Versand durch Amazon #72 – Unerwartete Mastermindrunde

Hallo Leute, willkommen zurück zur 72ten Ausgabe des Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche möchte ich euch von meinen Fortschritten bei meinen Private Label Produkten erzählen und von einer unerwarteten Mastermindrunde.

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Navigationssystem für Unternehmer – Tim Ferriss‘ Fragenkatalog

Einer der letzten Tim Ferriss Podcast-Episoden die ich angehört habe befasste sich mit Fragen/Einzeilern die sein sein Leben verändert haben. Ich möchte euch die Fragen hier gern vorstellen und meine eigenen Hinweise/Interpretationen geben.

1. Was wenn ich 48h lang das Gegenteil mache?

Die Idee dahinter ist ein Klassiker: Anstatt zu tun was alle tun, sollte man sich fragen ob es in der Gegenrichtung nicht mehr zu holen gibt. Ein paar Beispiele aus dem e-Commerce:

  • Alle reden von Amazon. Was wenn ich mich statt dessen auf Ebay oder Dawanda konzentriere?
  • Alle reden von FBA. Was wenn ich mein eigenes Warenhaus aufbaue und Ware verkaufe die Amazon nicht lagern will?
  • Alle sagen, dass man Elektronik, Nahrungsmittel, Spielwaren oder Zerbrechliche Güter nicht verkaufen soll. Was wenn ich der Spezialist für z.B. Glaswaren werde?

2. Für was gebe ich viel zu viel Geld aus? Was kann ich selbst gut gebrauchen?

Diese Frage hat mit Produktfindung zu tun. Tim nutzte diesen Ansatz um sein erstes eigenes Produkt (Nahrungsergänzungsmittel bzw. Cognitive-Enhancement) zu entdecken. Denn obwohl er nicht viel Geld hatte, war er selbst bereit dafür viel Geld auszugeben. Das Internet macht es möglich Nischen zu bespielen die sonst nicht funktionieren würden. Wenn du in deinem Dorf der einzige Bodybuilder bist, klingt das nicht nach einem Markt. Durch das Internet verknüpfst du aber die Freaks aus allen Dörfern. Und plötzlich macht ein Shop für Bodybuilder, Jäger oder Piercings Sinn. Die Frage nach dem Geld ist dabei besonders wichtig. Denn wenn du z.B. Teil einer abstrusen Community bist, aber alle Mitglieder dieser Community inkl. du selbst extrem Kostensensibel sind, dann wird die Nische nicht viel Geld einbringen.

3. Was würde ich machen, wenn ich 10 Mio Dollar hätte? Was ist mein wirkliches Zieleinkommen?

Die Frage hat etwas mit Lifestyle zu tun, also indirekt mit Amazon. Nicht jeder muss versuchen FBA-Sellerlevel 8 zu erreichen. Manchen reicht es vielleicht schon jeden Monat 4000€ nach Steuern auf dem Konto zu haben. Die Idee hinter dieser Frage ist es, sich seinen eigenen Finanzbedarf zu verdeutlichen. Ich reiß das nur mal kurz an. Detailliert macht das z.B. Tony Robbins in Money, Master The Game.:

  • Schreibt euch eine Liste mit Dingen auf die ihr gern tun würdet, wenn ihr Millionär wärt.
  • Recherchiert was die Dinge tatsächlich kosten. Bezieht auch Alternativen mit ein (anstatt das eigene Flugzeug zu kaufen, kann man auch eines Chartern. Oder man fliegt „First Class“. Siehe hier)
  • Rechnet den tatsächlichen Finanzbedarf aus.

Ihr werdet feststellen, dass die Dinge die ihr als Millionär machen wollt, alle deutlich weniger als eine Million kosten. Damit könnt ihr nun euren eigenen Finanzplan aufstellen in dem FBA dann seine Rolle spielt.

4. Was ist das schlimmste das passieren kann? Kann ich wieder zu meinem aktuellen Status zurück kehren?

Das ist die Frage die man sich am Anfang einer Reise/Entscheidung stellen sollte. Was ist realistisch das schlimmste was passieren kann. Falls ihr z.B. den Sprung in die Selbstständigkeit wagt: Könnt ihr wieder zurück? Könntet ihr einen vergleichbaren Job finden wie ihr ihn aktuell habt? Wenn ja, was gibt es zu verlieren?
Wenn ihr Ware aus China importiert: Was wenn der Zoll die Ware beschlagnahmt und auf eure Kosten vernichtet? Seid ihr dann Insolvent? Wenn nein, was ist das Problem?

