Archiv der Kategorie: Rückblick

Versand durch Amazon #33: Konkurrenz auf dem Listing

Hallo Leute, willkommen zurück zum 33ten Logbucheintrag meiner Versand durch Amazon Reise. Ich bin aus dem Urlaub zurück und die letzte Woche hat es erneut in sich.

Bericht zur Lage des Verkaufs – Preiskampf!

Als ich am Dienstag, traditionell mein bester Tag der Woche, auch am Nachmittag noch keine Verkäufe zu verzeichnen hatte, wurde ich stutzig und bin alle Listings durch gegangen. Tatsächlich fand ich bei allen gut laufenden Produkten der letzten Wochen überall den selben Selbstversender der die Produkte billiger anbot (mit kostenlosem Versand). Offensichtlich kommt hier genau das zu Tragen, was in den Private Label Foren immer wieder postuliert wird: Retail Arbitrage funktioniert, ist aber labil und leicht angreifbar. Ich hatte gehofft etwas länger veschont zu bleiben. Ich versuche nun erstmal mit Angebotspreisen gegen zu halten. Da ich sehr günstig einkaufen kann, habe ich prinzipiell erstmal kein Preiskampfproblem. Allerdings muss ich AMZ Gebühren bezahlen und er nicht. Problem bei Selbstversender ist, dass man nie abschätzen kann wie gering sie ihre eigene Zeit/Aufwand bewerten (Arbeitet der für 5EUR/h, oder will er 50EUR/h?) und es gibt ein technisches Problem. Mit einem anderen FBA Händler könnte man sich auf einen gemeinsamen Preis „einigen“ (einfach immer wieder matchen, so lange bis der andere nicht weiter runter geht), da ein FBM (fullfilled by Merchant) Händler jedoch nicht gleichwertig zum FBA Händler bzgl der Buybox eingeschätzt wird, ist der „Match Preis“ nicht so einfach fest zu stellen. Als FBAler kann man mehr verlangen und trotzdem die BuyBox bekommen, was dazu führt, dass der FBMler noch weiter den Preis senkt was die Margen nur noch kleiner macht. Deshalb geht mir das auch so auf die Nerven. Mein Konkurrent hat kein überlegenes Sourcing system oder einen anderen Vorteil, er gibt sich einfach nur mit weniger zufrieden und macht damit die Niesche kaputt. Kurzum… schwierig.

Nun, ihr merkt das Thema hat mich angefressen. Und die obigen Zeilen schrieb ich als ich noch im Urlaub unterwegs war und keinen Zugriff auf meine Kalkulationstabellen hatte. Denn was ich nicht einschätzen konnte war, wo hört der Profit auf und wo fangen die Verluste an? Wie weit kann ich den Preis mit absenken um weiter zu verkaufen? Heute (Sonntag) hatte ich Zeit dies zu checken und konnte mich beruhigen. Ich habe überall noch Luft und ich ärgere mich aktuell nur über entgangene Gewinne, bin aber weit weg von Verlusten.

Kleines Amazonhändler1x1 der Preisbildung

Ihr stellt euch vielleicht die Frage wie man denn die Preise für sein Produkt genau berechnet (also Break Even Preis, 100% ROI Preis, etc.). Dafür kann ich euch folgende Formel anbieten:

(AMZfix + Faktor Einkaufspreis)/0,85 = Verkaufspreis

AMZfix = Fixe Gebühren an Amazon. Dazu gehören die Versandgebühren und die Lagergebühren (ich rechne mit 3 Monaten Lagergebühr). Herauszufinden sind diese via Amazons Kosten Kalkulator. (Achtung: Preisangaben im Kalkulator sind Netto-Preise)
Faktor = 1 wenn Break Even Preis (0% ROI) berechnet werden soll; 2 wenn 100% ROI berechnet werden soll; 2,5 wenn 150% ROI berechnet werden soll
Einkaufspreis = Anschaffungskosten für 1 Stück Artikel (Kaufpreis+Versandkosten+Eure Arbeitszeit)
Verkaufspreis = Der Preis den ihr verlangen müsst um euren ROI zu erreichen.
0,85 = Hier wird Amazons 15% Verkaufsprovision einberechnet
Einkaufspreis und Verkaufspreis sind bei mir Bruttopreise, weil ich keine MWSt abziehen kann.

