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Versand durch Amazon #91 – Monatsrückblick Juni und Automatisierung

Hallo Leute, willkommen zurück zur 91ten Woche meines Logbuchs. Diese Woche mache ich einen Monatsrückblick. Außerdem gibt es Updates zur Automatisierung.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Die letzte Woche des Juni profitierte von den recht gut laufenden Werbekampagnen und den dadurch hohen Umsätzen. Deutschland durchschlug diesmal die Decke und brachte 2110€ Umsatz alleine ein. Damit wäre der Grundstock für eine extrem erfolgreiche Woche gelegt – wenn da nicht die anderen Marktplätze wären. Aus einem unerfindlichen Grund kam in Frankreich, Italien und Spanien zusammen (!) keine 400€ zusammen. Ein Wert den sonst jedes dieser Länder allein geschafft hat. In Summe kamen knapp über 2500€ heraus und damit keine neue Rekordwoche.

Monatsrückblick Juni

Der Monat Juni war mit Abstand der bisher beste Monat. Das zeigte sich schon an den Umsatzzahlen der letzten Wochen die allesamt jenseits der 2000€ Marke lagen.
Insgesamt sind knapp 9650€ Umsatz gemacht worden. Mit knapp unter 5000€ Umsatz hatte Deutschland den größten Anteil. Mit knapp 2000€ folgte Italien vor Frankreich (1500€) und Spanien (1100€). Klar sollte sein, dass dies ein neuer Rekordmonat ist.

Die Frage ist nun, ist es der Level 5 geworden oder nicht?

Wie berechne ich diesen? Zu aller erst ladet ihr euch den Monatstransaktionsbericht für jeden Marktplatz herunter. Ihr findet diesen unter Berichte > Zahlungen > Bericht nach Zeitraum.
In der Spalte „Umsätze“ findet ihr die Summe die ihr an Netto-Umsatz erzielt habt.
Die Spalte „Gesamt“ enthält die Werte die an euch ausgezahlt bzw. einbehalten wurden. Da sind dann die MWSt Beträge mit dabei – und entsprechend für die Gewinnberechnung ungeeignet.
Deshalb müsst ihr die Spalten ab „Umsätze“ (Spalte M) und bis zur Spalte „Andere“ (Spalte T) aufsummieren um die Summe zu bestimmen die ihr auf Amazon erwirtschaftet habt.

Bei mir kamen so um die 5100€ zusammen. Mit 2400€ und 1300€ waren erneut Deutschland und Italien die wichtigsten Marktplätze für mich. Frankreich lag nur knapp vor Spanien, was mich etwas überraschte.

Davon abzuziehen sind dann die Kosten aus dem Einkauf und die Werbung.Beim Wareneinkauf rechne ich hier pauschal mal mit 50% der verbleibenden Summe. D.h. ca. 2550€. Das ist natürlich für jeden anders. Aber gerade bei der Handelsware sind die Margen eher dünner. Für Werbung habe ich insgesamt 425€ diesen Monat ausgegeben. Dabei war Deutschland mit 300€ der größte Kostenblock – allerdings war der ACOS so, dass ich damit noch Geld verdient habe.

Insgesamt kann ich also relativ sicher einen Gewinn von 2100€. Damit ist auch klar, dass ich weiterhin mit Level 4 vorlieb nehmen muss. Für den nächsten Level benötige ich ca. 12.000- 13.000€ Umsatz – je nachdem wie viel für Werbung drauf geht..

Automatisierungsfortschritte

Dank eines Tipps aus der Community (Tobias um genau zu sein) wurde ich auf die Lebenshilfe-Einrichtungen aufmerksam und habe dort eine Anfrage gestartet. Die Antwort hat zwar, aufgrund der Urlaubssituation, etwas auf sich warten lassen, jedoch war ich recht angetan. Die Preise sind sehr gut geeignet die „Set-Building“ Arbeiten dort hin auszulagern. Außerdem habe ich so eine Adresse wo ich alle Set Bestandteile hin liefern lassen kann, ohne selbst Hand anlegen zu müssen.

Das Thema Automatisierung und  Outsourcing habe ich nebenbei auch an anderer Stelle umgesetzt. Da ich in Berlin arbeite habe ich mich einmal nach Wäschereidiensten umgeschaut und einen gefunden, der für mich meine Hemden holt, wäscht, bügelt und wieder bringt – für unter 1,99 pro Hemd.