Es geht hier nicht darum Kamikaze-Missionen zu rechtfertigen. Ihr sollt z.B. beim Zollbeispiel immer noch versuchen alles zu tun was nötig ist, damit der Zoll keinen Grund hat die Ware zu beschlagnahmen. Es geht hier nur darum, euer Worstcase Szenario einmal zu quantifizieren.

5. Was wenn ich nur 2h pro Woche an meinem Business arbeiten könnte, was würde ich tun?

Hier geht es um die 80/20 Regel. Was sind die wirklich wichtigen Dinge in meinem Business? Was kann ich automatisieren oder auslagern? Wie kann ich mich selbst aus dem Business weg optimieren um ein System zu schaffen was Geld für mich verdient.

Für FBAler heißt das z.B. muss ich wirklich selber Labeln? Wie kann ich Nachschubbestellung oder Rechnungserstellung automatisieren? Ist es wirklich Sinnvoll das Listing ein dreizehntes Mal zu optimieren, oder sollte ich nicht lieber ein zusätzliches Produkt finden?

6. Was wenn ich es Anderen erlaube Entscheidungen bis 100, 500 oder 1000$ zu treffen?

Diese Frage betrifft Unternehmer mit Angestellten/Virtuellen Assistenten. Tim trainierte seine VAs so, dass diese Entscheidungen (z.B. Kundenrückerstattungen) selbst treffen konnten. Anfangs kontrollierte er ihre Entscheidungen wöchentlich, später monatlich. Irgendwann merkte er, dass in 99% der Fällen die Entscheidungen so gut waren, dass er nicht intervenieren muss. Dadurch konnte er sich Themen widmen, die seine Marke nach vorn bringen.

7. Was ist der am wenigsten überlaufene Kommunikationskanal?

Als Tim sein erstes Buch (4HWW) vorstellen wollte, nutzte er diesen Ansatz um mit Bloggern ins Gespräch zu kommen. Er fand heraus, dass alle versuchen mit Bloggern primär via Email und sekundär via Telefon Kontakt aufzunehmen. Obwohl er diese beiden Kanäle als seine Stärke ansah nutzte er statt dessen den weniger überlaufenen Kommunikationskanal: Er ging zu einer Messe und setzte sich da in die „Blogger-Launch“ um persönlich ins Gespräch zu kommen. Seine Kalkulation: Anstatt einer von 500 Emailschreibern wollte er lieber einer von 5 Gesprächspartnern sein.

8. Was wenn ich mein Produkt nicht direkt bewerben kann?

Als Tim sein zweites Buch (4HBody) vorstellte merkte er, dass er die Aufmerksamkeit der Medien nicht direkt bekommen konnte. Statt dessen verwendete er folgende Strategien:

  1. Lenke die Aufmerksamkeit auf Leute/Beispiele aus dem Buch.
  2. Schreibe über andere/nicht im Buch erhaltene Verrückte Sachen die nur den Spirit des Buchs teilen.
  3. Versuche einen neuen Begriff populär zu machen (er schaffte dies mit „Lifestyle Design“)
  4. Mach den Launch selbst zu einer Story und beschreibe ihn im Detail als Content für deinen Blog. (Verkauf die Story über das Produkt statt das Produkt)

9. Was wenn ich meinen eigenen realen MBA aufsetzen würde?

Die Idee des eigenen MBA beschreibt Tim auf seinem Blog. Anstatt viel Geld an einer Uni auszugeben legte er das Geld in einen Topf (Fund) den er dazu benutzte in Startups zu investieren. Dabei ging er davon aus, dass er alles Geld in diesem Topf verlieren würde (wie auch beim Studium). Sein Ziel war es statt dessen in den nächsten zwei Jahren mit dem Geld so viel über Investing zu lernen wie möglich. Sein MBA war nebenbei erfolgreich. Verloren hat er kein Geld, allerdings ging es darum etwas zu lernen. Am Ende des Artikels beschreibt er andere Fächer (statt Business) um „Real World“ Erfahrungen zu sammeln.

