Offener Brief an die IHK Chemnitz zum Thema Recycling

Ich veröffentliche hier einmal einen Brief den ich an die IHK (genauer den Präsidenten und den Geschäftsführer) in Chemnitz gesendet habe. Ich würde mich freuen, wenn andere Online-Händler diese oder eine ähnliche Nachricht an ihre IHKs schicken könnten um eine Vereinheitlichung im Bezug auf innereuropäische Recycling Anmeldungen zu erreichen.

Sehr geehrter Herr Pfortner, sehr geehrter Herr Wunderlich,

ich wende mich an Sie als Vertreter der IHK Chemnitz welche die wirtschaftspolitischen Interessen von uns Unternehmern in Chemnitz vertritt.

In den letzten Jahren haben diverse Reformen im Bereich Recycling dazu geführt, dass allen Unternehmen die eigene Produkte auf den Markt bringen, zusätzliche Aufwände im Bereich Verpackungs/Abfall-Registrierung entstehen.
Der Aufwand der Registrierung in Deutschland ist überschaubar und kein Grund zur Klage. Allerdings stimmt dies nicht, wenn man innereuropäisch Produkte versendet. Hier wird nun für jedes Land eine eigene, stets etwas abweichende Registrierung nötig. Meist ist der Registrierungsprozess nur in der Sprache des Landes ausgestaltet und gerade für Länder die man selten beliefert völlig unverhältnismäßig.

Ich bitte Sie deshalb darum bei den anderen IHKn darum zu werben, hier eine innereuropäische zentrale Lösung anzustreben, bei der jeder Händler pro Land seine Verpackungsmengen deklarieren kann und an einer Stelle die nötigen Lizenzen für alle Lieferländer erwerben kann. Anbieter von Dualen Systemen sollen sich dort dann ebenfalls registrieren und ihre Dienste anbieten. Selbst wenn nicht alle EU Länder mitziehen: Je mehr Länder sich an einem solchen zentralen System beteiligen desto besser. Selbst 3 Teilnehmende Länder würden schon Zeit sparen.

Das aktuelle zersplitterte System ist bezüglich Kosten/Nutzen eine Katastrophe. Wer dies nicht glaubt soll einmal versuchen ohne Französischkenntnisse sich in Frankreich zu registrieren.

Mit freundlichen Grüßen,
Kevin Fleischer
Online Händler aus Chemnitz

Versand durch Amazon #151: Unerwartete Chance

Hallo Leute, willkommen zurück zu meinem 151ten Logbucheintrag. Diese Woche ergab sich für mich eine unerwartete Chance Kontakt mit potentiellen Kunden aufzunehmen. Und auch die Verkäufe liefen gut.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Eigentlich hätte diese Woche nicht gut werden können. Aus einem mir noch nicht klaren Grund wurde in Frankreich, einem meiner Hauptabsatzmärkte, ab Dienstag NICHTS verkauft. Mit 7,50€ Umsatzbeitrag ist das ein schmerzlicher Ausfall. Spanien brachte 150€ ein. Italien brachte über 370€ Umsatz ein, was ok ist. Wieso war die Woche also ok? Deutschland! Über 2000€ Umsatz retteten die Woche und katapultierten mich in die „gute Woche“ Gegend.

Arbeiten an Private Label Produkten (PLP)

Neue Varianten für PLP#1

Diese Woche war etwas besonderes, da ich berufsbedingt nach Madrid reisen durfte. Die Arbeiten an meinem PLP waren dadurch natürlich nur eingeschränkt möglich. Allerdings fand ich Zeit um Bilder für meine neuen Varianten zu erstellen, sowie die Sendung zu Amazon auf den Weg zu bringen. Das war leider nicht so smooth wie gedacht, da das neue Set für meinen Hersteller noch ungewohnt im Handling war. Ich entdeckte ein paar Fehler bei der Packliste die sich aber dank guter Kommunikation und mitdenken auf Seiten des Herstellers direkt beheben ließen.