Soweit von mir. Auf zu neuen Umsatzzielen! Wenn man so knapp vor Level 5 und vor der 10.000€ Umsatzgrenze steht, dann möchte man die schon knacken. Wie lief euer Monat Juni? Auch gut?

Versand durch Amazon #84: kurze Pause

Hallo Leute! Die 84te Woche meines Logbuchs war etwas weniger spektakulär. Dieses Wochenende war ich sehr aktiv – jedenfalls sportlich, und auch mein Hauptberuf frisst etwas Zeit. Trotz alledem war ich nicht untätig.

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Versand durch Amazon #77 – Wertarbeit

Diese Woche war etwas besonderes da sie sich mit einem Thema beschäftigt, dass bei vielen Angestellten (und womöglich auch Selbstständigen) zu kurz kommt: >>Warum?<< Warum machen wir was wir machen? Was sind unsere Werte und Prinzipien? Weiterlesen

Versand durch Amazon #76 – Unerwartete Umwege

Hallo und willkommen zurück zur 76ten Woche des Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche gab es eine unerwartete Nachricht von Amazon die mich etwas Geld und deutlich mehr Zeit gekostet hat. Es geht um Produktbilder. Weiterlesen

Versand durch Amazon #50: Einsichten

Hallo Leute willkommen zur 50ten Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche war wieder ruhiger (zum Glück) hat aber ein paar interessante Einsichten gebracht bezüglich was wirklich wichtig ist. Doch zuerst wie immer der

Bericht zur Lage des Verkaufs

Eine recht gute Woche (>700EUR) geht zu Ende und das trotz wieder erstarkter Konkurrenz auf meinen Listings. Mein PL Produkt hängt in den letzten Zügen und wird bestimmt ausverkauft sein bevor im Oktober der Nachschub kommt. Allerdings ist die Order recht groß und ich will nicht noch mehr nachschieben. Schließlich muss ich Ende des Jahres soviel wie möglich weg haben – sonst bezahl ich doppelt MWSt (wechsel vom Kleinunternehmer zum normalen Unternehmer mit USt-Umlage).

Ansonsten war diesmal alles recht ruhig und ich konnte nochmal Ware zu Amazon schicken. Kleiner Tip dabei: Es gibt DHL Paketshops die am Wochenende und auch am Sonntag offen haben. Meiner ist z.B. in einer Tankstelle. D.h. man kann sehr gut ranfahren. 😉

Weihnachten steht vor der Tür und wer Artikel im Bereich Elektronik, Spielzeug & Co hat, sollte sich eindecken. Mein Portfolio hat üblicherweise eine gegenteilige Ausrichtung und Weihnachten rechne ich eher mit geringeren Umsätzen als sonst. Nun aber zu den Einsichten:

Einsicht 1 – Turnover ist wichtiger als ROI

Diese Woche war in meiner Mastermind Runde die Diskussion kurz Richtung Turnover und ROI abgeschwiffen. Ich bin recht stolz auf meinen durchschnittlichen ROI von 125%. (D.h. wenn ich Ware im Wert von 1EUR zu Amazon schicke habe ich nach einiger Zeit den Euro zurück und 1,25EUR oben drauf.)

Allerdings ist der Turnover eine Größe die man nicht unterschätzen sollte.
Hier ein kurzes Beispiel: Der Warenbestand an Produkt A verkauft sich 1x pro Jahr mit einem ROI von 100%. Ein Test hat ergeben, dass eine Preissenkung auf einen ROI von 20% dafür sorgt, dass der Bestand an Produkt A bereits nach 3 Monaten abverkauft ist. Sollte man das machen?

Wenn man naiv rechnet dann sagt man sich 3Monate = 4 Verkaufszyklen pro Jahr. D.h. 4 x 20% = 80%. Nö, dann lieber 1x 100%.
Das ist falsch. Denn nach dem ersten Verkaufszyklus kann man Ware im Wert von 120% einkaufen, beim nächsten mal 144% und dann 172%. Nach dem letzten Abverkauf hat man 207% in der Kasse. Zieht man den initialen Invest ab, bleiben 107% – also 7% mehr.

