Paneuropäischen Amazonnetz nicht teilnehmen. Diese Option sorgt nämlich dafür, dass eure Ware in ganz Europa verteilt gelagert wird, um dann möglichst zügig (PRIME Level) verkauft zu werden. Der Haken: Aus dem Land heraus, aus dem eine Lieferung startet, müsst ihr eine Firma haben um eure Steuern dort zu bezahlen. D.h. ihr müsstet mehrere Registrierungen z.B. in Polen, Tschechien, UK, Frankreich, Italien etc. durchführen.

Artikel aus Deutschland Exportieren

Die Alternative ist, dass ihr eure Ware exportiert. Sie bleibt weiter in Deutschland lagern, wird aber z.B. in Amazon.it angezeigt. Wie geht das? Auf Produktebene aktiviert ihr den Verkauf im Ausland, indem ihr euer Listing bearbeitet (Klick aufs Produktbild im Lagerbestand Verwalten Menü) dann dort auf den Reiter Angebot wechselt. Ihr scrollt dann nach unten und findet dort den Bereich Angebote anderer Marketplace-Sites verwalten. Dort tragt ihr euren Preis ein. Dabei beachtet ihr bitte, dass der Export ins Ausland bei Amazon mit höheren Gebühren einhergeht. Siehe Amazons Preisliste.

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Preis eintragen und fertig!

Sobald ihr Speichert (und Amazon die Daten verarbeitet hat, was ein paar Minuten dauern kann) ist euer Produkt im Ausland verfügbar.

Ist das alles?

Jein! Zum einen müsst ihr dem ausländischen Amazon Marktplatz noch eure Bankverbindung mitteilen. (Also, nur falls ihr das Geld auch ausbezahlt haben wollt was ihr dort verdient. 😉 ) Das schöne ist, dass ihr problemlos z.B. zu Amazon.it springen könnt und euch die Seite in Deutsch (oder Englisch, oder in einer der anderen Sprachen) anzeigen könnt. Das geht über die kleine Drop Down Liste, die ihr sicherlich bisher ignoriert habt:

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Deutsches Interface und Italienische Marketplace Site? Geht!

Euer Konto aus Deutschland wird euch als Option angezeigt, wenn ihr die Bankverbindung eintragen wollt. Die Freigabe eures Kontos geht dann auch entsprechend schnell, da die Daten ja alt bekannt sind.

Ihr werdet aber trotzdem erstmal nichts verkaufen. Wieso? Eure Listings wurden nur sehr rudimentär übersetzt (Google Translate Level), eure Keywords sind gar nicht erst übertragen worden und eure PPC Kampagnen gelten nur für eure Heimat-Marketplace Seite. Kurz: Eure Listings sind zwar da und könnten gefunden werden – aber sie sind so schlecht „optimiert“, dass keiner sie finden wird. Ihr müsst also die Listings überarbeiten/übersetzen und Keywords nachtragen. Das ist für 1-5 Private Label Artikel kein Ding. Für 25 Retail Arbitrage Artikel macht das allerdings wenig Spaß…

Zum Abschluss

Ein Leser (Danke Karl!) wollte meinen Blog abonnieren und fand keine Möglichkeit. Es gibt jetzt die Möglichkeit sich auf FBAinGermany.com anzumelden (siehe rechts neben dem Artikel). Bei neuen Artikeln bekommt ihr automatische eine Benachrichtigung.

Ansonsten möchte ich mich bei den Lesern bedanken die meinem Vorschlag von letzter Woche nachgekommen sind. Für alle Anderen: Falls ihr bei Amazon Weihnachtsgeschenke kauft, wäre es total super, wenn ihr einen meiner Affiliate Links benutzt. Als FBA Interessierte wisst ihr, dass Amazon sich schlappe 15% vom Umsatz als Vermittlungsgebühr abzwackt. Von diesen 15% gibt Amazon 3-8% (je nach Kategorie) an seine Affiliate Partner weiter – egal ob die genau das verlinkte Produkt kaufen oder ein Anderes. Für die Kunden, in dem Falle euch, ist das völlig unsichtbar und kostenlos. Für mich wäre es ein tolles Weihnachtsgeschenk. Hier ist ein solcher Link auf die aktuellen Angebote bei Amazon, oder ihr schaut bei meinen Buchempfehlungen. Einfach vor dem Shoppen anklicken und dann einkaufen. Danke. 🙂

Versand durch Amazon #49: Stress!

