Schlagwort-Archive: Versand durch Amazon

Versand durch Amazon #108: Markeneintragung

Willkommen zurück zur 108ten Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche erhielt ich nachricht von Europäischen Patentamt in Spanien und es gab Hektik zum Ende hin. Doch zuerst ein Blick auf den

Bericht zur Lage des Verkaufs

Mit knapp unter 1900€ war diesmal wieder etwas weniger los. Dabei war Deutschland mit fast 1500€ sehr solide unterwegs. Jedoch lagen die anderen europäischen Marktplätze doch arg weit zurück. In Summe brachten diese gerade so über 400€ zusammen, wobei Frankreich davon über die Hälfte beisteuerte.

Bericht vom Europäischen Patent- und Markenamt

Diese Woche erhielt ich elektronische Post vom EUIPO. Ich hoffte darauf, dass es keine Anfechtung oder dergleichen sei und checkte erst am stürmischen Wochenende die Website. Zu befürchten hatte ich nichts. Beide Marken waren erfolgreich eingetragen worden. Ich konnte also beruhigt zu meiner Konferenz nach Dublin fliegen.

Private Label Projekt

Gleich vorab eine etwas weniger gute Nachricht. Ich habe mich ja für den Zug statt für die Seefracht entschieden. Leider heißt das nicht, dass auf mein Kommando hin der Zug beladen und die Ware auf die Reise geht. Nein, der Zug war für die nächsten 2 Fahrten komplett voll, so dass er erst kommende Woche mit meiner Ware auf die Reise geht. Die Ware wird trotzdem noch im November ankommen und somit Anfang Dezember (auf Holz klopf) bei Amazon sein.

Die oben erwähnte Konferenz in Dublin ist für mich der nächste Meilenstein und spielt eine gewisse Rolle für den Produktlaunch. Unter der Woche war meine Vorablieferung aus China angekommen und wartete bei einem Nachbarn. Ich besorgte aus dem Fachhandel kleine Verpackungen um mehrere Exemplare als Testset zu bündeln und mit zur Konferenz zu nehmen. Ich reizte die Gepäckgewichtsgrenze maximal aus und nahm alles mit was ging. In Summe habe ich 40 Testsets und weit über 100 Flyer für mein Produkt dabei.

Ich brach gegen 14Uhr bei meinen Eltern auf um nach Berlin zum Flughafen zu fahren. Die Nacht war stürmisch aber ich dachte mir dabei nichts. Ich realisierte erst, dass es Probleme geben könnte als ich meine Freundin am Bahnhof absetzte und sie mir kurz später schrieb, dass kein Zug fahren würde. Ich holte sie wieder ab um sie auf dem Weg zum Flughafen näher an ihrem Wohnort abzusetzen – und fuhr direkt in einen Stau wegen umgestürzten Bäumen.

Nach 1,5h im Stau war mein Puffer für die gemütliche Anreise aufgebraucht und ich sah innerlich schon meinen Flieger ohne mich abheben und meine Planung für den Produktlaunch in Gefahr. Dann ging es endlich vorwärts. Ich möchte nicht näher auf die Fahrt eingehen, allerdings war ich gut 30Min schneller als mein Navi vorhersagte. Meine Freundin fand auch glücklich den Weg nach Hause – also alles in Allem nochmal gut gegangen.

Auf dem Flug lernte ich andere Konferenzteilnehmer kennen und konnte schon einmal kurz mein Produkt vorstellen. Soweit von mir. Ich hoffe nächstes Mal berichten zu können, dass alle Testsets reisenden Absatz gefunden haben und ich mich kaum des Ansturms erwehren konnte. 😉

 