Ich hab das mal in einer Tabelle festgehalten:

Turnover vs ROI

Turnover vs ROI

Man sieht, dass die Farben nicht symmetrisch sind. D.h. einer der beiden Parameter wirkt stärker als der andere. Und zwar der Turnover. Verdoppelt man seinen Turnover dann wirkt sich das stärker aus, als wenn man den ROI verdoppelt. Nochmal in Zahlen:
Ein Produkt mit 50% ROI und 1x Turnover im Jahr liefert – logisch – einen Jahres ROI von 50%.
Verdoppelt man den ROI (z.B. durch günstigeres Sourcing oder durch höhere Preise ohne dass der Turnover runter geht) erhält man einen Jahres ROI von 100%.
Verdoppelt man hingegen den Turnover auf 2x im Jahr (z.B. durch Optimierung des Listings) erhält man 125%.

Ach ja, zum Vergleich: Der ROI/Jahr eures Bankkontos liegt wohl so bei 1% und am Aktienmarkt kann man mittelfristig mit 6-8% rechnen…

Falls ihr ein Produkt findet was > 1000% ROI/Jahr macht habt ihr die Aufmerksamkeit von Amazon. Was uns zum zweiten Thema bringt.

Einsicht 2 – Amazon frisst seine Kinder und man sollte den Kursen nicht alles glauben

In der Mastermind-Runde wurde mir ein Interview mit Will Tjernlund weiterempfohlen. Der Junge (Baujahr 1990) hat von klein auf das Geschäft gelernt und spielt in einer anderen Liga (FBA Verkäuferlevel 10 oder so). Der junge Mann ist kein Freund von langem drum rum reden und verweist auf Jeff Bezos Buch The Everything Store wo recht klar steht was Amazon vor hatte und hat: Amazon wollte Alle Produkte der Welt verkaufen – hatte aber (natürlich) nicht genug Kapital das zu machen. Deshalb hat AMZ FBA erfunden. Händler wie wir können Amazons Dominanz im Netz nutzen um unsere Ware zu verkaufen, Amazon kann damit sein Angebot verbreitern und mitverdienen. ABER Amazon beobachtet was sich gut verkauft und übernimmt die profitablen Nischen selbst. Amazon frisst die erfolgreichsten Kinder. Und die Bigplayer wie Tjernlund helfen Amazon dabei.

Zwei weitere interessante Punkte bringt Will im Interview. Zum ersten helfen Leute wie Will großen Marken die Amazon verschlafen haben ihren AMZ Auftritt zu professionalisieren und abzusahnen. Seiner Meinung nach wird in 10Jahren Amazon dominiert werden von Amazon selbst (mit Marken wie Amazon Basics), großen Private Label Sellern die sich etablieren konnten und den großen bekannten Marken. Diese werden seiner Meinung nach in einigen Jahren ihre Großhändler/Zwischenhändler rauswerfen und selber das B2C Geschäft übernehmen.

Zum anderen gibt Will Einblick wie er selbst Research betreibt. Er bewertet die Konkurrenzsituation in einer Nische z.B. in dem er den Geschätzten Umsatz (Junglescout liefert sowas wohl) für aller Seite 1 Produkte der Nische nimmt und durch die Gesamtanzahl aller Bewertungen auf der Seite 1 teilt. Außerdem sucht er nach Nischen („Unterwasserspeerfischer-Speere“) und macht sich keine allzu große Platte um Bewertungen und Reviewgruppen etc. Auch die Einschränkung auf Produkte wie sie mancher Kurs empfiehlt oder die diversen Vorgehensregeln sind seine Sache nicht. Außerdem gibt es mehrfach Tritte in den Hintern für Leute die sich mit Nebensächlichkeiten beschäftigen anstatt Umsatz zu generieren (eine Aussage die man von erfolgreichen Händlern immer wieder hört). Kurzum, anschauen.

Soweit von mir. Ich hoffe der Beitrag war interessant und nützlich für euch. Kommentare sind immer gern gesehen. Insbesondere wer Tips hat wie man ROI und Turnover steigern kann oder wer mir Hinweise geben kann was auf mich zukommt, wenn ich den Kleinunternehmer-Status ablege, darf gern in die Tasten hauen.

Versand durch Amazon #49: Stress!