Unerwartete Chance für mein PLP#2

Wie ich schon schrieb war ich in Madrid. Ich war teil einer „Prototypen-Veranstaltung“ bei der mein Arbeitgeber ein neues Trainingsformat testete. Mit dabei: Das Who-Is-Who der Trainer-Community meines Arbeitgebers. Leider bemerkte ich das erst nachdem ich vor Ort war. Denn diese Personen sind gleichzeitig Teil meiner Zielgruppe für mein PLP#2…

An einem Abend saß ich neben einem unserer Führungskräfte am Tisch und erwähnte etwas von Amazon. Daraufhin begann mich dieser Chef auszufragen. Als ich mein Produkt erklärt hatte war er total verblüfft und ging zu den Trainern und meinte die sollten das doch mal anschauen…. Da war ich baff. Ich nutzte die Chance und versorgte die Einkäufer mit Samples (dank Seller Central kann ich sowas von überall aus veranlassen). Bei einem Gespräch mit einem Trainer erfuhr ich dann, wie die internen Einkaufsprozesse laufen und an wen ich mich prinzipiell wenden muss um überhaupt berücksichtigt zu werden. Das klang dann schon mal nicht mehr ganz so easy. Aber dieser Zufall half mir überhaupt erstmal auf den Schirm bei den internen Trainern. Mal schauen ob dabei was rum kommt.

Soweit von meiner Seite. Die Frage von letzter Woche interessiert mich weiterhin: Welche Prozessverbesserung, Tool oder Outsourcing hat euch in den letzten 10 Monaten am meisten voran gebracht und sollte ich auch ausprobieren/überlegen? Schreibt eure Vorschläge und Ideen unten in die Kommentare. Ich bin daran immer interessiert.


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Versand durch Amazon #150: Variantenreich

Hallo Leute und willkommen zur 150ten Episode meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche war ich wieder etwas aktiver und das hatte mit meinem Hauptprodukt zu tun.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Diese 150te Woche brachte endlich wieder etwas mehr Umsatz ein – rechtzeitig zum „Jubiläum“ könnte man sagen. Frankreich gönnte sich zwar eine Auszeit (<70€ Umsatz) dafür war Spanien mit >200€ und Italien mit fast 400€ dabei. Deutschland kam auf >1300€, was eher Durchschnitt ist. Aber dank des etwas stärkeren Auslands kamen über 2000€ zusammen.

Aktivitäten im PL Bereich

Letzte Woche (kurz vor dem letzten Bericht) konnte ich eine Einigung mit meinem Hersteller meines PL-Produkts #1 erzielen. Teil des Deals war eine neue Produktvariante. Und zwar möchte ich Sets aus verschiedenen Varianten anbieten um Kosten bei Amazon zu sparen. Die Idee dahinter: Anstatt 1 Packung in Variante A und 1 in Variante B zu kaufen, möchte ich eine Packung mit A+B bereit stellen. Dabei biete ich dem Kunden einen günstigeren Preis an, ich selbst profitiere von niedrigeren Versand und Pick&Pack kosten. Herausforderung war meinen Hersteller davon zu überzeugen diese Sonderanfertigung zu machen, da er mir eigentlich gerade die Preise wegen „zu viel Aufwand“ erhöhen wollte. Frei nach Coveys 4ter Regel „Think Win/Win“* konnte ich aber hier mit meinem Gegenüber einen zufriedenstellenden Deal aushandeln.

Das war aber natürlich nur die halbe Arbeit. Denn bevor ein Produkt, oder auch nur eine Variante, bei Amazon Landet müssen diverse andere Aufgaben erledigt werden:

  • Label mit der FNSKU müssen erstellt und an den Hersteller geschickt werden.
  • Vorher müssen die Listings erstellt werden
  • Bevor man was verkaufen kann, müssen die Listingtexte erstellt werden
  • Neue Bilder müssen her
  • Und die neuen Listings müssen auch im Ausland verfügbar sein.

Beim Erstellen des Listings merkte ich dann, dass ich die Variante ändern muss, da die bisherigen Varianten auf die Menge abzielten, ich jetzt aber eine Farbvariation anbieten möchte. Via Private Label Journey Gruppe auf Facebook fand ich dann auch heraus wie man seinen Varianten ein eigenes Minibild verpasst.

Tip: Um euren Varianten ein andere Minibild zu verpassen (keine verkleinerte Version des Hauptbildes) könnt ihr die Eigenschaft swatch_image_url benutzen. Ihr findet diese z.B. in der vollen Flat-File Vorlage. Das Bild sollte Quadratisch sein, im JPEG Format und mind. 500px groß. (angeblich die selben Anforderungen wie für das Hauptbild….!)