Versand durch Amazon #107: Alle Stränge zusammen führen

Hallo Leute, willkommen zurück zum 107ten Logbucheintrag. Diese Woche war es nun endlich Zeit alle Vorbereitungen und Verhandlungen abzuschließen, damit dem Produktlaunch aus der Richtung keine Überraschungen drohen.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Amazon hatte mir die Arbeiten beim Berichten der Zahlen der letzten Woche bisher etwas vereinfacht, da ich die um Statistikwidget auf der Startseite von SellerCentral ablesen konnte. Heute allerdings geht das nicht, denn man hat eine neue „verschlechterte“ Version hoch geladen die nicht die Zahlen von Gestern enthält sondern den 7-Tageszeitraum davor. Würde ich als Bug bewerten. Aber davon will ich mich nicht aufhalten lassen. Hier also die handgeschöpften Umsatzzahlen:

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Versand durch Amazon #106: Monatsrückblick September

Hallo Leute, willkommen zur 106ten Ausgabe meines Versand durch Amazon Logbuchs. Heute gibt es wieder ein kurzes Update meines Fortschritts und ein paar Zahlen. Vor Lauter schreck über den Urlaubsausfall hatte ich vergessen den September zu rekapitulieren. Weiterlesen

Versand durch Amazon #103: Fabrikbesuch

Hallo Leute, willkommen zurück zur 103ten Ausgabe meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche startete mit einer „glücklichen Fügung“. Aber bevor ich esoterisch werde, hier erstmal der

Bericht zur Lage des Verkaufs

Diese Woche blieb, wie die letzten Wochen vorher, stark. Die ausländischen Märkte spielten wieder recht durchschnittliche Umsätze ein und kamen in Summe auf 750€. Stärkster Marktplatz war dabei Italien mit „underwhelming“ 360€.
Am Mittwoch schlug in Deutschland der Umsatz-Drehzahlmesser nach oben aus: Am Ende des Tages standen 577€ zu buche. Donnerstag lag mit 382€ ebenfalls gut auf Kurs. Die restliche Woche war dann aber wieder etwas unspektakulärer und am Ende kamen nicht ganz 1600€ zusammen. In Summe kamen über 2300€ zusammen, was recht gut ist aber auch nicht umwerfend.

Fabrikbesuch

Eingangs erwähnte ich eine glückliche Fügung. Und die kam so:

Ich fuhr Montag früh gerade Richtung Arbeitsplatz (wie ihr wisst habe ich einen Vollzeitjob in der IT Branche. Amazon mache ich nur OnTop) als mein Telefon klingelte. Am anderen Ende war der Verpackungsfabrikant mit dem ich am Freitag telefoniert habe. Er meinte, dass das alles keinen Sinn machen würde, er aber trotzdem irgendwie gefallen an der Fingerübung gehabt hätte und er deshalb für mich eine Verpackung gebastelt hätte. Aber wirtschaftlich wäre das alles nicht. Da bei den kleinen Stückzahlen das ja nicht mein Hauptgewerbe sein kann, fragte er mich was ich hauptberuflich mache. Ich sagte IT zeug. Als Antwort kam: „Na pass auf, wir machen einen Deal. Wenn es finanziell nicht klappt mit dem Projekt, dann organisierst du mir ein Redesign meiner Website und dann geht das schon irgendwie.“ Genial, denn eine Website erneuern ist für mich leichter organisierbar als eine Verpackung in wenigen Wochen auf die Beine zu stellen. Wir vereinbarten ein treffen am Freitag. Ich fragte wo die Fabrik sei. Als er die Lage beschrieb, stellte ich fest, dass sie mehr oder weniger direkt auf dem Weg liegt den ich eh jeden Freitag fahre. Krasser Zufall!

Nächste glückliche Fügung war, dass während der Woche ich von einer anderen Firma auch Angebote für die Verpackung erhielt. So hatte ich nun plötzlich zwei Optionen und konnte etwas entspannter am Freitag zur Fabrik fahren. Nicht so Glücklich war ich hingegen über die Erkältung die ich mir diese Woche einfing. Aber was soll man machen…?