Wow, eine verrückte Woche #49 nimmt ihr Ende. Es gab Stress mit der Fracht aus Kanada und es ging weiter mit den Urlaubsvorbereitungen.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Montag und Dienstag sind traditionell meine stärksten Tage in der Woche. Umso schlimmer, dass diesmal kaum etwas passierte. Grund dafür war, dass meine gut verkäuflichen Artikel alle vergriffen waren und die Sendung vom letzten Wochenende noch nicht eingebucht war. Montag früh, noch bevor ich wieder auf Arbeit pendelte, wuchtete ich in 2 Fahrten die insgesamt 5 Pakete zum DHL Paketshop. Da die Postfiliale zu spät öffnet – und in einer Fußgängerzone liegt, habe ich einen Paketshop in einer kleinen Tankstelle gewählt. Die hatten gut zu tun die 5 großen Pakete zu verstauen.
Am Mittwoch Mittag war noch immer tote Hose. Kurz vor 14 Uhr wurden dann die Pakete eingebucht und wenige Stunden später war Ware im Wert von über 100EUR verkauft. Insgesamt war die Woche eine der besseren. Wenn Montag und Dienstag so gelaufen wären wie Mi-Fr wäre es eine Rekordwoche geworden. Was lernen wir daraus?

Habt immer mehr 5-10 Artikel mehr auf Lager als ihr glaubt zu verkaufen. Wartet nicht erst ab bis mehrere Artikel aus gehen, sondern schickt frühzeitig Nachschub.

Stress mit dem Transport aus Kanada

Das verschiffen der Ware aus Kanada lief bereits letzte Woche nicht gut. Die Commercial Invoice war erst spät verfügbar und dann musste erst einmal das Geld ankommen (in den USA war ein Bankfeiertag). Am Donnerstag entzückte mich dann ein kurzer Kommentar von Amko: „This is a clusterf**k!“

Es stellte sich heraus, dass die Rechnung einen Fehler enthielt der die Ware vom Export abhielt. Der Fehler konnte effektiv nur geheilt werden, indem der Hersteller mitspielt und wir die Transportbedingungen mit Shapiro ändern. Ich saß weit weg in Deutschland und bekam vorerst gar nichts mit, denn die Kommunikation lief komplett über Amko. Dafür war ich einerseits dankbar. Andererseits zeigte es mir, dass ich

  • noch lange nicht so cool bin wie ich mir erhoffe. Mein Puls war beim lesen des Mailverkehrs direkt auf Anschlag und der Magen etwas schwer. (Wie reagiert ihr in solchen Momenten? Cool und abgezockt oder auch eher niedergeschlagen?)
  • eine Telefonkarte brauche mit der ich günstig ins Ausland telefonieren kann. Mit meinem Mobiltarif würde eine halbe Stunde knap 45EUR kosten!

Gegen Freitag Abend klärte sich dann das Problem. Einer der Erfolgsfaktoren war, dass der Hersteller und Amko ein sehr gutes Verhältnis miteinander haben und Amko auch erfahrene Kundenbetreuer bei Shapiro kannte mit denen man nicht bei Problemen im Regen stehen gelassen wird. Allerdings wird die Ware erst frühestens am Montag auf Reise gehen.

Urlaubsvorbereitungen

Nach dem ganzen Stress machte ich mir am Samstag morgen eine Todo-Liste fürs Wochenende und legte los:

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Ich fuhr schnell einkaufen, denn einige Artikel verkauften sich seit Mittag so gut, dass ich so nicht über meinen Urlaub komme. Dann erhielt ich Post vom Finanzamt, dass ich nun eine Umsatzsteuer-ID zugeteilt bekommen habe. Diese habe ich bei Amazon eingetragen und Amazon gebeten die Rechnungen für mich neu auszustellen. (Siehe Reverse Charge vor zwei Wochen) Dann habe ich mein „Erfolgstracking“ aktualisiert. Das ist ein Spreadsheet mit den Einnahmen und Ausgaben pro Artikel. Aktuell ist dies das wichtigste Tracking-Tool für mein FBA Business. Allerdings sehr zeitaufwändig zu pflegen und fehleranfällig. Deshalb investieren ich immer wieder Zeit in die Entwicklung eines Tools, welches das File später für mich erstellt. Ich komme voran, bin aber noch bei ca. 25% des Mindestfunktionsumfangs. Ganz nebenbei muss ich mich als Hausmann auch noch um so banale Dinge wie Wäschewaschen und Bügeln kümmern.
FBA mäßig habe ich sicherlich dieses Wochenende (ohne SW-Entwicklung) ca. 4-8h investiert. Aktuell würde ich den Zeitbedarf pro Monat mit ungefähr 16h für den Basisbetrieb beschreiben und nochmals 8h-12h für das Private Label Thema.

Mich würde interessieren, wie viel Zeit ihr in euer FBA Geschäft/Hobby investiert.