Beispiel mit zufällig gewähltem Amazon Produkt:

ASIN: B012DZZKAY (Mikrowelle)
Der Kalkulator sagt: 6,63EUR Versandkosten (d.h. 7,89EUR Brutto)  und 0,67EUR Lagergebühr (d.h. für 3 Monate Brutto: 2,39EUR)
Angenommen die Mikrowelle kostet in der Anschaffung 30EUR
und ich wollte wissen ab welchem Preis ich zumindest keinen Verlust mache (Faktor = 1)
dann sieht die Formel so aus:
(7,89+2,39+ 1*30)/0,85 = 47,39EUR

Möchte ich mit meiner 30EUR Investition 100% Gewinn machen, dann sieht die Formel so aus:
(7,89+2,39+ 2*30)/0,85 = 82,69EUR

Nachtrag zur „Rücklage“

Die, in der letzten Woche beschriebene, Rücklage ist mittlerweile auf meinem Zahlungssheet aufgetaucht. Folge ist, dass ich bei der nächsten Auszahlung 0 EUR statt knapp 400EUR überwiesen bekomme. Auf der Zahlungsübersicht taucht nun eine neue Zeile „Noch nicht verfügbarer Saldo“ auf, der genau dem Auszahlbetrag entspricht und damit die gesamte Auszahlung auf 0 reduziert. Nach der Diskussion im Kommentarbereich zum letzten Blogbeitrag, würde ich vermuten, dass diese Form des Einbehalts dadurch ausgelößt wird, dass an einem Tag mehr Rückerstattungen zu Stande kamen als Verkäufe.

Soweit von mir. Aus den USA habe ich von Amko nun auch die ersten Testprodukte erhalten. Ich werde die nächste Woche nutzen um hier neue Listings zu bauen.

Mich würde interessieren, wie ihr mit Konkurrenz und Preisdrückern auf „euren“ Listings umgeht. Was ist eure Strategie? Bleibt ihr bei sowas gelassen, oder regt ihr euch auch so auf wie ich?

 

Versand durch Amazon #32: Geldverdienen am Strand #2

Hallo Leute, ich melde mich erneut kurz aus meinem Urlaub für ein kurzes Feedback. Es gibt zwei weniger gute News zu berichten.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Ich kann aktuell einen Rückgang bei den Views auf meinen ASINs beobachten. Wahrscheinlich hat dies damit zu tun, dass zwei Artikel ausverkauft sind. Einer davon hatte eine sehr geringe Gewinnspanne und sollte nicht verlängert werden. Der andere ist überraschend ausverkauft worden, da ich nur 24 Stück auf Lager hatte. Hier werde ich nach meiner Rückkehr versuchen Nachschub zu ordern. Alles in allem ist die Woche eine der schlechteren in den letzten 2 Monaten. Es gab sogar gestern einen 0-Tag.  Positiv ausgedrück: Da die beiden letzten Wochen eher gemächlich verliefen, besteht kein Risiko, dass ich bei meinen wichtigen Artikeln OutOfStock laufe.

Rücksendungen und Amazons Reaktion darauf

Letzten Monat hatte ich noch in den Rekordwochen geschrieben, dass die Schuhverkäufe vermutlich zurück kommen werden. Das ist auch passiert. Zusätzlich sind noch die ein oder anderen sonstigen Artikel zurück gekommen. Keine Flut von Rückläufern, aber immerhin bemerkbar. Amazon hat mich nun gestern informiert, dass sie der Meinung sind, dass meine Artikel eine hohe Rücksendungswahrscheinlichkeit haben. Deshalb wird mein Auszahlungstermin verschoben, so dass sichergestellt ist, dass immer genug Geld für Rückerstattungen da ist. Soweit ich das verstehe, könnte das dazu führen, dass ich im anstehenden Auszahlungstermin erstmal nichts bekomme. Nur um keine falschen Vorstellungen aufkommen zu lassen. Bisher waren die letzten Auszahlungen alle im Bereich 200-500EUR – und das nach Abzug der Rückerstattungen. So richtig nachvollziehen kann ich das Ganze also nicht.
Ihr wollt bestimmt wissen wie so eine Nachricht aussieht. Hier ist sie:


Guten Tag,

wir mussten den Auszahlungstermin ändern, da wir zu dem Schluss gekommen sind, dass für Sie ein erhöhtes Risiko für Garantie-, Rückbuchungs- und Erstattungsanträgen von Käufern besteht. Wir haben uns entschieden, eine Rücklage auf Ihrem Konto einzubehalten, um zu gewährleisten, dass Sie Erstattungsanträge von Käufern auch erfüllen können.