Am Freitag fuhr ich dann zur Fabrik. Selbige war auf den ersten Blick nicht zu finden. Ich parkte vor einem größeren Haus und fragte einen Nachbarn. Der sagte, ich stünde direkt davor. Die Fabrik war ein kleiner Familienbetrieb. Die Herstellung erfolgt im Erdgeschoß des Familienhauses. Ich klingelte und trat ein in einen kleinen hoch spezialisierten Betrieb. Die Maschinen waren neu und für mich als Laien war sah alles erstmal sehr interessant aus. Der Chef führte mich ins Büro wo diverse Prototypen und Ausschnitte für andere Kunden herum standen. Einige lokale Marken kannte ich. Der Betrieb ist spezialisiert auf Vollkarton-Verpackungen. Der Chef zeigte mir seine Idee und wir fachsimpelten was geht und was nicht. Alles in allem ein sehr gutes konstruktives Gespräch. Der Preis pro Stück war durchaus vertretbar – klar, die Werkzeugkosten jagen den Preis in eine Richtung die kein „Schnäppchen“ mehr ist, aber irgendwie kann das klappen. Der Knaller für mich war aber ein weiterer Zufall. Der Chef zeigte mir eine kleine Maschine die er sich zugelegt hatte um Banderolen zu machen. Banderolen sind Papierbänder die um Kartons oder mehrere Einzelstücke herum gebunden werden. Das Ding machte das automatisch und in Sekundenschnelle. Über eine Banderole dachte ich auch schon nach als ich ein Probierset zusammen stellen wollte. Mit dem Automat rückt das in greifbare Nähe. Alles in allem ein guter Trip.

Ich verließ mit dem Prototypen und Materialproben den Betrieb und machte mich auf die Heimreise. Nächste Aufgabe ist nun zu entscheiden, wie die Verpackung schlussendlich aussehen soll.

Sonstige Arbeiten

Am letzten Wochenende baute ich wieder Nachschub zusammen, der sich aber diese Woche vorerst nur in meiner Wohnung bemerkbar machte. An diesem Wochenende fand ich dann die Zeit und baute und verschichte die Sendung. Da ich vor habe in zwei Wochen einen kurzen Erholungsurlaub in Ägypten zu machen, kam der Nachschub ganz gelegen. Im selben Zuge bestellte ich auch über meine Kanäle direkt bei meinem Hersteller für Handelsware Nachschub. Leider war mir der Bestand einer Ware nämlich aus den Augen geraten und zwischenzeitlich trocken gelaufen. Ende der Woche ist das Problem dann auch beseitigt.

Soweit von mir. Ich hoffe der Beitrag hat euch wieder gefallen. Wie ist bei euch so der Fortschritt? Lasst es mich in den Kommentaren wissen. Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Bleibt gesund!

PS: Social Media ist ja nicht wirklich meine Stärke. Falls ich FBAinGermany gut findet und ihr den ein oder anderen Beitrag anderen weiterempfehlen wollt, wäre das echt cool. Ein bisschen extra Reichweite kann nicht schaden. Danke euch dafür!

Versand durch Amazon #102: Die nächste Hürde

Hallo Leute und willkommen zurück zur 102ten Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. Letzte Woche nahm ich eine weitere Hürde auf dem Weg zum Release meines ersten komplett selbst erdachten Produkts. Allerdings nicht die letzte, wie sich diese Woche zeigte. Zuerst gibt es aber wieder die Verkaufszahlen der letzten Woche im

Bericht zur Lage des Verkaufs

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Versand durch Amazon #101: Geschichten aus der Unternehmerwelt + Rekordwoche

Vor zwei Wochen gab es bereits einen Blogpost zum Thema Herzinfarkt – diese Woche gab es erneut etwas zu lernen. Deshalb dürft ihr wieder gespannt sein auf eine kleine Kurzgeschichte aus der Welt des Unternehmertums. Doch zuerst gibt es wieder Zahlen:

Bericht zur Lage des Verkaufs

„WTF!? Was ist den hier los!?“ So ungefähr muss man sich meine Überraschung vorstellen, als ich am Dienstag einen Blick auf die Amazon Zahlen aus Deutschland  warf. Mit 667€ gab es einen neuen Tagesumsatzrekord. Damit war klar, dass die Woche schon mal nicht komplett ins Wasser fällt. Am Montag gab es nämlich bereits über 300€ Umsatz. Am Donnerstag kamen nochmals 450€ dazu. Nach Abschluss der Woche hatte allein der deutsche Marktplatz über 2000€ Umsatz generiert. Die anderen Länder performten nicht so toll, brachten aber trotzdem 700+ € ein. Am Ende stehen glatte 2750€ Umsatz zu buche. An der Werbung kann es nicht gelegen haben, denn meine Kampagnenkosten lagen nur bei 130€ (Zugeschriebener Umsatz stand heute: Über 740€ aka ACOS von 17,5%). Damit steht nun eine neue Rekordwoche!
Solche Woche bis Weihnachten wären top. 😉

Geschichten aus der Unternehmerwelt: „Nicht aus der Ruhe bringen lassen“

Vor zwei Wochen beschrieb ich, wie fast mein Private Label Projekt durch den Hersteller beendet worden wäre. Seit dem wisst ihr, dass die Konditionen nun etwas schlechter sind und ich mich selbst um Verpackung und Verpacken kümmern muss.

Seit einem Tip hier in den Kommentaren arbeite ich mit dem Lebenshilfe e.V. hier in Chemnitz zusammen. Ich lagerte dort hin bereits ein paar Konfektionierungsaufgaben aus und war bisher mit Preis und Leistung auch zufrieden. Nachdem der Projektstopp abgewendet war, war für mich also sofort klar, dass ich erneut bei der Lebenshilfe anklopfe und dort um ein Angebot bitte.

Mein letztes Angebot war sehr simpel. Ich konnte exakt alle Handgriffe beschreiben, hatte sie zuvor selbst auch schon mehrfach gemacht und wusste wie lange die Arbeit bei mir dauert. Ich addierte einen guten „Sicherheitspuffer“ auf die Zeit und war der Meinung zu wissen wie lange die Mitarbeiter im Verein ungefähr brauchen würden. Als ich das Angebot erhielt konnte ich so ungefähr den internen Stundensatz errechnen – ob der stimmt ist eine ganz andere Frage. Aber ich war mit den Zahlen im Reinen. Für das neue Angebot überlegte ich wie lange ich brauchen würde, schlug wieder Pufferzeiten auf und kalkulierte mit dem Stundensatz vom letzten Mal, dass ich knapp 1200€ bezahlen müsste. Das war alles irgendwie noch abbildbar. (Hier schlägt sich die recht „hohe“ Mindestbestellmenge einmal positiv nieder. 1000€ klingt viel, aber wenn man über 1000 Sets verpackt relativiert sich das schon wieder.)

Nach gefühlt recht langer Bearbeitungszeit erhielt ich dann das Angebot. Ausgewiesen waren Preise für jede der 4 Set-Typen (ich plane kleine, normale, große und riesige Sets). Das Angebot war schön formatiert, aber irgendwie musste ich mich verlesen. Bei dem einen Set standen über 1000€, bei dem anderen 800€. Teilweise kosten pro Set von 4,5€! Damit würde die gesamte Kalkulation für das Produkt den Bach runter gehen. Wenn Verpackung+Verpacken in Summe mehr kostet als die Ware+Transport ist was faul. Was macht man also?

A: Laut fluchen und sich bitterlich beim gegenüber beschweren
B: Deprimiert alles hinschmeißen
C: Einen alternativen Anbieter finden

Richtige Antwort?
D – Miteinander reden. Da ich diese Woche im Ausland war und tagsüber nicht telefonieren konnte machte ich es diesmal mit der schriftlichen Kommunikation. Aber zuerst musste ich mir sicher sein, keinen massiven Fehler gemacht zu haben.

Ich erdachte mich also in meinem Hotelzimmer eine ziemlich schlecht optimierte Verpackungsstrecke. Dann startete ich die Stoppuhr und spielte alles durch. Zuerst faltete ich den Karton auf, verklebte ihn, stellte ihn an die richtige Stelle, dann lief durch den Raum um langsam aber genau virtuelle Ware abzuzählen und zu meinem „Arbeitsplatz“ zu tragen, dort zu verpacken. Kurz ich machte Verpackungspantomime – hinter zugezogenen Gardinen. Ich hoffe im Hotelzimmer gab es keine versteckte Kamera. Jeder Beobachter musste Denken ich sei durchgeknallt.