Steuern & Fracht

Versand durch Amazon #47: Steuern und Fracht

Hallo Leute zur 47ten Ausgabe meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche ging es sehr technisch zu. Das Thema Steuer und „Reverse Charge“ beschäftigte mich mehrfach, außerdem muss die Fracht meines ersten Imports aus den USA geregelt werden und dann war ich auch nochmal einkaufen – groß einkaufen. Weiterlesen

Versand durch Amazon #46 – Zurück auf Normal

Hallo Leute, willkommen zurück zur 46ten Ausgabe des Versand durch Amazon Logbuchs. Die zweite Urlaubswoche war richtig gut. Leider zieht sich die USA Order immer noch hin. Weiterlesen

Rückblick Mai und Masterplan

Versand durch Amazon #35: Rückblick Mai & Masterplan

Hallo Leute und willkommen zur 35ten Ausgaben des Versand durch Amazon Logbuchs. Diesmal gibt es den Monatsrückblick Mai und Infos bei der Arbeit an der Verbreiterung meines Portfolios.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Diese Woche kann man als schwach bezeichnen. Sie begann denkbar schlecht mit 0 Verkäufen am Montag. Am Dienstag wurden dann wieder recht viele, günstige, Artikel verkauft. Mittwoch war toll Donnerstag-Samstag durchwachsen und heute – aktuell stehen noch 0 Verkäufe zu Buche. Der Start in den Juni war also alles andere als optimal. Konkurrenz auf den Listings ist zum Normalzustand geworden. Bei meinem Topseller erhalte ich die Buybox laut Statistik nur noch in ca. 40% der Fälle. Gleichzeitig ist der Preis ca. 20% niedriger als zuvor.

Wie verlief der Urlaubsmonat Mai? Schlussendlich habe ich über 2000EUR Umsatz erzielen können. Damit war der Mai der zweitbeste Monat überhaupt und das trotz des schwachen starts und den Problemen mit Preisdrückern. Jedoch ist die Frage berechtigt, was denn von so einem Umsatz am Ende übrig bleibt. Nach Abzug sämtlicher Kosten (Bestellbezogene Kosten, Amazon Teilnahmegebühr, Werbung, Versandkosten ins Lager, Produktrücksendungen) bleiben bei mir ca. 320EUR hängen. Wow… Ganz schön wenig. Zwar bin ich damit immer noch ein Level 3 FBA Händler, aber bei dem Umsatz muss mehr hängen bleiben. (Btw: Welchen Level habt ihr euch im Mai verdient?)

Woran lag die miese Ausbeute? Gut 50% meines Umsatzes geht für Amazon Gebühren drauf. Besonders ärgerlich ist dabei, dass die Produkte bei denen der Gebührenanteil geringer waren durch die Konkurrenz-Situation in die niedrigeren Preisregionen gedrückt wurden. Denn je geringer der Preis desto härter schlagen die Gebühren durch. Außerdem gehen noch 7,5% für Werbung ab. Im Mai gab es des weiteren noch eine gewisse Anzahl an Rücksendungen (was auch Grund für die verzögerte Auszahlung vor zwei Wochen war). Rücksendungen kosten Geld! Zum Einen erhaltet ihr nicht alle Gebühren durch Amazon erstattet, zum Anderen sind einige Artikel als nicht verkäuflich markiert und vor Allem müsst ihr den gemachten Gewinn an Amazon zurück zahlen.

Kevs Masterplan

„Gentleman, die Lage ist bekannt. Um das Geschäft wieder in Bewegung zu setzen müssen wir etwas ändern. Wir werden einen breiten Angriff auf Marktanteile im Arbitrage-Geschäft fahren. Wir werden dazu unser Portfolio erweitern. Ziel ist die Anzahl der Listings innerhalb eines Monats zu verdoppeln. Der Fokus liegt dabei auf Artikeln, welche für 20-50EUR verkauft werden können, um den Gebühreneinfluss gering zu halten.
Zusätzlich zu diesen Anstrengungen werden wir Artikel suchen und listen, welche individuell für uns gefertigt wurden und damit einen gewissen Schutz vor Kopierern und Preisdumpern bieten.“

Diesen Plan in die Tat umzusetzen ist das Ziel für diesen Monat. Dabei kommt mir entgegen, dass bereits 3 verschiedene Artikel aus der Kooperation mit Amko bei mir auf Halde lagen. Zwei davon sind individuell gefertigt und damit besonders interessant. Ich habe dieses Wochenende nun damit verbracht diese Artikel zu sichten und Listings zu bauen. Dabei konnte ich von den US-Listings von Amko profitieren und musste die Texte nur noch übersetzen und auf den deutschen Markt anpassen. Dabei konnte ich meine Gimp-Skills verbessern, denn ich musste nicht wenige Produktbilder bearbeiten und Beschriftungen aus dem Englischen übersetzen. Diese zeitaufwändigen Tätigkeiten hatten jedoch auch etwas Gutes, denn ich konnte an den Beispielen lernen, wie man ein Produkt aufbereitet und ein vernünftiges Listing erstellt. Des Pudels Kern ist dabei selbst für mondäne Produkte alle Eigenschaften zu beleuchten. Egal wie langweilig oder belanglos. Man kann alles nochmal verdeutlichen und als besonders wertvoll darstellen. „Ein Bleistift ist nicht einfach gelb, er hat eine auffällige gelbe Färbung damit er leicht in Schubladen wieder gefunden werden kann.“

Soweit von mir. Was kosten eure Produkte im Durchschnitt? (<12€, <17€, <25€, <35€, mehr) und welchen Verkäuferlevel habt ihr erreicht?