10. Muss ich das Geld so zurück verdienen wie ich es verloren habe?

Die Idee ist hier: Falls ein Unternehmen mal in die Hose geht, muss man nicht zwingend in der selben Branche die Verluste wieder rein holen. Tim hatte Pech mit einer Immobilie. Anstatt über Vermietung sein Geld wieder herein zu holen, hat er die Immobilie mit Verlust verkauft und statt dessen seine Zeit in etwas investiert was höhere Returns verspricht. Durchaus eine Idee die ich im Kopf behalten sollte – als e.On Aktionär… 🙁

11. Was wenn du nur „Weglassen“ kannst um Probleme zu lösen?

Die Idee dahinter ist, sich zuerst auf das wesentliche zu fokussieren und nicht zu versuchen von 0 auf 100 zu starten. Tim bringt ein Beispiel eines seiner Investment-Startups. Das Startup wurde Umbenannt und die Website musste zügig komplett umgestaltet werden. Man hatte jedoch nicht genug Kapazität um die Umgestaltung komplett vorzunehmen. Man hatte jedoch genug Manpower um Funktionen zu deaktivieren und erstmal nur die Kernfunktionalität im neuen Design anzubieten. Dadurch stieg am Ende sogar die Conversion-Rate, da Nutzer nicht von Funktionen abgelenkt wurden.

12. Welche Systeme muss ich etablieren um 4 bis 8 Wochen offline zu gehen?

Diese Überlegung ist vielschichtig. 4-8 Wochen ist lang genug um nicht dem Irrglauben zu verfallen, man könnte nach der „Rückkehr“ die liegengebliebene Arbeit aufholen. D.h. man ist gezwungen sich andere Automatismen zu überlegen. D.h. welche Dienstleistungen kann ich einkaufen, was kann ich outsourcen, was kann ich weglassen etc. um nicht selbst in den Prozess involviert zu sein.

Der Vorteil ist, dass diese System auch dann bestehen bleiben, wenn man wieder Online ist. Nur plötzlich hat man weniger Arbeit und kann sich auf die wesentlichen Dinge (Geschäftssteigerung) fokussieren.

13. Jage ich die Antilope oder die Feldmaus?

Hierbei geht es um eine Metapher: Der Löwe hat alle Fähigkeiten um eine Maus zu jagen und zu fressen. Aber sollte er das tun? Er wird davon nicht satt und am Ende verhungert der „erfolgreiche Mäusejäger“. Der Löwe sollte also ein Ziel verfolgen, was seinen Fähigkeiten entspricht und nicht zu tief stapeln.

14. Könnte es sein, dass der aktuelle Zustand eigentlich gut genug ist?

Diese provokante Frage hat etwas mit Philosophie zu tun und tritt vor allem (meiner Meinung nach) dann in Kraft, wenn die geschaffenen Assets ausreichen den eigenen Lebensstandard zu unterstützen/erhalten. Muss es dann wirklich mehr sein? Wozu? Hier ist ein Hinweis auf das Buch „First Things First“ von Covey zu empfehlen.

15. Wie würde das aussehen, wenn es einfach wäre?

Diese Frage trifft mich häufig im IT-Umfeld. Dort ermutige ich Kollegen gern die Fesseln des „war schon immer so“ abzulegen und zu fragen „Wäre es nicht schön wenn…?“. Nachdem man sich dann darauf geeignet hat, was man bräuchte damit die Aufgabe leichter zu lösen ist, fragt man dann: Und warum machen wir das nicht so?

Tims Frage hat noch einen zweiten Aspekt. Häufig denkt man für die Problemlösung zu kompliziert und unterstellt, dass die Gegenseite nicht richtig mitgedacht hat. Häufig jedoch bietet die Gegenseite einfache Lösungen an. z.B. Gesetze/Richtlinien und Auflagen. Es gibt häufig Erleichterungen für kleine Unternehmen. Anstatt also gefrustet vor der Komplexität zu kapitulieren sollte man sich fragen? Könnte es auch einfacher gehen? Hat man das vielleicht sogar berücksichtigt?