Während dieses Zeitraums wird das Geld, das Sie durch einen Verkauf erhalten würden, ab dem Verkaufsdatum 14 Tage lang einbehalten. Nach 14 Tagen überweisen wir das Geld von der Bestellung zum nächsten Auszahlungstermin auf Ihr Konto, sofern es einen positiven Saldo vorweist.

Wenn Sie also beispielsweise einen Artikel am 1. Januar verkaufen, wird das Geld aus diesem Verkauf bis zum 15. Januar einbehalten. Wir überweisen Ihnen das Geld dann zum nächsten Auszahlungstermin. Durch Gebühren und Erstattungen, mit denen Ihr Konto während des Abrechnungszeitraums belastet wird, kann sich der ausbezahlte Nettobetrag reduzieren.

Dieses Rücklagenverfahren kann bis zu 90 Tage lang laufen, aber vorher eingestellt werden, wenn sich Ihre Leistung in dieser Zeit verbessert. Während dieses Prüfzeitraums müssen Sie keine Daten an uns senden. Wir geben Ihnen Bescheid, sobald diese Kontoprüfung abgeschlossen ist.

Sie können sich Ihren Kontostand, die Auszahlungstermine und den zurückbehaltenen Betrag auf der Seite „Zahlungen“ im Bereich „Berichte“ in Seller Central anzeigen lassen:

https://sellercentral-europe.amazon.com/gp/payments-account/settlement-summary.html

Suchen Sie in der Hilfe von Seller Central nach “ Messung der Verkäuferleistung“, um hilfreiche Tipps zum Verkaufen bei Amazon zu erhalten.

Verkäufer Performance Team
Amazon.de
http://www.amazon.de


Zum Abschluss noch ein kurzer Hinweis, dass die Arbeit mit Amko natürlich auch weiter laufen. Aktuell habe ich das Problem, dass Warenproben aus den USA bei der Post liegen, und ich in Griechenland am Strand. Immerhin besser als umgedreht, trotzdem nicht optimal. Ich hoffe hier durch Support durch meine Eltern einer Rücksendung in die USA zu vermeiden.

Rückblick April

Versand durch Amazon #30: Rückblick April

Hallo Leute, willkommen zur #30 des Versand durch Amazon Logbuchs. Heute halte ich mich kurz, da ich im „Freizeitstress“ bin. Morgen früh breche ich auf zu einer 17Tage Griechenland-Packpacking-Tour, und dieses Wochenende war ich damit beschäftigt den Junggesellenabschied eines Freundes zu feiern. D.h. diese Woche habe ich mich mit vielen Dingen beschäftigt, FBA war dabei nur am Rande im Fokus. Und was kommt dabei heraus?

Bericht zur Lage des Verkaufs

Kurzgesagt, die Woche war wieder klasse. Genau genommen war die Woche die zweitbeste die ich bisher hatte. Interessant dabei ist, dass die Anzahl der Sitzungen kontinuierlich von Woche zu Woche gestiegen ist und fast den höchsten Stand ever hat. (Im Februar gab es 3 Wochen mit extrem vielen Sitzungen die ich mich nicht erklären konnte. Leider gab es damals dadurch keine gesteigerten Verkäufe.) Das in Kombination mit einem Wachsenden Produktportfolio sorgt aktuell für gute Zahlen und das tatsächlich mit sehr wenig Aufwand. Ideal ist auch, dass mittlerweile fast alle Testartikel Verkäufe gezeigt haben. Ob mein Lagerbestand ausreicht um bei einigen sehr stark gehenden Artikeln meinen Urlaub zu überbrücken kann ich aktuell nicht sagen. Es könnte knapp werden…