Wow, eine verrückte Woche #49 nimmt ihr Ende. Es gab Stress mit der Fracht aus Kanada und es ging weiter mit den Urlaubsvorbereitungen.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Montag und Dienstag sind traditionell meine stärksten Tage in der Woche. Umso schlimmer, dass diesmal kaum etwas passierte. Grund dafür war, dass meine gut verkäuflichen Artikel alle vergriffen waren und die Sendung vom letzten Wochenende noch nicht eingebucht war. Montag früh, noch bevor ich wieder auf Arbeit pendelte, wuchtete ich in 2 Fahrten die insgesamt 5 Pakete zum DHL Paketshop. Da die Postfiliale zu spät öffnet – und in einer Fußgängerzone liegt, habe ich einen Paketshop in einer kleinen Tankstelle gewählt. Die hatten gut zu tun die 5 großen Pakete zu verstauen.
Am Mittwoch Mittag war noch immer tote Hose. Kurz vor 14 Uhr wurden dann die Pakete eingebucht und wenige Stunden später war Ware im Wert von über 100EUR verkauft. Insgesamt war die Woche eine der besseren. Wenn Montag und Dienstag so gelaufen wären wie Mi-Fr wäre es eine Rekordwoche geworden. Was lernen wir daraus?

Habt immer mehr 5-10 Artikel mehr auf Lager als ihr glaubt zu verkaufen. Wartet nicht erst ab bis mehrere Artikel aus gehen, sondern schickt frühzeitig Nachschub.

Stress mit dem Transport aus Kanada

Das verschiffen der Ware aus Kanada lief bereits letzte Woche nicht gut. Die Commercial Invoice war erst spät verfügbar und dann musste erst einmal das Geld ankommen (in den USA war ein Bankfeiertag). Am Donnerstag entzückte mich dann ein kurzer Kommentar von Amko: „This is a clusterf**k!“

Es stellte sich heraus, dass die Rechnung einen Fehler enthielt der die Ware vom Export abhielt. Der Fehler konnte effektiv nur geheilt werden, indem der Hersteller mitspielt und wir die Transportbedingungen mit Shapiro ändern. Ich saß weit weg in Deutschland und bekam vorerst gar nichts mit, denn die Kommunikation lief komplett über Amko. Dafür war ich einerseits dankbar. Andererseits zeigte es mir, dass ich

  • noch lange nicht so cool bin wie ich mir erhoffe. Mein Puls war beim lesen des Mailverkehrs direkt auf Anschlag und der Magen etwas schwer. (Wie reagiert ihr in solchen Momenten? Cool und abgezockt oder auch eher niedergeschlagen?)
  • eine Telefonkarte brauche mit der ich günstig ins Ausland telefonieren kann. Mit meinem Mobiltarif würde eine halbe Stunde knap 45EUR kosten!

Gegen Freitag Abend klärte sich dann das Problem. Einer der Erfolgsfaktoren war, dass der Hersteller und Amko ein sehr gutes Verhältnis miteinander haben und Amko auch erfahrene Kundenbetreuer bei Shapiro kannte mit denen man nicht bei Problemen im Regen stehen gelassen wird. Allerdings wird die Ware erst frühestens am Montag auf Reise gehen.

Urlaubsvorbereitungen

Nach dem ganzen Stress machte ich mir am Samstag morgen eine Todo-Liste fürs Wochenende und legte los:

To

Ich fuhr schnell einkaufen, denn einige Artikel verkauften sich seit Mittag so gut, dass ich so nicht über meinen Urlaub komme. Dann erhielt ich Post vom Finanzamt, dass ich nun eine Umsatzsteuer-ID zugeteilt bekommen habe. Diese habe ich bei Amazon eingetragen und Amazon gebeten die Rechnungen für mich neu auszustellen. (Siehe Reverse Charge vor zwei Wochen) Dann habe ich mein „Erfolgstracking“ aktualisiert. Das ist ein Spreadsheet mit den Einnahmen und Ausgaben pro Artikel. Aktuell ist dies das wichtigste Tracking-Tool für mein FBA Business. Allerdings sehr zeitaufwändig zu pflegen und fehleranfällig. Deshalb investieren ich immer wieder Zeit in die Entwicklung eines Tools, welches das File später für mich erstellt. Ich komme voran, bin aber noch bei ca. 25% des Mindestfunktionsumfangs. Ganz nebenbei muss ich mich als Hausmann auch noch um so banale Dinge wie Wäschewaschen und Bügeln kümmern.
FBA mäßig habe ich sicherlich dieses Wochenende (ohne SW-Entwicklung) ca. 4-8h investiert. Aktuell würde ich den Zeitbedarf pro Monat mit ungefähr 16h für den Basisbetrieb beschreiben und nochmals 8h-12h für das Private Label Thema.

Mich würde interessieren, wie viel Zeit ihr in euer FBA Geschäft/Hobby investiert.

Level Up

Versand durch Amazon #43: Level Up!