An den Bildern werde ich noch zu tun haben. Auch die Übersetzung steht noch an. Aber zumindest ist der Hersteller jetzt erstmal mit allen Infos versorgt und ich kann in Ruhe den Rest erledigen.

Soweit von meiner Seite. Ich hoffe der Tip mit dem Minibild hilft euch weiter. Eine Frage hätte ich noch an euch: Welche Prozessverbesserung, Tool oder Outsourcing hat euch in den letzten 10 Monaten am meisten voran gebracht und sollte ich auch ausprobieren/überlegen? Schreibt eure Vorschläge und Ideen unten in die Kommentare. Ich bin daran immer interessiert.


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Versand durch Amazon #149: Kommunikation

Hallo Leute, willkommen zurück zu meinem 149ten Logbucheintrag. Wir nähern uns dem Geburtstag von FBAinGermany.com. Doch aktuell befinde ich mich in den Mühen der Ebene.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Diese Woche verlief recht durchschnittlich. Deutschland schwächelte etwas, brachte aber zumindest >1200€ herein. Der Freitag, vor allem aber der Samstag war hier der Grund für die <200€/Tag : Samstag schien nur in Spanien und Frankreich mein Online-Shop offen zu sein.

Das Ausland brachte erneut ca 550€ ein, was recht ok ist. In Summe kamen 1750€ zusammen, was in Anbetracht meiner langsam sich leerenden Lager durchaus ok ist. Die Nachbestellung meines PL-Produkts #1 hatte ich hinaus gezögert, da mein Hersteller plötzlich mehr Geld wollte. Deshalb war Kommunikation von Nöten.

Kommunikation

Kurz vor Ende dieses Logbuch-Zeitraums gab es dann endlich Rückmeldung von meinem Lieferanten für das PL-Produkt #1. Ein Telefongespräch machte mir klar warum meine gegenüber höhere Preise wollten. Meine „Bulk-Orders“ waren ganz und gar nicht das was ihre Abläufe hergaben. Deshalb verursachte ich mit meinen Bestellungen mehr Stress als Freude. Kleinere, fokussiertere dafür Regelmäßige Bestellungen waren gewünscht. Kein Problem! Das hilft mir sogar, Überbestände bei Amazon und zu viel gebundenes Kapital zu vermeiden.

Amazon hat diese Tage auch eine Kommunikation heraus geschickt. Uns zwar geht es dabei um Produktbilder, welche nicht den Anforderungen entsprechen. Soweit ich die Mail verstehe geht es um das Produkt Hauptbild. Dieses muss auf weißem Hintergrund, in ausreichend hoher Auflösung und ohne Zubehör/Statisten abgebildet sein. Eine weitere Regel besagt, dass das Hauptbild das Produkt nicht in mehreren Farben und aus verschiedenen Richtungen abbilden darf. Im Oktober will Amazon betroffene Listings deaktivieren. Eine Reaktivierung kann dann bis zu 2 Tage dauern.
Damit man nicht grundlos (sondern begründet) in Panik verfällt, hat Amazon einen Report eingerichtet, der einem bereits vorab betroffene Listings meldet. Hier findet den im SC unter diesem Link: https://sellercentral-europe.amazon.com/listing/reports

Wählt dort dann „Fehlende Angebotsdaten und ausgeblendete Angebote“ bzw. in English „Listing Quality and supressed Listings“.
Bei mir waren nur alte Listings die ich nicht länger benutze betroffen. Wie sieht es bei euch aus?

Sonstiges

Ansonsten gibt es leider keine Rekorde oder dergleichen zu vermelden. Falls bei euch etwas interessantes aufgepoppt ist, lasst es mich und die anderen Leser gern in den Kommentaren wissen. Ansonsten wünsche ich euch wie üblich eine erfolgreiche Woche!


