Versand durch Amazon #76 – Unerwartete Umwege

Hallo und willkommen zurück zur 76ten Woche des Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche gab es eine unerwartete Nachricht von Amazon die mich etwas Geld und deutlich mehr Zeit gekostet hat. Es geht um Produktbilder.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Zuerst möchte ich euch einen Überblick über die Zahlen der letzten Woche geben. Bestes Ausland war diesmal Frankreich mit knapp unter 600€ Umsatz. Das ist bemerkenswert, denn in Deutschland waren es knapp unter 800€. Frankreich hätte ich nicht so stark eingeschätzt. Zweitbestes Ausland, mit deutlichen Abstand zwar aber dennoch überraschend: Spanien. Italien folgt dann vor GB. In Summe kamen diesmal etwas weniger als 1700€ zu Stande.

Einige Produkte sind zwischenzeitlich ooS (out of Stock) gegangen und ich habe das Wochenende genutzt um Nachschub zu organisieren. Obwohl beim verpacken recht viel manuelle Arbeit involviert war, habe ich einmal überschlagen, dass ich damit ca. 80€/h verdiene. Nicht schlecht für mein Hobbyprojekt. 😉

Amazons kleine aber spührbare Verbesserungen

Amazon hat seit kurzem auf der Hauptseite ein kleines Widget eingeführt auf dem man alle Nachrichten und den Umsatz aller Marktplätze direkt sieht. Also ungefähr genau das was ich vor 2 Wochen am Telefon einem Seller Support Mitarbeiter gesagt habe (nicht das das irgendwas damit zu tun hat…). Also dafür schon Mal ein dickes Plus. Nicht so prall war dann aber dann das nächste Thema.

Amazons böse Bilder-Überraschung

Ich verwende bei diversen Produkten Infografiken als Produktbilder. Auf den Bildern stehen dann nochmal der Mehrwert, Feature bzw. Einsatzmöglichkeiten des Produkts. Natürlich ist das landes- bzw sprachabhängig. Ich war also nicht schlecht überrascht, als ich feststellte, dass in Italien die Französischen Texte angezeigt werden. Also lud ich die Italienischen nochmal hoch. Kurz darauf war in Frankreich der italienische Text zu sehen. Das machte mich stutzig und ich checkte Deutschland. Auch da war plötzlich alles auf italienisch (nur die Bilder!). Ich kontaktierte den SellerSupport und erhielt diese Antwort:

Ich habe Ihre Anfrage geprüft und muss Ihnen sagen, dass das Problem darin liegt, dass Bilder ein globales Attribut sind.
Das heißt Sie können die Bilder nicht nur für einen Marktplatz hochladen, sondern diese werden Weltweit angezeigt.
Zusätzlich nutzen Sie die gleiche SKU auf den verschiedenen Marktplätzen.
Darum überschreiben Sie jedes mal das globale Attribut für alle Marktplätze.
Darum werden jedes mal nur die Bilder von einem Marktplatz angezeigt.
Hierfür gibt es derzeit auch keine Planungen dies abzuändern.
Daher können Sie leider nur Marktplatz neutrale Bilder verwenden, um allen Käufern gerecht zu werden.
Es tut mir leid, dass dadurch Ihr Wunsch überall Bilder mit Landessprache zu hinterlegen nicht funktioniert.
Bitte haben Sie Verständnis für die technischen Einschränkungen.

Das hießt, dass ich umsonst Geld für die Übersetzung der Texte bezahlt habe (ist ja recht günstig auf Fiverr, aber trotzdem…) sondern auch die Stunden(!) um die Bilder herzustellen waren vergebens. Ich brauchte also eine andere Lösung.

Mein Ansatz ist: Vermeide Text soweit es geht. Falls doch Text, dann verwende Worte die in mehreren Sprachen das selbe bedeuten. (Viele Sprachen nutzen mittlerweile Anglizismen, das hilft. Außer die Franzosen. Die wollen da natürlich wieder eine Extrawurst….)  Falls ich mehr Text brauche, bringe ich alle Sprachen nebeneinander unter. Ist nicht Ideal, aber besser als nix. Deutsch bleibt für EU meine Hauptsprache.
Das beschreibt dann nebenbei auch was ich die Woche gemacht habe: Internationalisierung der neuen PL-Variante.

Das Geheimnis um Morgens aus dem Bett kommen

Vor über einem Jahr habe ich beschrieben, wie ich Zeit finde für mein Geschäft (und den Blog) neben der Arbeit. Unter anderen habe ich dies geschafft, indem ich früh zuerst an meinem Geschäft arbeite, bevor ich auf Arbeit fahre. Das Prinzip ist mir jetzt nochmal bei Hal Elrod – „The Miracle Morning“ begegnet.