Willkommen zurück zur 43ten Ausgabe meines Versand durch Amazon Logbuchs. Erstmals kann ich vermelden, dass ich Verkäufer-Level 4 erreicht habe. Das heißt damit auch, dass es neue Rekorde zu vermelden gibt. Deshalb gibt es diese Woche wieder einen Monatsrückblick, den Stand der Private Label Dinge und natürlich was sonst noch geschah. Weiterlesen

Zeitmanagement

Zeitmanagement – Wie man nebenberuflich ein Geschäft aufbaut

Kevin wie machst du das eigentlich? Neben der Arbeit noch dieses Amazon Zeug, dafür hätte ich keine Energie.

Diese Frage habe ich so oder so ähnlich in den letzten Wochen mehrfach gehört. So schwierig ist das gar nicht, aber „einfach so“ geht es eben auch nicht. Es gibt viele Fallen die einem seine Zeit vertrödeln lassen. Das Zauberwort heißt Zeitmanagement und hat viel mit Fröschen und Elefanten zu tun.

Fangen wir mit dem offensichtlichsten an:
Wie isst man einen Elefanten?
Einen Bissen nach dem anderen!

Zeitmanagement Tip #1: Aufgaben klein brechen

Der Tip Aufgaben klein zu brechen ist so offensichtlich, dass Du bestimmt nur müde mit den Schultern zucken kannst. Das Problem ist, dass ich es nicht sehr oft umgesetzt sehe. Es gibt Aufgaben die durch ihre schiere Größe („Ich sollte mich ins Thema Aktienhandel einlesen“) oder Unbeliebtheit („Ich muss meine Steuererklärung machen“) wie ein Berg vor einem stehen und von Woche zu Woche verschoben werden. Meistens geht das einher mit anderen Produktivitätskillern wie Ablenkung (z.B. Social Media, Youtube, …) oder andere „wichtige Dinge“ von der Todoliste (Wenn sie wichtiger wären, stünden sie weiter oben auf der Liste). Genauso ist es, wenn man sich mit Selbstständigkeit oder passivem Einkommen beschäftigt. Wenn man 2000Eur passives Einkommen generieren will, macht man das nicht in einem Schritt. Es werden eher 20-30 kleine Schritte sein. Im Buch „Getting Things Done*“ (gibts auf auf deutsch*) von David Allen wird z.B. großer Wert darauf gelegt, dass ein jeder Punkt auf der Todo-Liste der nicht sofort bearbeitet werden kann (das ist dann „ein Projekt“), in kleinere Aufgaben zerteilt werden muss von denen zumindest eine direkt bearbeitbar ist.

Also, zerleg deinen Elefanten in kleinere Happen. Räum deine Wohnung Zimmer für Zimmer oder „Ecke für Ecke“ auf. Macht deine Steuererklärung Blatt für Blatt, und startet dein Business mit einem Plan der dir kleinere Aufgaben gibt – und zerlege, falls nötig, die kleineren Aufgaben nochmal.

Aber was wenn die Aufgaben dann trotzdem nicht erledigt werden?

Zeitmanagement Tip #2: Eat the Frog – Kröten schlucken zum Frühstück

Das amerikanische Sprichwort „Eat the Frog“ besagt, dass wenn man früh morgens eine Kröte schluckt, man glücklicher durch den Tag geht, denn das Schlimmste liegt bereits hinter einem. Eat the Frog* ist auch der Titel eines Buchs was genau diese Technik (und einige mehr) beschreibt.

Woher bekommt man Kröten? Kennst Du das? Du hast eine Aufgabe auf der Todoliste. Die Aufgabe ist auch wichtig und eigentlich willst Du die auch machen. Aber irgendwie kommen und gehen alle anderen Aufgaben auf der Liste, aber diese Aufgabe bleibt. Sie steht auf der Liste und will einfach nicht verschwinden. Das meine Freunde ist so ein Frosch – oder Kröte.

Es könnte sein, dass die Aufgabe noch zu groß ist, dann sind wir wieder beim Elefantenthema von weiter oben. Ist die Aufgabe klein genug, aber einfach nervig dann gibt es nur eins: DIESE Aufgabe bearbeiten. Nimm dir Zeit und Arbeite an dieser Aufgabe. Lass dich nicht ablenken. Nimm dir nur einen kleinen Teil der Aufgabe vor und fang damit an. Such z.B. das nötige Material zusammen. Oder such die Kontaktdaten raus die du brauchst. Aber arbeite an dieser Aufgabe. Am besten schaltest du deine Messanger und SocialMedia Zeitfresser zwischenzeitlich ab.