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Versand durch Amazon #148: Überraschung

Hallo Zusammen und Willkommen zurück zu meinem 148ten Logbucheintrag. Diese Woche gab es wieder eine Überraschung aus einer vollkommen unerwarteten Ecke…

Bericht zur Lage des Verkaufs

Eine solide Woche ohne besondere Highlights – so kann man die letzte Woche in Sachen Umsatz beschreiben. Deutschland brachte >1400€ ein, Frankreich und Italien jeweils 200€ (+-10%) und Spanien gab es auch noch. In Summe kamen knapp unter 1900€ Umsatz zusammen. Ganz in Ordnung. Im Bereich „Werbekosten“ läuft alles wie zuvor.

Überraschung

Aktuell mache ich einen Großteil meines Umsatzes mit meinem ersten PL Produkt. Diesbezüglich lief es dieses Jahr auch recht ok. Also musste ja was passieren: Mein Hersteller teilte mir mit, dass ja alles so furchtbar aufwändig wäre und er deshalb mal lieber die Preise erhöhen muss. Also besteht meine Aufgabe z.Z. darin zu schauen, ob man das abwenden kann. Und das gerade als ich für mein PL1 eine Auswertung gefahren habe und mir eine neue Produktvariante ausgedacht hatte mit der ich Versandkosten sparen kann.

Außerdem erfuhr ich, dass ein Multichannel Versandauftrag den ich ausgelöst hatte nicht bei meinem Kunden ankam, sondern direkt wieder zurück ins Lager ging. Erfahren habe ich das, als ich meinen Kunden um Feedback zum Produkt bat und der sagte er hätte mein Produkt nie erhalten. In der Versandhistorie sieht man, dass da ein Zeitfenster für die Zustellung geplant wurde nur um 3Min später die Retour an den Verkäufer zu veranlassen. Toll gelaufen. War vermutlich so eine Expertentruppe wie Hermes oder GLS… Leider kann man beim Amazon Multichannel Versand den Dienstleister nicht auswählen.

Sonstiges

Mein PL Produkt #3 ist soweit fertig und ich kann diese Woche eine erste Order absetzen. Mal schauen wie das so funktioniert. Ansonsten bleibt mit nur euch eine erfolgreiche Woche zu wünschen. Gebt Bescheid, wenn ihr coole neue Entwicklungen gesehen habt oder euch etwas außergewöhnliches Passiert ist.


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Versand durch Amazon #147: Ablenkung

Willkommen zur 147ten Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche kam ich mit diversen Themen voran, allerdings scheinen meine Kunden gerade mit anderen Dingen beschäftigt zu sein…

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Versand durch Amazon #146: Besser als gedacht

Hallo Leute, in den letzten Wochen war ich recht geknickt, da ich glaubte mein neues Produkt würde sich nicht verkaufen. Diese Woche musste ich lernen, dass dies so nicht stimmt…. zum Glück.s

Bericht zur Lage des Verkaufs

Die letzte Woche hätte wieder eine richtig tolle werden können. Und das kam so:
Am Montag stieg Deutschland mit >400€ in die Woche ein und das Ausland steuerte den Rest bei um die 500€ Marke zu knacken. Am Dienstag wieder über 400€ insgesamt. Mittwoch wieder über 400€, Donnerstag 300€. Am Freitag dann der stärkste Tag (was rar ist) mit knapp unter 700€ Umsatz. Dann kam der traditionell schwache Samstag mit <150€. Den Abschluss besorgte dann der Sonntag mit sage und schreibe 0€. Das ist kein Schreibfehler. Aber trotzdem nicht schlecht, kamen doch so >2500€ Umsatz zusammen.

PL2 : Doch besser als gedacht

In den letzten 2 Wochen war meine Stimmung etwas down, da ich glaubte 0 Einheiten meines neuen Produkt verkauft zu haben. Und zwar nutze ich eine Filtereinstellung in meinen Emails um anhand der „Amazon hat ihre Ware versandt“ Mails zu erkennen wie es so läuft. Meine Filter waren aber auf ein Schlagwort eingestellt, welches ich im Zuge der Titeloptimierung vor 2 Wochen weiter nach hinten im Titel verschoben hatte. Da nur der Anfang des Titels in der Email auftaucht, erkannte mein Filter keine Verkäufe. Als ich den Fehler bemerkte, zog ich mir direkt nochmal die echte Statistik von Amazon und wertete diese aus. Und anstatt schlechter lief es in den letzten Wochen sogar besser! Noch besser war meine Stimmung, als ich Rückmeldung von einigen Reviewern erhielt, welche ich auf FB angesprochen hatte. Diese bestätigten, dass mein Produkt in ihrem Umfeld 1A funktionierte. Eine Reviewerin war so begeistert, dass sie versuchen möchte mein Produkt in ihrer Firma als Standard zu etablieren. Dass sie ohne mein nachfragen dann direkt noch einen positiven Amazon Review geschrieben hatte war da die Krönung.

