Archiv der Kategorie: Strategy & Planung

Versand durch Amazon #102: Die nächste Hürde

Hallo Leute und willkommen zurück zur 102ten Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. Letzte Woche nahm ich eine weitere Hürde auf dem Weg zum Release meines ersten komplett selbst erdachten Produkts. Allerdings nicht die letzte, wie sich diese Woche zeigte. Zuerst gibt es aber wieder die Verkaufszahlen der letzten Woche im

Bericht zur Lage des Verkaufs

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Versand durch Amazon #99: Kurz vorm Herzinfarkt

Leute! Was für ne Woche… Willkommen zurück zur 99ten Woche des Versand durch Amazon Podcasts. Diese Woche war echt krass. deshalb schieb ich die Zahlen heute mal etwas weiter runter. Denn diese Woche ging alles ums Private Label Projekt.

Privat Label Projekt

Einleitung

Kurz für die neuen Leser unter euch die Zusammenfassung. Ende Januar war ich mit einem Kollegen aus der Mastermindrunde auf der Creative World in Frankfurt. Eigentlich sollte es um eine Kooperation gehen, aber das verlief im Sande. Nebenher sprach ich Hersteller für eine Produktidee an die ich seit einiger Zeit mit mir herum schleppte. Seit März, also nunmehr die letzten 6 Monate oder 24 Wochen arbeite ich an dem Projekt. Nachdem ein Hersteller mir nicht weiterhelfen konnte oder wollte, hatte ich nun einen Hersteller gefunden der bereit war die Ware nach meinen Anforderungen herzustellen. Im Gegenzug musste ich etwas größere Mengen ordern. In der Zwischenzeit habe bei Patentamt zwei Unionsmarken registriert, dass Design erstellt und generell alle Freizeit ins Projekt investiert die ich hatte.

Erster Akt

In den letzten zwei Wochen war mein Ansprechpartner in Urlaub. Am Montag kam er zurück. Ich wartete auf Antworten für Anfragen die ich gestellt hatte. Eigentlich wollte ich nur noch verschiedene Packungsgrößen und Verpackungsvarianten kalkulieren um dann die Bestellung auszulösen. Dann erhielt ich eine Nachricht dieser Art:

Sehr geehrter Herr Fleischer,

während meiner Abwesenheit haben meine Produktionskollegen ihre Anforderungen besprochen und mich angewiesen ihnen mitzuteilen, dass wir dieses Projekt nicht weiter fortführen wollen. Ich verstehe, dass dies für sie überraschend kommt, insbesondere in Anbetracht der investierten Aufwände die alle Beteiligten geleistet haben.
Wir hoffen, dass sie mit einem Anbieter, z.B. NameDesAnderenAnbietersDerAbgesagtHat mehr erfolg haben.

Mit freundlichen Grüßen,
Der Ansprechpartner

Bäm! WTF!? In echt? WTF? Aber warum? WTF?

Die Reaktion

Interessant war was mit mir passierte. In der Vergangenheit tendierte ich eher zum weinerlichen „warum immer ich?“ oder „mein schöner Plan ist kaputt…*heul*“. Diesmal nicht. Diesmal war ich im Problem solving Modus. Ich dackelte im Flur auf und ab und textete meinen Freund an, der ein Unternehmer ist und beschrieb die Situation. Aber nicht nur das… irgendwie wusste ich was zu tun war:

  1. Ich rufe die an. Ich hab mit denen seit der Messe nicht gesprochen. Hier liegt bestimmt ein Missverständnis vor.
  2. Falls die das durchziehen, dann kontaktiere ich den anderen Hersteller nochmal. Im Worstcase verschiebt sich der Launch meines Produkts um 2-3 Monate. Bis ich das Produkt so gefertigt bekomme wie ich will.
  3. Wenn die auch nicht mitspielen, kontaktiere ich andere Hersteller. Ich weiß, dass es mindestens noch einen anderen gibt (Weltmarktführer… Dickes Brett…). Verschiebt das Projekt um 3-6 Monate.

Mein Kumpel meinte nur: „Klingt gut. Mach mal.“ Also rief ich meinen Hersteller an.

Im Gespräch stellte sich heraus (zwischen den Zeilen), dass ich bei der Firma Aufwand erzeugt habe den sie bei der Bestellmenge nicht als gerechtfertigt gesehen haben. Als ich dann 5 verschiedene Packungsgrößen ins Spiel brachte, war das der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte und man wollte das Thema beenden.