16. Wie kann ich das Problem mit Geld erschlagen? Wie kann ich „Geld verschwenden“ um meine Lebensqualität zu verbessern?

Wenn du genug Geld hast um das Problem zu lösen, hast du kein Problem. (Dan Sullivan)

Am Anfang der Karriere investierst du Zeit um Geld zu verdienen. Wenn du deine Goldader gefunden hast und plötzlich Geld verdienst, dann solltest du das Geld einsetzen um Zeit frei zu schaufeln. Tim nutzt diese Frage in seinem täglichen Journal um nicht in die Details von Problemlösungen gesaugt zu werden, die einfach nur seine Zeit fressen.

17. Keine Eile, Keine Pause

Anstatt sich abzuhetzen um dann dringend benötigte Pausen einschieben zu müssen, ist es effektiver langsamer und kontinuierlich voran zu gehen. Also im übertragenen Sinne: Anstatt eine 5 km Strecke in 100 m Sprints mit zwischen geschobenen Pausen zu bewältigen, ist es besser einfach locker die 5 km zu joggen ohne anzuhalten.

Das Gleiche gilt für den Bau eures Geschäfts.

Hier ist noch der Link zur Podcast-Episode von Tim. Ich hoffe der Artikel war interessant für euch. Gebt mir gern Feedback ob ihr solche Inhalte für den Blog sinnvoll findet. An dieser Stelle sei auch nochmal auf den Artikel zum Thema Zeitmanagement hingewiesen.

Versand durch Amazon #71 : Detailplanung

Hallo Leute, willkommen zur 71ten Ausgabe des Versand durch Amazon Logbuchs. Ich habe diese Woche wieder Fortschritte bei meinen Private Label Projekten erzielt und das hat viel mit dem Titel dieser Woche zu tun: Detailplanung.

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Versand durch Amazon #70 – Auslandsrechnungen und Private Label Planung

Willkommen zurück zur 70ten Ausgabe meines Logbuchs. Diese Woche brachte eine Neuheit: Ein Kunde aus dem EU Ausland wollte eine Rechnung. Verrückt! 😉 Und nun?

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Versand durch Amazon #69 – Messebesuch

Eine sehr interessante Woche ging gestern zu Ende. Erstmals war ich als Unternehmer bei einer Messe. Dabei sah es anfangs fast so aus, als ob ich krankheitsbedingt zu Hause im Bett bleiben musste.

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Versand durch Amazon #68 – Angriff der Grippeviren

Hallo Leute, verschnupfte Grüße zur 68ten Ausgabe des Versand durch Amazon Logbuchs. Ein Gripperückfall hielt mich diese Woche in Schach. Allerdings gab es auch wieder positives zu berichten.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Die Umsätze diese Woche lagen bei 540€,  davon nur(!) 358€ in Deutschland. Aktuell hält mich das Ausland gerade so im schlechten Bereich, kurz oberhalb von katastrophal. Das Jahr 2017 hat also nun, nach 3 Wochen kann man das sagen, einen verkorksten Start hingelegt. Nächste Woche gibt es die Januarzahlen. Ich hoffe bis dahin erholen sich die Zahlen noch etwas.

Angriff der Grippeviren

Etwas erhohlen musste ich mich ebenfalls. Ich konnte es nicht erwarten endlich wieder MMA/Grappling in Berlin zu machen. Das Training am Mittwoch war wohl etwas zu anstrengend und bereits am Abend (2h nach Trainingsende) schlug die Grippe zu. (Und dabei hatte ich mich im Dezember extra noch impfen lassen…) Erst am Sonntag war ich wieder gut drauf.

Besonders ärgerlich war dies, da ich Dienstag/Mittwoch (früh) richtig produktive Tage hatte. Ich hatte neben diversen privaten organisatorischen Dingen alle Preise gecheckt und aktualisiert. Leider hatte sich dies nicht direkt auf die Preise ausgewirkt. Die Dienstag, Mittwoch und Sonntag  Arbeitssessions waren dann auch der positive Lichtblick diese Woche. Wenn man Dinge erledigt bekommt ist das einfach ein gutes Gefühl.