Am Ende stoppte ich die Zeit und rundete auf. Ich tat dies für jedes Set, rechnete dann nochmal nach und bestätigte meine ursprünglichen Annahmen. Ich setzte nun meine Email auf und erklärte meinem Gegenüber die Situation. Dass ich beim letzten Angebot die Summe absolut nachvollziehen konnte, aber diesmal die Summe um ca. 350% über meinen Erwartungen lag. Ich listete alle meine gemessenen Zeiten auf und wie ich vorgegangen war. Dann klickte ich auf senden und wartete ab.

Am nächsten Tag kam die Mail, dass man sich das Angebot nochmal anschauen würde. Ok. Keine platte Klatsche, sondern erstmal nachgucken. Klingt vernünftig und nachvollziehbar.

Noch einen Tag später bekam ich ein korrigiertes Angebot. Plan B war zu dem Zeitpunkt einen anderen Anbieter zu finden oder im Zweifelsfall 1 Woche Urlaub zu machen und alles selbst zu verpacken. Alles beides nicht toll.
Ich machte das Angebot auf – und diesmal standen fast exakt meine Werte da. Es war zwar etwas mehr, aber keine 350% mehr – ehr 7%. Puh… das spart mir eine Menge Arbeit.

Was mich an der Story freut ist, dass ich diesmal recht cool geblieben bin.

Sonstiges

Ansonsten habe ich für das Projekt, aber auch für meine bestehenden PL Produkte mal etwas genauere Kalkulationssheets gebaut die mir nun einen recht genauen überblick über Margen, ROI, CashFlow Impact usw. geben.

Ich werde die kommende Woche versuchen mal eine konkrete Zeitplanung für das weitere Projekt zu machen und Antworten von den Verpackungsfirmen einzusammeln. Im Zweifelsfall muss ich halt noch mehr anschreiben. Eventuell ist auch eine Firma in Tschechien eine Option.

Ich hoffe euch hat der Artikel oben gefallen. Falls ihr News aus der FBA Welt habt, dann lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Versand durch Amazon #100 – Jubiläumspost

Wow, Leute! Hier kommt der 100te Versand durch Amazon Logbucheintrag. Wie die Zeit vergeht… Fast 2 Jahre FBAinGermany.com – lasst uns diese Woche einfach nochmal zurück schauen. Den Anfang macht der

Bericht zur Lage des Verkaufs

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Versand durch Amazon #99: Kurz vorm Herzinfarkt

Leute! Was für ne Woche… Willkommen zurück zur 99ten Woche des Versand durch Amazon Podcasts. Diese Woche war echt krass. deshalb schieb ich die Zahlen heute mal etwas weiter runter. Denn diese Woche ging alles ums Private Label Projekt.

Privat Label Projekt

Einleitung

Kurz für die neuen Leser unter euch die Zusammenfassung. Ende Januar war ich mit einem Kollegen aus der Mastermindrunde auf der Creative World in Frankfurt. Eigentlich sollte es um eine Kooperation gehen, aber das verlief im Sande. Nebenher sprach ich Hersteller für eine Produktidee an die ich seit einiger Zeit mit mir herum schleppte. Seit März, also nunmehr die letzten 6 Monate oder 24 Wochen arbeite ich an dem Projekt. Nachdem ein Hersteller mir nicht weiterhelfen konnte oder wollte, hatte ich nun einen Hersteller gefunden der bereit war die Ware nach meinen Anforderungen herzustellen. Im Gegenzug musste ich etwas größere Mengen ordern. In der Zwischenzeit habe bei Patentamt zwei Unionsmarken registriert, dass Design erstellt und generell alle Freizeit ins Projekt investiert die ich hatte.