Meine Situation war die: Ich wusste, dass dieser Hersteller mir mein Produkt so fertigt wie ich wollte, während der andere mir bereits da Kompromisse abringen wollte. Mein Hersteller war nur genervt von der Verpackungsgeschichte. Also machte ich folgendes Angebot: „Hey Leute, hier liegt ein Missverständnis vor. Die Verpackungsgeschichte waren Ideen die ich diskutieren wollte. Das sind keine Anforderungen. Wenn ihr sagt, das geht nicht, dann muss ich selber die Verpackung machen.“
Ok… man würde sich bei mir melden. Außerdem sagte man mir noch, dass die Einzelverpackung nicht die schicke, tolle, stylische sei, die man so gewohnt ist. Sondern auf Grund meiner Anforderungen eine etwas weniger tolle ist. Ich war besorgt…

Letzte Hoffnung

Am Abend habe ich dann gebrütet wie ich die Verpackungsprobleme noch lösen könnte. Mir kam ein genialer Einfall, der andere Probleme mit gelöst hätte. Also schrieb ich wieder eine Mail. Mir war da etwas mulmig… Die letzte Mail hat mich fast das Projekt gekostet….

Die Antwort kam zurück:

Hallo Herr Fleischer,

ich darf ihnen mitteilen, dass wir unter den gegebenen Umständen bereit sind das Projekt fortzusetzen. Konkret heißt das:

Selber Preis wie vorher mit Verkaufsverpackung nun aber ohne. Und als Einzelverpackung nur die Variante die noch so pralle ist. Und nochmal: Das ist die einzige Einzelverpackung die möglich ist. In Echt.

Hmm… ok. Wo stehe ich jetzt? Hersteller 1 will mein Produkt gar nicht so fertigen („ist aus technischen Gründen unmöglich“). Hersteller 2 baut mir mein Produkt, allerdings ohne Verkaufsverpackung und ohne die tolle Einzelverpackung. Aber immerhin…

Auflösung

Also setzte ich mich hin und schrieb ein „Memorandum of Understanding“. Darin beschrieb ich mein Verständnis des Projekts. Was mein Zulieferer liefern wird. Wie die Produkte aussehen und wie sie verpackt sein werden. Welche Anforderungen an die Transportverpackung ich habe. Dass der Hersteller als Exporteur auftreten wird und dass er mir vorab 100 Exemplare via DHL zusenden wird. Ich beschrieb, wie der Hersteller seinen Vortschritt dokumentieren wird, und dass er mir bestimmte Fotos zusenden muss um zu zeigen, dass er die Umsetzung korrekt gemacht hat. Ich beschrieb auch wie ich glaubte, dass die Zahlungsmodalitäten sein sollten und dass der Hersteller meine Marken und Designs nicht anderen zur Verfügung stellen wird. Kurz: Alles was bereits gesprochen war + meine Vorstellung bezüglich der Lücken.

Ich schickte die Mail und wartete. Sicherlich gibt es da noch Gesprächsbedarf. Als Antwort bekam ich:

Es ist schön zu sehen, dass das Projekt nun gestalt annimmt. Wir sind mit allen Punkten des Memos einverstanden. Im Anhang noch unser Auftragsformular

So. Am Anfang der Woche war mein Projekt nach 6 Monaten auf der Killlist und am Ende der Woche bin ich bereit für die Bestellung. Falls das eine Chinesische Verhandlungstaktik war, dann haben sie gewonnen. Aber um ganz ehrlich zu sein: Ich hatte nicht wirklich das Gefühl eine Wahl zu haben.

Bericht zur Lage des Verkaufs

So, nun aber wieder zu den gewohnten Zahlen. Diese Woche scheinen die Ferien langsam vorbei zu sein, denn die Verkäufe zogen wieder an.  Deutschland brachte sehr gute 1450€ herein. Das Ausland legte nochmal 680€ oben drauf. Italien allein 300€. Frankreich schwächelt noch (haben die noch Ferien?). Damit sind wir wieder in den Top 10 der stärksten Umsätze pro Woche angekommen.

Mein ersten PL Produkt ist nun auch aus den USA eingetroffen. Leider entsprach die Transportverpackung (trotz Zusage) nicht den Anforderungen, so dass mein Spediteur die nochmal umpacken musste. Das sind Sachen über  die ich mich mittlerweile gar nicht mehr aufrege… Nächste Woche muss ich noch zusätzliche Ware einschicken. Aber alles in Allem, bin ich erstmal gut ausgestattet.

