Versand durch Amazon #270 – Zahlungsdienstleister verwenden?

Hallo Leute, willkommen zurück zur 270ten Ausgabe meines Versand durch Amazon Logbuchs. Aktuell beschäftige ich mich mit Zahlungsdienstleistern, da ich davon ausgehe, dass Amazon mir bald Überweisungen aus dem Ausland schicken möchte – und mich das viele Gebühren Kosten wird….

Bericht zur Lage des Verkaufs

Aber erstmal muss was zu überweisen sein. Schauen wir also auf die aktuellen Zahlen:

Dass UK keine Einnahmen zeigt ist ja „ok“ bzw zu erwarten. Diese Woche macht Spanien aber das Gleiche und das ist dann schon etwas ärgerlich.
Frankreich scheitert an der 200€ Marke, kann sich aber zur Vorwoche steigern.
Ebenfalls steigern konnte sich Italien: Mit fast 300€ ist das schon wieder ein etwas besseres Ergebnis.
Deutschland kommt auch diese Woche nicht über die „700€ bzw 100€/Tag“ Marke. Mit etwas über 600€ muss ich mich zufrieden geben.

Nachschub

Vor lauter „Downtime“ hätte ich fast verpasst Nachschub zu Amazon zu schicken. Ich hatte letztes Jahr von einem Hersteller der seinen Betrieb aufgibt eine Palette Ware zum Abschluss geordert und diese fertig gelabert bei mir auf Lager gelegt. Jetzt wollte ich die verschicken und musste feststellen, dass

  1. Amazon die Sendung dicht gemacht hat und ich die nicht wieder öffnen lassen kann.
  2. Amazon eine Obergrenze für die Ware eingeführt hat und ich 5 von 40 Paketen von der Palette nehmen lassen musste.

Das hieß auf gut Deutsch: Palette neu bauen lassen und dann ab damit zu Amazon. Das sind natürlich Zusatzkosten die nicht geplant/gewollt waren, aber so ist das nun mal.

Damit hat sich auch geklärt, wie lang eine Sendung bei Amazon offen bleibt: Nach 3 Monaten wurde die Sendung bei Amazon zugemacht.

Thema Zahlungsdienstleister

Wenn der Schnee schmilzt, siehst du wo die Kacke liegt.

Rudi Assauer – Philosoph (und Sportmanager)

Und nachdem der Brexit Realität wurde, siehst du welche Konsequenzen er wirklich hat. Genau das ist für uns Amazon-Händler passiert. Und plötzlich merkt man, dass die kostenoptimierten internen Strukturen von Amazon für uns Händler gar nicht so optimal sind. So hat sich Amazon für seine kleineren Marktplätze ausgedacht, deren Payment Abwicklung in UK bei der Deutschen Bank anzusiedeln. UK ist nun „Ex-EU“ und somit sind SEPA Überweisungen von dort für unsere Banken ein gefundenes (da unreguliertes) Fressen. Meine Bank ist mir z.B. für eine kleine Gebühr von 16€ (!) pro eingehender Überweisung (!!) gern behilflich diese entgegen zu nehmen.

Wieso braucht man überhaupt einen Zahlungsdienstleister?

Dafür gibt es zwei Hauptanwendungsfälle:

  1. Und der Hauptgrund aktuell: Man möchte Zahlungen senden oder Empfangen und die normalen Bankgebühren sind zu hoch (seltener aber durchaus denkbar: Die Transferdauer ist zu lang).
  2. Man nimmt Zahlungen in Währung A (z.B. USD) ein, kauft seine Ware in Asien in Währung B (z.B. CNY) und lässt sich seinen Profit in Währung C (EUR) auszahlen.
    Anstatt immer wieder Konvertierungskosten zu haben, kann man das Geld in einem Zahlungsdienstleister Account kostenlos halten und dann nur für die Summe Gebühren zahlen die Tatsächlich auflaufen.

Welche Zahlungsdienstleister kann man bei Amazon nutzen?

Amazon hat vor kurzem ein neues Programm verkündet und dort auch eine Liste mit Zahlungsdienstleistern erwähnt. Aktuell (Q1 2020) fehlt da leider Transferwise aka Wise. (Transferwise hat sich letzten Monat umbenannt in Wise. Ok. Hmm. Egal)

Das ist dahingehend schade, da ich mit Transferwise bereits einen Account habe und Erfahrungen gemacht habe. Das sah recht vertrauenswürdig aus. 8 von 10 Angeboten sind Chinesischer Herkunft und nicht wirklich eine Option. Und Payoneer und Kollegen sind da doch nochmal deutlichen weniger bekannt als Tr… Wise.

Warum nicht einfach mit anderen Probieren?

Änderungen an Bankdaten sind ein bisschen heikel bei Amazon. Generell ist der Umgang mit Amazon heikel. Wie in einer „abusive Relationship“ versucht man alles um den Tyrannen Amazon nicht zu verärgern, weil der einen sonst schlägt (Konto sperrt). Am Account etwas zu ändern ist so etwas. Das könnte dazu führen, dass man über Monate hinweg versucht seinen Account wieder aktiviert zu bekommen.

Einige Händler haben noch vor kurzem berichtet, dass sie Transferwise einrichten konnten. Das wäre natürlich die günstigste Variante. Aber ob man das riskieren sollte ist unklar.

Mich würde mal interessieren was ihr diesbezüglich so macht? Habt ihr euch einen Zahlungsprovider gesucht oder gibts Banken die Zahlungseingänge aus UK kostenfrei anbieten? Lasst mir dazu gern mal einen Kommentar hier.
Soweit von meiner Seite…

Euer Kevin

Falls Du FBAinGermany gut findest und du mich unterstützen willst dann nutzt meine Amazon-Affiliate Links oder spendiert mir einen Kaffee via Paypal. Links und weitere Infos zu Beiden auf meinem Impressum.
Wenn ihr einen modernen und günstigen (1€/Trade!!) OnlineBroker auf dem Handy haben wollt, dann nutzt diesen Einladungslink zu TradeRepublic.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.