Er bringt nochmal eine andere Fassette ins Spiel: Wenn man den Morgen für sich selbst nutzt, dann steht man lieber/motivierter auf. Das Gegenteil davon ist, wenn man so lang wie es geht im Bett bleibt um dann, weil es nicht anders geht, sich heraus quält um an einen Ort zu gehen wo jemand anderes einen haben will (Arbeit). Wenn ihr also solche „Aufstehprobleme“ habt, dann versucht doch einfach den Morgen zurück zu erobern. Das Video ist als Ganzes zu empfehlen.

Soweit von mir. Ich hoffe euch geholfen und etwas sinnlose Arbeit (mit den Bildern) erspart zu haben. Ich würde mich freuen wenn ihr mir Feedback da lasst was euch an meinen Artikeln am meisten Interessiert, was euch stört und was euch fehlt. Einfach in die Kommentar, das wäre klasse.

9 Gedanken zu „Versand durch Amazon #76 – Unerwartete Umwege

    1. Tobias Winter

      Ja da wre der einzige mgliche Weg. Allerdings ist das halt dann mit erheblichen Mehraufwand verbunden, wenn man FBA nutzt. Da man dann fr jede ASIN den Lagerbestand prfen muss. Wenn man allerdings FBM macht, ist das weniger ein Problem.
      Zustzlich sollten nochmal die Amazon Stilrichtlinie fr Produktbilder erwhnt werden:

      „Bilder drfen nur das Produkt zeigen, das zum Verkauf steht. Sie drfen nur wenige oder keine Requisiten sowie keine Logos, Wasserzeichen oder eingesetzte Bilder enthalten. Bilder drfen nur Text enthalten, der ein Teil des Produktes ist.“

      D.h. Texte auf Bildern sind theoretisch unzulssig. Aber viele (auch Amazon) machen es trotzdem. Im Moment wird das noch geduldet und scheinbar noch nicht so streng gesehen, s. die Antwort, die du von Amazon bekommen hast.

      VG
      Tobias

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    2. admin Beitragsautor

      Zwei Probleme damit:
      1. Das würde heißen, dass ich für jedes Listing dann auch einen eigenen Lagerbestand pflegen müsste. Wenn in einem Land das Lager leer läuft in einem anderen nicht, müsste ich dann manuell Ware von A nach B transferieren und umlabeln (es sind ja jetzt verschiedene Listings).
      2. müsste ich die Listings dann in den jeweiligen Ländern anlegen. (Ansonsten würde ich in DE 4 identische Produkte (pro Variante!) anbieten.) Dann müsste ich die Ware auch dort lagern. Dann wäre ich nicht mehr im Exportmodus sondern müsste dort mein Unternehmen registrieren.

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  1. admin Beitragsautor

    Mal eine Idee:

    Ich hab mir überlegt, dass es durchaus nützlich für alle wäre, wenn wir hier auf FBAinGermany.com mal etwas detailierter diskutieren. Hier die Idee:

    Ich poste meinen aktuellen Stand des FBA Geschäfts.
    Ihr macht mir Vorschläge was eurer Meinung nach die richtigen nächsten Schritte sind.
    Ich spreche auch mit meinem Mastermind, mache mir abschließend Gedanken und erzähle euch, was ich als nächstes tun werde und warum.

    Wärt ihr interessiert?

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    1. Christian Schlatter

      Hallo Kevin,

      erst mal: vielen Dank fr Deinen tollen Blog!
      Ich habe die vergangenen Tage damit verbracht, mir alle 76 Blogposts Deiner Seite durchzulesen und finde deine Berichte unglaublich spannend! Deine Seite ist mMn definitiv die beste, die sich mit dem Thema FBA beschftigt.

      Ich mchte in den nchsten Tagen selbst mit Retail / Online Arbitrage ber FBA starten. Daher htte ich eine Bitte an Dich: knntest Du Deine Umstze aufspalten nach Private Labeling und Retail / Online Arbitrage? Somit wre es leichter, das Potential fr das eigene PL / RA herzuleiten.

      Nochmals Danke fr Deine tolle Arbeit!

      Viele Gre
      Christian

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      1. admin Beitragsautor

        Ist nicht jede Woche gleich. Aber ich würde sagen 50/50. PL/RA
        In den USA ist RA mittlerweile tot, weil so viele Leute es (schlecht) machen. Anstatt langfristig etwas aufzubauen, wird versucht paar Gewinne mitzunehmen. Hinterlassen werden dann nur Scherben = kaputte Margen. Einziger Profiteur ist Amazon (und deren Kunden) da die nun bei den Kunden als billigste Quelle gesehen werden.

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