Auffüllen von einigen Lagerbeständen

Am Sonntag war ich dann soweit fit, dass ich zwei Sendungen zu Amazon fertig gemacht hatte. Ich vermied es die Ware selbst zu Labeln (ich muss ja niemand anstecken…) sondern schlichtete die ganzen Kartons nur um und bezahle für das Labeling.

Revitalizing Private Label Produkte

Meine Private Label Produkte verkaufen sich kontinuierlich, wenn auch langsam. Vor einiger Zeit hatte ich bereits ca. 1/3 der  Ware von Amazon remittiert um andere Stückelungen zu testen und Sets zusammen zu stellen. Ich nutzte die Zeit am Wochenende um dieses Thema zu planen.

Soweit von mir. Nächstes Wochenende geht es für mich nach Frankfurt zur Creative World.  Darauf freue ich mich bereits und hoffe bis dahin wieder vollständig gesund zu sein.

Bleibt gesund!

Versand durch Amazon #67 – Planung für mein Messejahr und Impressumslink

Hi Leute, willkommen zum 67ten Logbucheintrag. Diese Woche bot gute und mittelmäßige Neuigkeiten. Amazon überaschte mich aber mit einer neuen Funktion am Impressum. Weiterlesen

Versand durch Amazon #66 – Nachschub, Recycling und Remission

Hallo und willkommen zurück zum 66ten Logbucheintrag. Diese Woche ist nochmal richtig viel passiert, und es gibt Neuigkeiten für euch. Ich habe einen neuen Grundlagenartikel zum Thema „Retourenabwicklung mit Versand durch Amazon“ geschrieben. Schaut da gern mal rein.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Die erste Woche 2017 verlief so schlecht wie die letzte 2016. Über alle Marktplätze wurden nur 550EUR Umsatz gemacht, 20% davon im Ausland. Es gab sogar mit dem Samstag wieder einen Nullertag. Eine Vermutung wieso es so zäh läuft ist, dass ich bei meinen gut laufenden Artikeln out of Stock bin. Deshalb habe ich da diese Woche auch Abhilfe geleistet.

Am Dienstag war ich wieder groß einkaufen und habe knapp 500EUR in RetailArbitrage Ware gesteckt.  Als ich das ganze Zeug dann – nach mehreren Stunden arbeit in meinem kalten Keller – endlich in Kisten verpackt hatte, durfte ich feststellen, dass eine davon >30kg wog. Also hab ich das ganze nochmal umgepackt. Da ich diesmal zu Hause war, habe ich von DHLs Abholservice Gebrauch gemacht. Sehr praktisch. Leider war die Zeit im Keller genug um mir eine Erkältung einzufangen. Die schlich sich von da ab langsam an mich heran, um mich dann am Samstag/Sonntag etwas nieder zu raffen. Folge: Ich hab zwei Rechnungsanforderungen erst nach >24h beantwortet. Schauen wir mal ob da was passiert. Zumindest hab ich dadurch jetzt eine gelbe Lampe in den Verkäuferleistungen.

Umstellung der Versandeinstellungen

Wenn ihr einen Account habt, wurdet ihr vielleicht auch von Amazons Nachricht überrascht, dass die Versandeinstellungen für euer Konto umgestellt werden sollen. Bei mir soll das am 12.01.2017 stattfinden. Das Thema ist für reine FBA Händler, also Leute die nicht selbst Pakete verpacken und zum Kunden schicken (FBM), uninteressant. (Seid ihr anderer Meinung? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.)
Es könnte allerdings sein, dass diese Umstellung für uns FBAler sogar positive Effekte hat, denn für FBM Händler werden die Bedingungen etwas schlechter. (Warum?: Amazon ist bei den neuen Lieferzeitangaben für FBM deutlich defensiver als bisher. Standardversand ist zukünftig mit „2-3 Werktage“ statt „1-3 Werktage“ gekennzeichnet. Und das obwohl die deutsche Post im schnitt bereits nach 1 Tag liefert. D.h. die Lieferzeitangabe für FBM sieht zukünftig schlechter aus als sie ist. Absicht? Hmm… Siehe dazu auch der Beitrag auf Wortfilter)