Soweit von mir und von meiner Herzinfarktwoche. Hattet ihr schon mal solche Krisen? Wie reagiert ihr da? Wie lang dauert es, bis man da cool reagiert und nicht nervös wird?

Versand durch Amazon #96: Freundschaftsdienste

Hallo Leute, willkommen zurück zu meinem 96ten Logbucheintrag. Diese Woche ging endlich wieder Nachschub auf die Reise (jedoch zu spät um Wirkung zu entfalten). Ich hingegen konnte Wirkung entfalten, indem ich einem Freund von einer Dummheit abhielt die mit Amazon wenig zu tun hat, erfolgreiche Amazon Händler allerdings schon treffen kann: Immobilien.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Meine Verkäufe sind in Deutschland zum Glück wieder angestiegen und lag mit über 900€ auf dem Niveau wie vor zwei Wochen. Im Ausland sahen die Zahlen hingegen noch immer nicht so pralle aus. Allein Spanien konnte zumindest noch 240€ beitragen. Die anderen Länder kamen zusammen nicht auf 150€.

Der Deutsche Nachschub ist nun wieder auf dem Weg, allerdings ging das ganze erst spät in der Woche auf die Reise, so dass der neue Bestand sich noch nicht bemerkbar machen konnten.
Anders sieht es mit meinem US Zulieferer aus.

Der US Lieferant macht mir aktuell Sorgen. Zur Erinnerung: Zu diesem Lieferant war Amko und ich Anfang des Jahres gewechselt, nachdem der alte Lieferant Probleme gemacht hatte. Die erste Bestellung war vom Service her gut, von der Qualität (der Verpackung und der Label) ausbaufähig (die Ware war wie erwartet, TipTop). Meine aktuelle Bestellung zieht sich hingegen echt wie Gummi. Eine mir zugestellte Rechnung wies nun, nach langem Warten, auch noch die falschen Inhalte auf (falsche Mengen und Variante). Alles in allem keine schöne Situation – und so langsam wird es enge mit meinem Warenbestand.

Freundschaftsdienst – Immobilien

Wie in der Anleitung schon angekündigt, war ein anderes Thema plötzlich relevant und ich musste kurz einem Freund zur Seite stehen. Was ihr nicht wisst ist, dass ich mich mit Immobilien zumindest etwas auskenne. Dies hängt mit meinem „Rente Mit 40“ Ziel zusammen, wo Immobilien eine Rolle spielen, und einem Studium an der DIA. In dieser Woche allein haben mich 3 verschiedene Freunde zu dem Thema angesprochen. Einer davon wollte nun in einem „Blasenmarkt“ eine Wohnung kaufen und ich musste ihn davon abbringen. Glücklicherweise rieten auch andere enge Vertraute ab, so dass ein klärendes Gespräch und eine Infografik die ich für diesen Zwecke erstellt habe, durch drangen.

Folgende Infografik /Entscheidungsdiagramm habe ich für ihn gebastelt:

click for bigger version – Decission Graph „Shall I buy that house/real estate?“

Klar ist, dass so ein Graph nie das komplette praktische Wissen eines Maklers, Gutachters,  Immobilienverwalters oder zumindest eines gestandenen Vermieters einpacken kann. Aber zumindest diese oben abgebildeten, wenigen zentralen Fragen sollte man sich stellen. Im konkreten Fall war nämlich klar, dass der Kauf kein „good investment“ werden würde. Auf die Frage ob die Wohnung dann die „Traumwohnung zum alt werden“ sei, kam auch keine positive Antwort. Kurz: Die Makler hatten gute Arbeit geleistet und jemanden so lange nervös gemacht und aufgeheizt, dass er sich fast für 30 Jahre verschuldet hätte mit einer Immobilie die im im Bestfall(!) 2% Rendite eingebracht hätte. Ich persönlich rechne eher mit einem stattlichen Verlust…

Das Thema beschäftigte mich bestimmt 4-6 Stunden, wenn nicht länger. Mein Freund hat nebenbei den „Notausgang“ Miete gewählt. Er mietet das Objekt erstmal – auch das ist nicht wirklich eine tolle Entscheidung, da auch die Mieten (für meine Verhältnisse) überzogen sind, jedoch sind sie immer noch das kleine Übel (Für die Kenner: Maklerfaktor ist 30!) und man kann seinen Fehler rückgängig machen und einfach ausziehen. (Ist nebenbei ein Ratschlag von Tim Ferris: Wenn Experimente, dann immer so, dass man sie Rückgängig machen kann.)