Erster Akt

In den letzten zwei Wochen war mein Ansprechpartner in Urlaub. Am Montag kam er zurück. Ich wartete auf Antworten für Anfragen die ich gestellt hatte. Eigentlich wollte ich nur noch verschiedene Packungsgrößen und Verpackungsvarianten kalkulieren um dann die Bestellung auszulösen. Dann erhielt ich eine Nachricht dieser Art:

Sehr geehrter Herr Fleischer,

während meiner Abwesenheit haben meine Produktionskollegen ihre Anforderungen besprochen und mich angewiesen ihnen mitzuteilen, dass wir dieses Projekt nicht weiter fortführen wollen. Ich verstehe, dass dies für sie überraschend kommt, insbesondere in Anbetracht der investierten Aufwände die alle Beteiligten geleistet haben.
Wir hoffen, dass sie mit einem Anbieter, z.B. NameDesAnderenAnbietersDerAbgesagtHat mehr erfolg haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Der Ansprechpartner

Bäm! WTF!? In echt? WTF? Aber warum? WTF?

Die Reaktion

Interessant war was mit mir passierte. In der Vergangenheit tendierte ich eher zum weinerlichen „warum immer ich?“ oder „mein schöner Plan ist kaputt…*heul*“. Diesmal nicht. Diesmal war ich im Problem solving Modus. Ich dackelte im Flur auf und ab und textete meinen Freund an, der ein Unternehmer ist und beschrieb die Situation. Aber nicht nur das… irgendwie wusste ich was zu tun war:

  1. Ich rufe die an. Ich hab mit denen seit der Messe nicht gesprochen. Hier liegt bestimmt ein Missverständnis vor.
  2. Falls die das durchziehen, dann kontaktiere ich den anderen Hersteller nochmal. Im Worstcase verschiebt sich der Launch meines Produkts um 2-3 Monate. Bis ich das Produkt so gefertigt bekomme wie ich will.
  3. Wenn die auch nicht mitspielen, kontaktiere ich andere Hersteller. Ich weiß, dass es mindestens noch einen anderen gibt (Weltmarktführer… Dickes Brett…). Verschiebt das Projekt um 3-6 Monate.

Mein Kumpel meinte nur: „Klingt gut. Mach mal.“ Also rief ich meinen Hersteller an.

Im Gespräch stellte sich heraus (zwischen den Zeilen), dass ich bei der Firma Aufwand erzeugt habe den sie bei der Bestellmenge nicht als gerechtfertigt gesehen haben. Als ich dann 5 verschiedene Packungsgrößen ins Spiel brachte, war das der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte und man wollte das Thema beenden.

Meine Situation war die: Ich wusste, dass dieser Hersteller mir mein Produkt so fertigt wie ich wollte, während der andere mir bereits da Kompromisse abringen wollte. Mein Hersteller war nur genervt von der Verpackungsgeschichte. Also machte ich folgendes Angebot: „Hey Leute, hier liegt ein Missverständnis vor. Die Verpackungsgeschichte waren Ideen die ich diskutieren wollte. Das sind keine Anforderungen. Wenn ihr sagt, das geht nicht, dann muss ich selber die Verpackung machen.“
Ok… man würde sich bei mir melden. Außerdem sagte man mir noch, dass die Einzelverpackung nicht die schicke, tolle, stylische sei, die man so gewohnt ist. Sondern auf Grund meiner Anforderungen eine etwas weniger tolle ist. Ich war besorgt…

Letzte Hoffnung

Am Abend habe ich dann gebrütet wie ich die Verpackungsprobleme noch lösen könnte. Mir kam ein genialer Einfall, der andere Probleme mit gelöst hätte. Also schrieb ich wieder eine Mail. Mir war da etwas mulmig… Die letzte Mail hat mich fast das Projekt gekostet….

Die Antwort kam zurück:

Hallo Herr Fleischer,

ich darf ihnen mitteilen, dass wir unter den gegebenen Umständen bereit sind das Projekt fortzusetzen. Konkret heißt das:

Selber Preis wie vorher mit Verkaufsverpackung nun aber ohne. Und als Einzelverpackung nur die Variante die noch so pralle ist. Und nochmal: Das ist die einzige Einzelverpackung die möglich ist. In Echt.