In dem Zuge habe ich auch nochmal meine Facebook-Werbung gecheckt. Diese korreliert mit einer Woche, in der ich die meisten „Probiersets“ verkauft habe. Eventuell war die Facebook-Werbung durchaus erfolgreich. Da ich nicht mit FB-Pixel & Co gearbeitet habe, weiß ich das nicht mit Bestimmtheit. Aber ich denke ein erneuter Test könnte sich hier anbieten. Wenn es wieder einen Spike gibt, dann kann ich das definitiv zuordnen.

Soweit von meiner Seite. Ich hoffe auch bei euch gab es positive Überraschungen. Zum Abschluss noch ein kurzer „Gedankenblitz“ zum drüber nachdenken:
Was passiert eigentlich in Hinblick auf die DSGVO, wenn man virtuellen Assistenten (VAs) Zugriff auf den Amazon Account einräumt bzw. auf die Bestell/Steuerinfos?


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Versand durch Amazon #145: Kurzer Abstecher nach Polen

Hallo Leute, willkommen zu meiner kurzen Urlaubsausgabe. Ich war mit Freunden für eine Woche in Polen. Auf dem weg nach Stettin habe ich das große Amazon Versandzentrum wenige Kilometer hinter der Grenze gesehen. Aber nur im Vorbeifahren. Wie lief die Woche geschäftlich?

Bericht zur Lage des Verkaufs

Deutschland kaufte diese Woche weniger bei mir ein. Der Umsatz sank etwas auf unter 1700€. Das ausland konnte diesmal auch nicht wirklich überzeugen. So schaffte weder Italien noch Spanien den Sprung über die 100€ Marke(!). Frankreich scheiterte an der wenig imposanten 150€ Marke. Ich hoffe es liegt an der Ferienzeit.

Entwicklung der Werbekosten

Nachdem ich letzte Woche an den Werbekosten geschraubt hatte, möchte ich doch gern eine Veränderung sehen. Tatsächlich sind meine Kosten leicht gestiegen. What? Soweit ich das sehe hängt das damit zusammen, dass ich mehr Klicks generieren konnte. Das schiebe ich einfach auf meine überragenden Titel-Überarbeitungen.

Am meisten geändert hatte ich an den Kampagnen für mein aktuelles Produkt (PL#2). Die Anzahl Klicks ist gleich geblieben. Was ich darauf schiebe, dass mein Budget einfach nicht mehr hergibt. Bei einem ACOS von 35% lohnt sich hier auch nicht das Budget zu erhöhen. Statt dessen muss ich die Bits weiter senken. Ab einem ACOS von <20% kann dann das Budget erhöht werden. (Soweit mein Verständnis. Falls ihr es besser wisst, lasst mich nicht dumm sterben…)

Für mich heißt das erstmal: Weiterfahren und Beobachten. (Werkstattdeutsch für: Keine Ahnung… Mal gucken was passiert)

Soweit von meiner Seite. Wie läuft es bei euch?


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Versand durch Amazon #144: Werbekosten reduzieren

Hallo zurück zum 144ten Versand durch Amazon Logbuch Eintrag. Letzte Woche hatte ich festgestellt, dass es so mit den Werbekosten nicht weitergehen darf. Hier gibt’s eine Beschreibung meiner Überlegungen. Doch zuerst:

Bericht zur Lage des Verkaufs

Der Montag war mit >500€ ein richtig toller Start in die Woche. Wobei hier vor Allem die Deutschen den Umsatz trieben. Die ausländischen Marktplätze brachten diese Woche in Summe etwas über 500€ Umsatz ein. Bis auf Donnerstag war Deutschland immer der stärkste Marktplatz für mich. Am Ende der Woche kamen ca. 2250€ zusammen, Deutschland steuerte dabei >1700€ bei.