Es gibt nebenbei die perfekte Zeit um produktiv an den eigenen Zielen zu arbeiten:

Zeitmanagement Tip #3: Prioritäten setzen

Ok, Du bist motiviert und willst morgen damit anfangen. Direkt nach der Arbeit, Vorlesung, Schule, was auch immer. >>> Zeitreise >>> Du machst die Tür auf und bist endlich wieder zurück. Tasche in die Ecke, Rechner/Glotze an und erstmal chillen. >>> Zeitreise >>> du liegst im Bett und bevor die die Augen zufallen fällt dir ein „Scheiße, ich wollte doch noch …“

Wer glaubt „nach der Arbeit“ noch an seinen persönlichen Zielen arbeiten zu können, kommt höchstwahrscheinlich langsam bis gar nicht vorwärts. Morgenstund hat sprichwörtlich Gold im Mund. Und zwar aus einem ganze einfachen Grund: Morgens hast Du noch Energie,  Entscheidungskraft und bist produktiv. Am Nachmittag/Abend bist du auf dem Zahnfleisch unterwegs und deine Produktivität ist am Boden(jedenfalls wenn Du bis dahin gefordert warst) .

Deshalb heißt die Lösung: Priorisiere deine persönlichen Ziele über deine Arbeit! Wieso schenkst du deinem Arbeitgeber die beste, zweitbeste, drittbeste, …, achtbeste, neuntbeste Stunde deines Tages und nimmst dir die schlechten danach? Nimm dir die beste Stunde und gib deinem Arbeitgeber Nummer 2-10. Ich habe das so gemacht, dass ich 30 Minuten früher aufstehe und 30 Minuten später ins Büro fahre. Meine persönliche Arbeit ist das erste kreative was ich am Tag mache. Alles andere ist Routine. Der Wecker klingelt -> 15 Liegestütze -> Zähneputzen -> Rechner an und Frosch fressen!

Wenn du nach der Arbeit dann doch noch Lust und Laune hast, dann kannst du immer noch mehr machen. Aber so ist sicher gestellt, dass du jeden Tag ETWAS für dein Ziel gemacht hast. Und das ist der Kern von Produktivität: Ständig weiter kommen. Auch wenn es wenig ist.
Hier sei nochmal auf „Getting Things Done“ verwiesen. David Allen empfielt dringend regelmäßig zurück zu Blicken (Wer „Scrum“ kennt: Retrospektive!) und sich zu fragen, ob man genug für die eigenen Ziele getan hat. Wer jeden früh eine Stunde investiert hat da die besten Karten.

Bonus Produktivitätshack

Jetzt gibt es noch den absoluten Produktivitätshack überhaupt oben drauf.
Achtung

Trommelwirbel
Fang an!

Ja, richtig gelesen. Egal was Du willst, du musst damit anfangen. Du kannst nicht alles im Voraus wissen. Du wirst garantiert an Hindernisse stoßen die Du dir nicht vorstellen konntest. Aber einige Dinge die Du im Kopf herum knetest werden in der Realität überhaupt kein Problem sein. Ich sage nicht: Renn planlos rum. Was ich sage ist: Nimm dir Zeit einen Plan zu machen und schreib den auf. Extrahiere die Schritte aus dem Plan und wie diese Zusammenhängen und dann fang an. Du kannst dir an einem Abend einen Plan machen der Arbeit für ein halbes Jahr beinhaltet. Du musst nicht ein halbes Jahr lang planen nur weil die Umsetzung ein halbes Jahr dauern wird.

Und wo wir schon am Bonus Tipps geben sind: Bleib dran! Setz dir erreichbare Ziele und arbeite dich Schritt für Schritt vorwärts. Auch wenn es mal nicht so läuft.

Zusammenfassung

Hier nochmal die 3+1 Tipps um vorwärts zu kommen:

  1. Zerteil deine Aufgaben in kleinere, ausführbare Aufgaben.
    Idealerweise so klein, dass Du sie in deiner Morgeneinheit abschließen kannst.
  2. Mach die nervigste Aufgabe zuerst. So gehst Du mit dem guten Gefühl durch den Tag etwas wichtiges geschafft zu haben.
  3. Arbeite zuerst für DIch bevor Du für andere Arbeitest. So ist sichergestellt, dass Du vorwärts kommst.
  4. Fang an! Du lernst auf dem Weg in einer Woche mehr, als in 3 Wochen Recherche vorher. Und bleib dran!

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