Recycling – Anmeldung für das Duale System

2016 ist vorrüber und damit ist jetzt genau die richtige Zeit sich dem Thema Recycling und Duales System nochmals zu zuwenden. Ihr habt jetzt noch die Zeit die Abfallmengen für 2016 nachzumelden und Lizenzen zu kaufen. Wie letztes Jahr geschrieben, bin ich bei Usepack. Ich hab nochmal nachgeordert und bin bei ca. 25kg Plastik und 25kg Karton angekommen. Ich hab zu diesem Zweck die Abfallmenge aller Artikel pro Einheit kalkuliert und dann mit den gesamten Mengen die ich 2016 verkauft habe multipliziert. Außerdem solltet ihr noch die Transportverpackungen (Kartons in denen ihr die Ware an Amazon schickt) aufschlagen.

Remissionsfail

Von meinem Private Label Produkt habe ich noch einiges an Ware auf Lager. Bisher hatte ich das letztendlich gefertigte Produkt nie in Händen gehalten, deshalb habe ich von Amazon ein paar Exemplare via Remission an mich zurück schicken lassen. Meine Idee war, dass ich die (nach kurzer Inspektion), z.B. zu Sets kombiniere und dann wieder einschicke. Ich bestellte 80 Einheiten, was knapp unter 50kg ausmacht.  Eigentlich nichts besonderes, wenn man überlegt, dass ich regelmäßig >70kg Ware an Amazon schicke. Nur habe ich diesmal einen Fehler gemacht: Ich habe vergessen wie voluminös die Sendung wird! Amazon hat deshalb meinem Auftrag entsprochen und eine Palette mit 1,5 KUBIKMETER Ware fertig gemacht! Als ich den Brief der Spedition im Briefkasten hatte musste ich erstmal schlucken. Ich wohne in einer Stadtwohnung. D.h. die Palette wird mir am Freitag unten auf den Gehweg gestellt und ich muss schnellstmöglich die Ware ins Haus schaffen.

Wow… Coole Action Kevin….

Soweit von mir. Wie ist euer Start ins neue Jahr verlaufen? Habt ihr auch schon Mal ne Palette vor die Tür gestellt bekommen? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen.

Versand durch Amazon #65: Jahresrückblick 2016

Hallo Leute, gesundes Neues Ich war in Dresden und hab stilecht in Smoking und Fliege das Jahr begonnen. Deshalb bin ich etwas spät dran. Heute möchte ich die letzte Woche des Jahres und das gesamte Jahr 2016 einmal Revue passieren lassen. Traditionell beginnen möchte ich mit dem

Bericht zur  Lage des Verkaufs

Was für eine Woche! Die schlechteste im zweiten Halbjahr. An zwei Tagen wurde in Deutschland jeweils nur 1 Artikel verkauft und am 31.12. sogar gar nichts. Also Nullertag!? Nein. Denn dank der anderen Marktplätze sah es etwas besser aus. Insgesamt sind 470 EUR zusammen gekommen. Nur mal so zum Vergleich: Das ist 1/4 des Umsatzes der aktuellen Rekordwoche. Ohne die europäischen Marktplätze wäre es die schlechteste Woche seit März geworden.

Meine Werbeaktion mit 10% Rabatt hat exakt 0 zusätzliche Verkäufe eingebracht. Schuld ist vermutlich zweierlei:

  1. Mein Mangel an Marketing für die Aktion. Hier wäre Facebook Werbung hilfreich gewesen (vermute ich)
  2. Amazons mangelhafte/dezente Hinweise auf die verfügbaren Rabatte.

Rückblick auf das Jahr 2016

1. Der Amazon-Shop

Meine Kennzahlen gingen kontinuierlich nach oben. 2016 war ein sehr gutes Jahr für mich und ich werde deshalb 2017 auch kein Kleinunternehmer mehr sein. Hier ein paar Zahlen.

Warensortiment/Portfolio: Am Jahresanfang hatte ich 7 verschiedene Listings am laufen (das ist nicht viel wenn man Arbitrage Handel macht. Private Label Händler haben hingegen meist erstmal nur 1 oder 2 Listings.) Im Jahresverlauf erreichte ich 41 Listings, bin aber seit dem auf ca. 35 zurück gegangen. 1/4 meiner Artikel waren dieses Jahr allein für 80% meiner Gewinne verantwortlich, 1/3 meiner Produkte war für 80% meines Umsatzes verantwortlich. Zu letzterer Kategorie gehören auch die Private Label Produkte.