Werbekosten reduzieren

Die Werbekosten war im Juli so hoch, dass von über 11000€ Umsatz am Ende nur 500€ Gewinn blieben. Nicht wirklich befriedigend. Die Werbung fraß dabei locker 2k auf. Aber was kann man dagegen tun?

Basics

Zum Anfang meiner Werbe-Optimierung habe ich mich nochmal belesen bzgl. der Grundlegenden Zusammenhänge. Drei Kennzahlen sind interessant:

  • deine Marge
  • der ACOS deiner Kampagnie (Wie viel Geld musst du im Schnitt für Werbung ausgeben um einen Verkauf zu erzeugen.) Liegt der ACOS über deiner Marge, dann verlierst du Geld durch Werbung. Liegt er darunter, dann verdienst du Geld
  • der Anteil der Werbungsverkäufe am Gesamtumsatz.

Folgende Grundregeln gibt es:

  • Liegt der ACOS leicht über deiner Marge, dann reduziere die Bits leicht. Infolge wirst du weniger oft als TopBidder gewinnen sondern als „zweiter Sieger“ angezeigt. In diesem Fall hast du weniger Kosten und trotzdem Views.
  • Liegt der ACOS extrem über deiner Marge, dann lockst du zwar Klicks an, dein Listing kann die Kunden aber nicht überzeugen. Limitiere das Tagesbudget auf einen erträglichen Wert. Steigere das Budget erst, wenn dein Listing besser performt. Checke auch ob du irrelevante Keywords bewirbst. Diese unbedingt ausschließen (Negativ Exact)
  • Liegt der ACOS deutlich unter deiner Marge, dann bietest du zu wenig Geld per Click und lässt potentielle Verkäufe liegen. Erhöre auch das Tagesbudget. Hier druckst du gerade Geld.
  • Ist der Webeanteil an den Verkäufe > 30% dann musst du mehr organische Verkäufe erzeugen. D.h. Keywordoptimierung, Listingoptimierung.
  • Ist der Webeanteil < 10% bei gutem ACOS dann machst du nicht genug Werbung. Kannst du die Keywords für die du bietest sinnvoll erweitern?

Rein in die Daten

Nachdem ich den Bericht geladen habe sortiere ich ihn nach Datum (der Bericht ist sonst nach Kampagne sortiert) und filtere auf eine einzelne Kampagne. Ich Nehme zuerst die Auto-Kampagne für mein neues PL-Produkt.
Ich filtere weiter auf alle Keywords die jemals Umsatz gebracht haben. Die resultierenden 15 Keywords sind 1x mein Hauptkeyword (38000 Views), 13x ASINs anderer Produkte und 1x ein Long Tail Keyword (1 View).

Woher kommen die ASINs als Keyword? Suchen Kunden danach? Nein.
Nach kurzem Googlen findet man heraus, dass ASINs in den Werbeberichten auftauchen, wenn Kunden über externen Traffic zu Amazon kommen (also nicht die Amazon-Suche benutzen) und dann auf einen Werbelink klicken welches im Listing angezeigt wird (unten bei „Andere Kunden kauften auch“).
D.h. ich habe durchaus recht viele Impressions dort. Deshalb sollte ich meinen Titel darauf optimieren, dass er in diesen „Kunden Empfehlungen“ vernünftig angezeigt wird. D.h. die ersten 84 Zeichen des Titels müssen BOMBE sein. Geht auf meine Todo Liste.

Eine nicht so tolle Erkenntnis ist, dass mein Hauptkeyword nicht konvertiert. 76 Klicks pro Kauf haben verheerende Folgen für den acos (Durchschnittskosten eines Verkaufs). Was heißt das?
Ist das Keyword nicht relevant? Doch ist es! Aber die Leute wissen nicht was sie erwartet wenn sie auf den Link klicken. Wer das 0815 Standardprodukt sucht, will mein Produkt nicht. Wer das Profiprodukt Sucht, der ist bei mir richtig. Ich schätze, dass die Titeloptimierung hier auch weiterhilft.