Rückblick April

Wer meine Beiträge der letzten Wochen gelesen hat, konnte bereits ahnen, dass der April sehr gut gelaufen ist. Wie gut will ich nochmal zusammen fassen:

  • Es wurden knapp 30% mehr Artikel verkauft als im März.
  • Der Umsatz pro Bestellposten ist dabei zusätzlich um 33% gestiegen. (D.h. mehr werthaltige Artikel verkauft)
  • Ich habe 50% mehr Sitzungen („Kundenbesuche“) als im März.
  • Der Knaller: Ich habe mehr Umsatz gemacht als in den besten beiden Monaten bisher zusammen: über 2.500EUR.
  • Mit einer Marge von ca. 30% habe ich damit diesen Monat etwas über 800EUR an Gewinn machen können. D.h. ich habe meinen FBA-Verkäuferlevel 3 bestätigen können und der Level 4 liegt in Reichweite.

Lief euer April auch so gut?

Soweit von mir. Für mehr reicht die Zeit aktuell nicht. Ob ich in den nächsten beiden Wochen dazu komme längere Artikel zu schreiben ist unklar. Ich werde aber versuchen zu berichten, wie Reisen und FBA zusammen passen. Bleibt also gespannt.

Frühlingsgefühle

Versand durch Amazon #26: Frühlingsgefühle

Hallo Leute und willkommen zurück zum Versand durch Amazon Logbuch Nummer 26. Beim Blick zurück auf den März kommen mir Frühlingsgefühle, denn einen besseren gab es bisher noch nie.

Rückblick auf den März 2016

Der Februar verabschiedete sich unterdurchschnittlich (siehe VdA Logbuch #21). Als der März begann hatte ich in den letzten 28 Tagen pro Tag 2,5 Artikel verkauft und 23,60EUR pro Tag Umsatz gemacht. In Summe waren es 681EUR. Mein Ziel war es einen Monat hinzulegen wie Januar (855EUR). Meiner Meinung ein stattliches Ziel, denn im Januar gab es einen Verrückten Sonntag an dem ich allein über 200EUR Umsatz gemacht hatte.

Um es kurz zu machen: Der März brach alle Rekorde!
Ich hatte bisher überhaupt nur 4 Tage an denen ich 10 Artikel oder mehr verkauft habe – und alle waren im März. 5 von 6 Tagen mit mehr als 100EUR Umsatz waren im März.
Als ich am 19.03. (!!) mein Ziel erreichte, überlegte ich mir ein neues: Theoretisch könnte ich es schaffen doppelt so viel Umsatz wie im Februar zu schaffen. Das neue Ziel war also 1362EUR. Am 30.03. wurde auch dieses Umsatzziel erreicht. Der Rekordmonat März endete mit 1394,60EUR Umsatz bei 143 verkauften Artikeln. Am Ende des Monats war der 28 Tages Durchschnitt meines Täglichen Umsatzes bei 47,04EUR und bei 4,82 Artikeln pro Tag.

Da die Zahlen nun Vorliegen kann ich problemlos auch meinen FBA Verkäuferlevel ermitteln. Mein Gewinn (Der von Amazon ausbezahlte Betrag abzüglich Beschaffungskosten (Einkaufspreis und Transport) und abzüglich der Werbungskosten) liegt knapp über 320EUR. Damit kann ich jetzt einen Monat lang den FBA Level 3 mein eigenen nennen. 😉

Als Manager eines Großkonzerns würde ich jetzt direkt neue Bonis verhandeln wollen. Aber wenn wir mal ganz ehrlich sind: Welchen Beitrag hatte ich zu diesem genialen Monat? Ich habe die Ware hingeschickt und dafür gesorgt, dass das Lager voll ist. Ich hab gecheckt, dass die PPC Werbung läuft und meine Listings konkurrenzfähig sind. Aber selbst wenn ich nichts gemacht hätte wäre der Monat wohl ein sehr guter geworden. Außerdem zeigen die Zahlen, dass ich eine Marge von nur 320/1394 ~= 23% habe. Das liegt an den viele kleinpreisigen Artikeln. Traurig bin ich darüber nicht, denn mein ReturnOnInvest liegt bei über 100%.