Umsatz: Der Umsatz lag im Januar/Februar pro Tag bei ca. 25 EUR und 2-3 Artikeln. In den 8 Wochen vor Weihnachten lag er hingegen bei knapp unter 180 EUR und 17 Artikeln! Wenns nach mir geht, darf das gern so weiter gehen. 😉 In Summe habe ich 2016 über 3.400 Artikel verkauft und mehr als 34.000 EUR Umsatz gemacht. Damit habe ich die Kleinunternehmer-Schwelle von 17.500 EUR deutlich übertroffen.

Verkäufe in anderen Marktplätzen:  Im Dezember habe ich dann den Exportmodus (Verkauf aus Deutschland ins EU Ausland) aktiviert. Insgesamt habe ich seit dem rund 130 GBP und 214 EUR, in Summe ca. 367 EUR, verdient. Damit stammen ca. 1% der Umsätze aus anderen Marktplätzen.

Produkte: Das beste Produkt hat dieses Jahr allein über 1100 EUR Gewinn erzielt. Das schlechteste Produkt kostete mich am Ende 6 EUR mehr als ich eingenommen habe. Wobei ich das auf eigene Dummheit und nicht auf das Produkt schiebe. Das vermutlich wirklich schlechteste Produkte wird vermutlich (knapp) Gewinn erzielen, verkauft sich aber wie Sand in der Sahara… (es ist ein gebrauchtes Buch…)

2. FBAinGermany Blog

Was mich wirklich umhaut seid IHR! Jawohl IHR. Ich schreibe seit Oktober letzten Jahres. Hauptsächlich schreibe ich hier eine Art Tagebuch. Und es werden mehr und mehr Leser: Anfang des Jahres hatte ich ca. 100 Leser pro Tag und 18 Kommentare insgesamt. Im Schnitt lesen jetzt  über 280 Leute pro Tag den Blog, zu 80% aus Deutschland gefolgt von 6% Österreichern (Schweiz und USA folgen gleichauf). Der verrückteste Tag war dabei der 22. November wo über 700 Leute den Blog besucht haben.
2016 wurden 312 Kommentare geschrieben und mir dabei wirklich nützliche Tipps gegeben. Danke Euch dafür!

Gibt es Einnahmen aus dem Blog? Nicht wirklich. Ich warte noch darauf, dass die Affiliate Auszahlungsschwelle erreicht wird. 😉

Was waren die am meisten gelesenen Artikel/Seiten? Wenig verwunderlich die Grundlagenartikel. Allerdings taucht auch ein Logbuchartikel auf:

  1. Sourcingstrategien für FBA
  2. Das FBA Geschäftsmodell
  3. FBA Verkäuferlevel
  4. Logbuch #4 – Verpacken&Etikettieren

Die Meisten Kommentare (16) gab es bei Logbuch #9 (Erster Kontakt mit Lieferanten).

Ziele

Nachdem wir einen Blick zurück geworfen haben ist hier der Richtige Ort sich Gedanken über die Zukunft zu machen.

FBA Shop & Unternehmertum

  • Ich werde zum Jahresende 2017 den FBA-Level 5 mindestens zwei Mal erreicht haben.
    Mit meiner aktuellen Marge muss ich dazu ca. 12.000 EUR Umsatz machen, was eine Verdopplung zu heute darstellt.
  • Insgesamt werde ich mehr als 75.000 EUR Umsatz machen. Um dies zu erreichen muss ich neue Produkte verkaufen, denn die aktuellen werden nicht mehr viel Steigerungspotential haben.
  • Ich werde ein selbst entwickeltes Private Label Produkt verkaufen.
  • Ich werde die anderen mit Amko entwickelten Produkte verkaufen.
  • Ich werde an Fachmessen teilnehmen um Produktideen zu bekommen.