Im nächsten Schritt bin ich die Kampagnien mit einer anderen Brille durchgegangen: Tragfähigkeit. Ich habe diverse kleine Probierpackungen oder günstige Produkte im Portfolio die Werbung einfach nicht so gut verkraften wie Produkte mit einem höheren Verkaufspreis. Das kann man sich auch leicht erklären: Hat man nur 1€ Marge auf einem 10€ Artikel, dann kann man sich nur 1-2 PPC-Klicks leisten, bevor der ACOS über der Marge liegt und damit die Werbung nicht mehr rentabel ist. Sagen wir das selbe Produkt in einer größeren Version hat 5€ Marge. Jetzt kann ich 5-10 Klicks kaufen und mache trotzdem noch etwas gut.

Und dann gibts da noch die ausländischen Marktplätze. Interessanterweise laufen die alle viel besser und kontrollierter ab. Mit ACOS von 10-12% habe ich da keinen Handlungsbedarf. Mit einer Ausnahme: Spanien. Dort hatte eine Kampagnie >1000% ACOS! Wow, die ist mir durch die Lappen gegangen.

Meine Erkenntnisse

Zum einen war der Titel nicht gut genug. Vor allem die ersten 8x Zeichen sind entscheident für die „OnListing-Ads“ welche bei mir besonders stark genutzt werden. Das wusste ich nicht. D.h. ich muss meine Titel optimieren.

Zum anderen hatte ich noch einige Kleinpackungen in den Kampagnen drin. Das verträgt sich nicht mit Werbung. Häufig sind es aber die Kleinpackungen die später organisch am besten Ranken und wieder Leute „kostenlos“ auf das Listing lenken.

Warum es so einen starken Gegensatz zwischen DE und IT & FR gibt weiß ich nicht. Ich hoffe nicht, dass es ein Arschlochmove eines Konkurrenten ist, der z.B. via Clickbots die Kosten anderer Bewerber hochtreibt. Denkbar ist ja mittlerweile alles.

Sonstiges

Aktuell bin ich in Polen in Urlaub und lass es mir gut gehen (das Essen ist lecker und günstig!). Mal sehen ob und was ich machen kann.

Ich wünsche euch viel Erfolg bei euren Unternehmungen. Falls ihr eure Werbungsberichte anders analysiert, wäre ich an Tipps/Tricks interessiert. Ich hoffe mein Vorgehen war interessant.


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Versand durch Amazon #143: Kurz vor dem Sommerloch

Hallo Leute, bevor ich mich für eine Woche nach Polen absetze gibt es nochmal ein kurzes Update von mir – mit erschütternden Zahlen!

Bericht zur Lage des Verkaufs

Die tollen letzten Wochen klingen nun langsam aus. Deutschland ist mit knapp unter 1500€ wieder bescheidener aber dennoch OK unterwegs. Das Ausland konnte diesmal allerdings nicht zur Rettung eilen. Mit 750€ war deren Ergebnis auch gut aber nicht herausragend. UK zeigte erstmals ein paar mehr Verkäufe als üblich, wobei ich dies zu 100% auf Produkttester schieben würde.

Wie verlief nun der Juli? Diesmal gehe ich so vor:
* Ziehen des TaxReports (Enthält Verkäufe und Rücksendung. Sehr bequem…)
* Summieren der Spalte W (Umsatz exkl. Steuern)
* Multipliziert mit „ca. Marge“
* abzüglich Werbung

Der Monat war aus Umsatzsicht erneut ein Rekordmonat. Mit über 11400€ gab es da keinen Zweifel.Gerade die Rekordwoche 139 half da natürlich richtig weiter.  Der Netto-Umsatz, und der ist entscheidend, lag bei 9700€.
Ich setze eine Marge von ca. 20% an (genauer mag ich es nicht machen) und komme damit auf einen Gewinn vor Werbung und Steuern von 1940€.
Die Werbung ist in diesem Monat total explodiert – und ich hatte es nicht bemerkt! Mit 1760€ werden die Einnahmen fast vollständig aufgefressen. Damit bin ich dann auf Verkäuferlevel 2 gefallen. Krass…. Hier muss ich dringend gegensteuern!

Soweit von meiner Seite. Beim neuen Produkt warte ich auf Zuarbeit von meinem Kontakt.
Aktuell fällt mir die geschäftliche Seite echt schwer da das positive Feedback fehlt.