Um das alles in Perspektive zu setzen: Ich erhoffe mir vom April nun endlich in die schwarzen Zahlen zu kommen. Ja, richtig gehört. Bisher sind die Ausgaben für Waren, Verpackung & Versand noch höher als die Einnahmen. Aktuell fehlen noch ca. 250EUR. Allerdings, und das ist der kleine Unterschied zum Beginn vor 5 Monaten: Mein Lager bei Amazon ist gut gefüllt mit Waren im Verkaufswert von über 2000EUR.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Die ersten Tage im April konnten dann erwartungsgemäß nicht mit der Kauforgie der Vorwochen mithalten. Was mir gut gefallen hat war, dass mein neuen Testartikel nach weiteren Preisoptimierungen nun erste Verkäufe vorzuweisen haben. Einige der alten, langsam verkäuflichen (und kleinpreisigen) Artikel gehen nun auch über den Verkaufstresen.

Den potentiellen (coolen!) Artikel den ich letzte Woche gefunden hatte, konnte ich mittlerweile ausschließen. Er ist Patentrechtlich weltweit geschützt und der Erfinder (aus UK) hat kein Interesse an Verkaufspartnern. D.h. die ganzen Chinaklone sind alle Kandidaten für den Schredder am Zoll.

Soweit von meiner Seite. Lief euer März auch so gut? Mich würde interessieren wo ihr als Leser meines Blogs gerade steht. Vor dem ersten Verkauf oder schaut ihr müde lächelnd zurück auf meine Zahlen? Lasst es mich wissen.

Versand durch Amazon Januar 2016 Rückblick

Versand durch Amazon #17 – Bester Monat bisher

Hallo Leute zur 17 Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche gab es verschiedentliches zu berichten.

Mastermind Berlin

Am Mittwoch traf ich mich mit 3 anderen FBA Händlern zu einer „reallive Mastermindrunde“ in Berlin. Man könnte das auch als FBA Stammtisch bezeichnen. Wir alle haben erst angefangen, bzw. planen anzufangen. Treffpunkt war am Potzdammer Platz bei einem teuren Italiener. Ich denke die Location werden wir wohl ändern. Ein Glas Wein für 7EUR muss nicht sein. 😉

Für mich war in dieser Runde der wichtigste Augenöffner die Erinnerung, dass Amazon FBA eine Teilnahmegebühr kostet. Nämlich 40 EUR pro Monat. Die ersten 3 Monate sind kostenlos. D.h. für mich sind die süßen „geschenkten“ Wochen von Amazon ab nächster Woche vorbei. Glücklicherweise habe ich genug Ware im Lager die sich verkauft, damit ich die 40 EUR schaffe.  Jedoch muss man sich klar werden, dass man mit Auszahlungen von <100EUR im Monat den Großteil seiner Einnahmen an Amazon zurück gibt. Man könnte durchaus sagen: Grow or Go

Rückblick Januar

Wie sieht es also bei mir aus? Bin ich auf dem Grow oder dem Go Pfad?
Januar war bisher der beste Monat für mich. Es gab zwar immer noch Tage ohne Verkäufe aber diese Woche hatte zwei Tage mit 8 bzw. 9 Bestellungen, was jeweils persönliche Rekorde waren. (Ja ich bin noch ein kleiner Fisch. 😉 )

Einnahmenentwicklung

Einnahmenentwicklung

Als ich gerade diesen Beitrag schreibe habe ich meine Statistik gecheckt und noch einen Rekord festgestellt. Ich habe heute meinen teuersten Artikel verkauft. Einen Restposten Schuh (ein sehr hochwertiger rahmengenähter Herrenschuh), der von meinem Schuhshop übrig war. Der Verkaufspreis lag oberhalb von 150EUR. Ich hoffe der Käufer behält den Schuh und ist nicht eine dieser niederen Lebensformen welche Produkte kaufen, kaputt machen und dann defekt bzw. unvollständig zurück schicken. Als Online-Schuhhändler ist man da etwas sensibilisiert…
Da ich heute noch 3 andere „hochpreisige“ (= mehr als 10Eur) Artikel verkauft habe, stehen allein heute 200 Euro Umsatz zu buche – noch ein Rekord. Die Grafik oben enthält diese Umsätze.