Hmm… ok. Wo stehe ich jetzt? Hersteller 1 will mein Produkt gar nicht so fertigen („ist aus technischen Gründen unmöglich“). Hersteller 2 baut mir mein Produkt, allerdings ohne Verkaufsverpackung und ohne die tolle Einzelverpackung. Aber immerhin…

Auflösung

Also setzte ich mich hin und schrieb ein „Memorandum of Understanding“. Darin beschrieb ich mein Verständnis des Projekts. Was mein Zulieferer liefern wird. Wie die Produkte aussehen und wie sie verpackt sein werden. Welche Anforderungen an die Transportverpackung ich habe. Dass der Hersteller als Exporteur auftreten wird und dass er mir vorab 100 Exemplare via DHL zusenden wird. Ich beschrieb, wie der Hersteller seinen Vortschritt dokumentieren wird, und dass er mir bestimmte Fotos zusenden muss um zu zeigen, dass er die Umsetzung korrekt gemacht hat. Ich beschrieb auch wie ich glaubte, dass die Zahlungsmodalitäten sein sollten und dass der Hersteller meine Marken und Designs nicht anderen zur Verfügung stellen wird. Kurz: Alles was bereits gesprochen war + meine Vorstellung bezüglich der Lücken.

Ich schickte die Mail und wartete. Sicherlich gibt es da noch Gesprächsbedarf. Als Antwort bekam ich:

Es ist schön zu sehen, dass das Projekt nun gestalt annimmt. Wir sind mit allen Punkten des Memos einverstanden. Im Anhang noch unser Auftragsformular

So. Am Anfang der Woche war mein Projekt nach 6 Monaten auf der Killlist und am Ende der Woche bin ich bereit für die Bestellung. Falls das eine Chinesische Verhandlungstaktik war, dann haben sie gewonnen. Aber um ganz ehrlich zu sein: Ich hatte nicht wirklich das Gefühl eine Wahl zu haben.

Bericht zur Lage des Verkaufs

So, nun aber wieder zu den gewohnten Zahlen. Diese Woche scheinen die Ferien langsam vorbei zu sein, denn die Verkäufe zogen wieder an.  Deutschland brachte sehr gute 1450€ herein. Das Ausland legte nochmal 680€ oben drauf. Italien allein 300€. Frankreich schwächelt noch (haben die noch Ferien?). Damit sind wir wieder in den Top 10 der stärksten Umsätze pro Woche angekommen.

Mein ersten PL Produkt ist nun auch aus den USA eingetroffen. Leider entsprach die Transportverpackung (trotz Zusage) nicht den Anforderungen, so dass mein Spediteur die nochmal umpacken musste. Das sind Sachen über  die ich mich mittlerweile gar nicht mehr aufrege… Nächste Woche muss ich noch zusätzliche Ware einschicken. Aber alles in Allem, bin ich erstmal gut ausgestattet.

Soweit von mir und von meiner Herzinfarktwoche. Hattet ihr schon mal solche Krisen? Wie reagiert ihr da? Wie lang dauert es, bis man da cool reagiert und nicht nervös wird?

Versand durch Amazon #98 – Kleine Schritte, Kleine Erfolge

Endlich! Es ist Woche 98 meines Versand durch Amazon Logbuchs, und die Probleme mit der US Lieferung scheinen gelöst. Auch bei den Designarbeiten gibt ist Licht am Ende des tunnels. Und die Verkäufe?

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Versand durch Amazon #91 – Monatsrückblick Juni und Automatisierung

Hallo Leute, willkommen zurück zur 91ten Woche meines Logbuchs. Diese Woche mache ich einen Monatsrückblick. Außerdem gibt es Updates zur Automatisierung.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Die letzte Woche des Juni profitierte von den recht gut laufenden Werbekampagnen und den dadurch hohen Umsätzen. Deutschland durchschlug diesmal die Decke und brachte 2110€ Umsatz alleine ein. Damit wäre der Grundstock für eine extrem erfolgreiche Woche gelegt – wenn da nicht die anderen Marktplätze wären. Aus einem unerfindlichen Grund kam in Frankreich, Italien und Spanien zusammen (!) keine 400€ zusammen. Ein Wert den sonst jedes dieser Länder allein geschafft hat. In Summe kamen knapp über 2500€ heraus und damit keine neue Rekordwoche.