Falls jemand von euch mit dem Gedanken spielt seine Schäfchen mittels Immobilien ins trockene zu bringen, dem sei folgender Ratschlag mit auf dem Weg gegeben: Stellt sicher, dass die Investition von Anfang an eine gute ist – und nicht erst durch erhoffte(!) Miet/Wertsteigerungen der Zukunft. Das Objekt muss im Falle der Vermietung für euch Profit abwerfen oder zumindest keiner Zuzahlung bedürfen. Und ja, damit meine ich nach Kreditrate, Tilgung und Hausgeld. Geht nicht? Geht schon. Falls ihr das nicht macht, dann seid ihr die Blase. 😉 So geh ich jedenfalls an die Sache ran. Machen es Andere anders und sind erfolgreich? Bestimmt. Ich mach das nicht. Und Lotto spiel ich auch nicht als Altersvorsorge…

Soweit von meiner Seite. Ich hoffe dieser Ausflug in „benachbarte“ Gewässer hat euch nicht abgeschreckt. Ich weiß, dass Immobilien so ein Thema sind, was einige Umtreibt – insbesondere bei den niedrigen Zinsen. Aber lasst euch gerade deshalb nicht in etwas hinein hetzen, was euch die nächsten 20-30Jahre begleiten wird. (So wie der Kredit auf die Bude….)
Nächste Woche gehts dann hoffentlich wieder weiter mit Fortschritten beim FBA. 😉

Versand durch Amazon #92& #93 – Markenanmeldung und Design bei Cocktails

Nach einer Woche Auszeit melde ich mich heute wieder zurück mit Neuigkeiten von der Private Label Operation – Ich habe meine Markenanmeldung eingereicht. Weiterlesen

Versand durch Amazon #89 : PPC und Verwaltungskram

Hallo Leute, willkommen zur 89ten Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. War das etwa eine neue Rekordwoche? Und kostet mich die neue PPC Kampagnienstruktur plötzlich fast 2000€? Außerdem gibts noch einen wichtigen Hinweis zur Amazon Rechnungserstellung. Weiterlesen

Versand durch Amazon #88: Auf Keyword Suche (PPC & Keyword Research)

Willkommen zurück zum 88ten Eintrag in mein Versand durch Amazon Logbuch. Nach der AMZCON/PLD17 habe ich meine Mastermindrunde einberufen und mich mit ihnen mal zum Thema PPC kurz geschalten. Heraus kam, dass ich vielleicht mal am Anfang anfangen sollte – mit dem Keyword Research.

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AMZCON Private Label Days 2017

Versand durch Amazon #87 – AMZCON und Private Label Days

Hallo Leute, willkommen zur 86ten Ausgabe meines Versand durch Amazon Logbuchs. Trotz einiger Hürden (die mir die Deutsche Bahn in den Weg stellte) bin ich motiviert von den Private Label Days /AMZCON zurück. Das Event war super und ich werde einige Learnings gern mit euch teilen. Bevor wir dazu kommen kurz der Blick auf die Zahlen der letzten Woche. Weiterlesen

Versand durch Amazon #83: Fortschritte

Hallo und willkommen zurück zur 83ten Woche meines Logbuchs. Diese Woche gab es endlich wieder ein paar Fortschritte im Private Label Bereich zu vermelden.

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Versand durch Amazon #82: Organisatorische Arbeiten + Rückblick April

Willkommen zur 82ten Ausgabe meines Logbuchs. Diese Woche war geprägt von organisatorischen Arbeiten. Ich konnten mit verschiedenen Herstellern über Produkte und Versandkonditionen verhandeln und der Nachschub aus den USA steht an. Weiterlesen

Versand durch Amazon #81: Nachschubstrategie und Brand Building Podcast

Hallo Leute, willkommen zum 81ten Logbucheintrag meiner Versand durch Amazon Reise. Diese Woche war ich wieder zurück in Chemnitz und konnte aktiv werden.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Nach einer doch recht verheerenden Woche war ich sehr froh als ich wieder Umsatz in Deutschland sehen konnte. Mit knapp 850€ war ich wieder auf Kurs. Italien war mit knapp 200€ ebenfalls wieder ganz ok. Frankreich und Spanien kamen jedoch auch diesmal noch nicht einmal auf zusammen 150€. Mit knapp unter 1200€ scheint die Talsohle jedoch erstmals wieder durchschritten. Dies könnte auch am Endlich verschickten Nachschub gelegen haben der doch spührbar fehlte. Weiterlesen