FBAinGermany.com

Damit ich 1000 Views pro Tag erreiche, werde ich

  • jede Woche einen Artikel veröffentlichen.
  • Zusätzlich mind. 1 Artikel/Seite pro Quartal zu einem speziellen Thema veröffentlichen. (Wie z.B. der Artikel zu den Codes und Nummern; Falls ihr Vorschläge/Wünsche habt, dann postet die gern in die Kommentare.)
  • jeden Tag mind. 1 hilfreiche Antwort in einer der FBA Facebook Gruppen geben.

Soweit von mir. Was sind eure Ziele für 2017? Lasst es mich gern via Kommentar wissen.

Versand durch Amazon #64 – Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten 2016! Willkommen zum 64ten Logbucheintrag.
Diese Woche hatte ich Urlaub und konnte vor Weihnachten noch ein paar Arbeiten am Shop erledigen. Allerdings bestätigten sich meine Prognosen zum Umsatz…

Bericht zur Lage des Verkaufs

Zuerst die gute Nachricht: Ich habe an jedem Tag – also auch am 24. und 25.12. Umsätze erzielt. Yeah! Allerdings nur 1/3 von den Umsätzen der Vorwoche. Schlechtester Tag war, überraschenderweise, Mittwoch der 21.12. mit nur 1 Artikel. Allerdings ist das nur DE. Im restlichen Europa kamen nochmals etwas über 70EUR dazu.

Ich tracke regelmäßig auch meine Erfolge bei Amazon in dem ich die Transaktionsberichte von Amazon auswerte. Dabei hörte ich diesmal ein lautes Klatschen. Das kam von einer ruckartigen und reflexartigen Bewegung meiner Handinnenseite (Palm) in mein Gesicht (Face). In der Fachsprache nennt man das Facepalm. Hintergrund:

Ich hatte in den letzten Wochen ja mit Amazon gerungen, dass ein Saisonartikel endlich freigeschaltet wird. Ich hatte den Artikel aber ursprünglich nur „mal schnell“ angelegt, später dann die Texte noch etwas ausgeschmückt und Bilder hinzugefügt. Vergessen hatte ich, meine Preiskalkulation nochmal zu verifizieren. Um es kurz zu machen. Nach 20 verkauften Einheiten standen 5EUR Miese(!) zu Buche. Ich darf gar nicht drüber nachdenken… sonst trifft mich meine Hand gleich wieder.

Private Label Front

Um den Abverkauf vor Jahresschluss noch etwas anzukurbeln habe ich eine Rabattaktion eingerichtet. Meine Kunden erhalten so 10% Preisnachlass auf bestimmte Varianten. Ich habe die Aktion auf Schnäppchenseiten verbreitet, allerdings bin ich mir nicht sicher, ob von dort Traffic kam. Facebook wäre eine gute Idee gewesen, allerdings hatte ich nicht den Nerv dazu mich in das Thema auch noch einzuarbeiten. Das muss aber kommen. Wer hier gute kostenlose Quellen/Tutorials kennt, möge das bitte in die Kommentare schreiben.

Außerdem habe ich die lange angekündigte Mailaktion an meine Kunden angeleiert. Ich mache das von Hand und habe an Kunden die ein bestimmtes Produkt gekauft haben eine Mail via Amazon verschickt. Ich habe mich nochmals bei ihnen bedankt, sie auf die mittlerweile erhältliche kostenlosen AddOns hingewiesen, sie über die Rabattaktion informiert und, falls sie ihre Rechnung verlegt haben, angeboten ihnen die Rechnung nochmals zukommen zu lassen.

Außerdem habe ich noch weitere Übersetzungen beauftragt. In Summe kann ich jetzt in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland verkaufen. Großbritannien ist das Revier von Amko.

Am Dienstag gab es dann noch ein längeres Skype-Telefonat mit einem Händlerkollegen aus der Mastermindgruppe zu einer gemeinsamen Produktidee. Aus den angedachten 60 Minuten wurden schnell 2,5h. Aber wir haben so ein gemeinsames Verständnis wie wir weiter vorgehen wollen.

Soweit von mir. Ich hoffe ihr habt schöne Feiertage. Falls ihr Interessante News, Tipps und Tricks etc. zum e-Commerce (mit Amazon) habt, dann lasst es mich wissen. Am Besten via Kommentar oder auf Facebook.
Falls ihr bestimmte Inhalte sucht/vermisst dann gebt mir gern auch bescheid.