In Summe steht aktuell ein Umsatz von 640 EUR und eine Auszahlung von ca. 240 EUR an. (Die Verkäufe des Wochenendes (also u.A. die Schuhe) sind da noch nicht mit dabei, sonst kann man nochmal 200 Euro aufschlagen.)
Im Schnitt macht das eine Marge von 35-40%. Ziehe ich noch die Werbekosten von 23EUR ab (d.h. aktuell liege ich noch im 25 Euro PPC Starter Budget was einem Google schenkt) komme ich auf eine Marge von 33%. Wenn ich den Warenwert von ca. 85Eur danebenstelle komme ich auf einen ROI von (240 – 23 – 85) / 85 = 155%. D.h. wenn ich einen Euro zu Amazon schicke, schickt mir Amazon den Euro zurück und steckt noch zusätzlich 1,55 Euro in den Umschlag. Klingt gut? Yupp… ABER

Das ABER liegt noch im Lager. Aktuell habe ich effektiv noch keinen Gewinn gemacht. Wieso? Es gibt ein paar Artikel im Lager, von denen ich aktuell nur 5% verkauft habe. Ich brauche noch ungefähr 3 Monate wie den aktuellen um Break Even zu sein. Vermutlich eher 4 Monate, da ich versuchen werde, von den Gewinner-Produkten mehr zu beschaffen. Bezüglich Grow or Go ist meine Absicht aktuell klar „Grow“. Die Restposten stellen das nötige Grundrauschen dar, aber das Private Label Geschäft soll die eigentlichen Einnahmen generieren.

Private Label Projekt

Das Private Label Projekt ist durchaus interessant geworden. Einer der Anbieter hat sich als reiner Händler herausgestellt. Als ich von denen das Angebot erhielt stand neben ihrem Firmennamen noch der Name einer anderen Firma. Die konnte ich auf Alibaba ausfindig machen. Es stellte sich heraus, dass der Händler einfach nur Weiterverkauf macht. „Ok easy!“ werdet ihr denken. „Einfach den Händler raus nehmen, bessere Raten einfahren und die Welt ist i.O.“. Dummerweise bietet der Händler mir eine niedrigere MOQ als die Fabrik, einen (minimal) niedrigeren Preis und eine der wenigen Kundenberaterinnen die nicht nur Englisch kann, sondern auch Anweisungen korrekt umsetzt. So hat diese Handelsfirma als Einzige die Samples richtig verpackt und beschriftet (so wie ich das wollte). Andererseits habe ich gelesen, dass man extrem vorsichtig werden sollte, wenn Zwischenhändler bessere Konditionen anbieten als die Hersteller selbst. Das kann im Zweifel einfach nur dazu führen, dass sie (nachdem die Anzahlung gelaufen ist) zu einem zurück kommen und sagen: „Sorry klappt doch nicht. Pech gehabt.“

Die Samples habe ich zwischenzeitlich unter die Lupe nehmen können, und direkt auch Ausschlusskriterien bzw. Problemstellen identifizieren können. So zeigte sich, dass das ursprünglich geplante hochwertigere Produkt durch seinen komplizierteren Aufbau, leichter kaputt gehen kann, als das simple Einstiegsprodukt.

Ich werde mich nochmal in der EU umsehen, ob ich nicht vielleicht auch noch Hersteller in Osteuropa (oder Deutschland) finde, welche günstig produzieren können.

Falls ihr interessante Seiten kennt wo man (ost-)europäische Hersteller für Produkte finden kann, dann gern her damit.

Jahresrücklblick 2015

Versand durch Amazon #13 – Jahresrückblick

Hallo Leute! Willkommen im Jahr 2016 zum dreizehnten Versand durch Amazon Logbuch Eintrag. Heute will ich euch neben den aktuellen Arbeiten eine kurze Zusammenfassung meines, zugegeben kurzen, FBA Jahres 2015 geben.

White Label vs Private Label

Bisher habe ich immer den Begriff „White Label“ verwendet, wenn es um eigene Produkte ging. Wirklich korrekt ist das so nicht. Whitel Label Produkte sind Produkte, welche der Hersteller ohne Markenname/Beschriftung produzieren würde. Man findet solche „nackten“ Produkte hin und wieder auch auf Amazon. Wenn ich von meinem eigenen Produkt spreche, werde ich in Zukunft „Private Label“ verwenden. Das trifft deutlich besser die Bedeutung „Eigene Marke“.
Meist ist ein Private Label Produkt einfach ein White Label Produkt mit einem Aufkleber/Aufdruck eines Markennamens. (Nicht immer werden die Produkte zusätzlich noch angepasst.)