Monatsrückblick Juni

Der Monat Juni war mit Abstand der bisher beste Monat. Das zeigte sich schon an den Umsatzzahlen der letzten Wochen die allesamt jenseits der 2000€ Marke lagen.
Insgesamt sind knapp 9650€ Umsatz gemacht worden. Mit knapp unter 5000€ Umsatz hatte Deutschland den größten Anteil. Mit knapp 2000€ folgte Italien vor Frankreich (1500€) und Spanien (1100€). Klar sollte sein, dass dies ein neuer Rekordmonat ist.

Die Frage ist nun, ist es der Level 5 geworden oder nicht?

Wie berechne ich diesen? Zu aller erst ladet ihr euch den Monatstransaktionsbericht für jeden Marktplatz herunter. Ihr findet diesen unter Berichte > Zahlungen > Bericht nach Zeitraum.
In der Spalte „Umsätze“ findet ihr die Summe die ihr an Netto-Umsatz erzielt habt.
Die Spalte „Gesamt“ enthält die Werte die an euch ausgezahlt bzw. einbehalten wurden. Da sind dann die MWSt Beträge mit dabei – und entsprechend für die Gewinnberechnung ungeeignet.
Deshalb müsst ihr die Spalten ab „Umsätze“ (Spalte M) und bis zur Spalte „Andere“ (Spalte T) aufsummieren um die Summe zu bestimmen die ihr auf Amazon erwirtschaftet habt.

Bei mir kamen so um die 5100€ zusammen. Mit 2400€ und 1300€ waren erneut Deutschland und Italien die wichtigsten Marktplätze für mich. Frankreich lag nur knapp vor Spanien, was mich etwas überraschte.

Davon abzuziehen sind dann die Kosten aus dem Einkauf und die Werbung.Beim Wareneinkauf rechne ich hier pauschal mal mit 50% der verbleibenden Summe. D.h. ca. 2550€. Das ist natürlich für jeden anders. Aber gerade bei der Handelsware sind die Margen eher dünner. Für Werbung habe ich insgesamt 425€ diesen Monat ausgegeben. Dabei war Deutschland mit 300€ der größte Kostenblock – allerdings war der ACOS so, dass ich damit noch Geld verdient habe.

Insgesamt kann ich also relativ sicher einen Gewinn von 2100€. Damit ist auch klar, dass ich weiterhin mit Level 4 vorlieb nehmen muss. Für den nächsten Level benötige ich ca. 12.000- 13.000€ Umsatz – je nachdem wie viel für Werbung drauf geht..

Automatisierungsfortschritte

Dank eines Tipps aus der Community (Tobias um genau zu sein) wurde ich auf die Lebenshilfe-Einrichtungen aufmerksam und habe dort eine Anfrage gestartet. Die Antwort hat zwar, aufgrund der Urlaubssituation, etwas auf sich warten lassen, jedoch war ich recht angetan. Die Preise sind sehr gut geeignet die „Set-Building“ Arbeiten dort hin auszulagern. Außerdem habe ich so eine Adresse wo ich alle Set Bestandteile hin liefern lassen kann, ohne selbst Hand anlegen zu müssen.

Das Thema Automatisierung und  Outsourcing habe ich nebenbei auch an anderer Stelle umgesetzt. Da ich in Berlin arbeite habe ich mich einmal nach Wäschereidiensten umgeschaut und einen gefunden, der für mich meine Hemden holt, wäscht, bügelt und wieder bringt – für unter 1,99 pro Hemd.

Soweit von mir. Auf zu neuen Umsatzzielen! Wenn man so knapp vor Level 5 und vor der 10.000€ Umsatzgrenze steht, dann möchte man die schon knacken. Wie lief euer Monat Juni? Auch gut?