Warenproben und Importvorbereitung

Sind die Warenproben angekommen? Nein. Faktisch ist deren Zustand seit 25.12. unverändert. Ich habe deshalb nochmal meinen Versender in China gebeten bei EMS nachzufragen wann man mit dem Versand rechnen dürfe.

Aktuell treiben mich diverse Fragen zum Thema Import um. Diese habe ich auch in der deutschen Facebookgruppe PrivateLabelJourney gestellt. Wichtigster Punkt für mich sind die notwendigen Kennzeichnungen. Welche sind auf der Ware notwendig um in Deutschland verkauft werden zu können? Spannend ist dies u.A. auch, weil ich ein Produkt importieren will welches mit Nahrungsmitteln in Kontakt kommt. Diesbezüglich habe ich mal die lokale IHK angeschrieben und hoffe, dass die mir da weiter helfen können.

Weiterhin spannend sind alle Themen rund um den Import selbst. (Hier gibt es einen sehr interessanten Artikel der Pfälzer IHK) Ich hoffe die Spedition wird mir die Hauptarbeit abnehmen (Door2Door Shipment). Zumindest bin ich schon an den Punkten „Zolltarifnummer“ und „EORI-Nummer“ vorbei gekommen. Den Antrag für letztere muss ich noch abschicken.

  • Wer eine Zolltarifnummer braucht, kann sich die aus den Warengruppen des Außenhandels im statistischen Bundesamt  heraussuchen.
  • Die EORI-Nummer ist die Identifikationsnummer für Importeure. Sie kann kostenfrei direkt beim Zoll beantragt werden. Highlight: Man kann die Nummer sogar online via Email beantragen!!! In Deutschland! Es geschehen noch Wunder.

Erste PPC Kampagne

Kurz vor Ende der Woche habe ich dann meine erste automatische PPC Kampagne gestartet. Hauptsächlich will ich lernen wie sich PPC auswirkt. Meine Margen sind groß genug, dass ich trotz PPC noch Gewinn an den Produkten machen werden (selbst beim Maximalgebot).

Ich habe zwei Artikel zur Kampagne hinzu gefügt. Zum einen ein Artikel der sich sehr häufig verkauft hat und von dem ich noch viele Artikel auf Lager habe. Zum anderen ein Artikel der sich bisher etwas schlechter verkauft. Ich möchte sehen, wie sich PPC auf beide auswirkt. Allerdings ist das Reporting um zwei Tage zeitversetzt. Deshalb kann ich frühestens nächste Woche mit ersten Ergebnissen aufwarten.

Jahresrückblick 2015

Wie war also mein erstes FBA „Jahr“?

Verlauf

Angefangen habe ich im Oktober (KW 41) und habe die ersten 2 Wochen mit Recherche und Admin verbracht. In der dritten Woche kamen dann die Einkäufe an und wurden verpackt. In der vierten Woche zu Amazon verschickt und in der sechsten Woche (KW 46) konnte ich dann erste Verkäufe verzeichnen. In Woche 8 begann ich dann mit dem Thema Private Label. Woche 9 war für mich sehr wichtig. Ich konnte neue Kontakte auf dem 4HWW Meetup in Berlin knüpfen und habe dadurch von der PrivateLabelJourney Facebookgruppe erfahren. In Woche 10 (KW 50) habe ich meine Chinesische Adresse bekommen. Woche 11 war zum vergessen, während ich in Woche 12 dann meine Warenproben Richtung Deutschland verschicken lassen konnte.

Finanziell

2015 habe ich

  • Waren im Wert von 935 EUR eingekauft.
  • 2 Sendungen mit 3 Paketen bestehend aus 7 SKUs mit in Summe 560 Verkaufseinheiten an Amazon geschickt.
  • 61 Bestellungen via Amazon versandt.
  • 88 Artikel verkauft.
    • Ca. 55% der Verkäufe und Umsätze stammen aus der Kategorie Haushalt.
  • einen Jahresumsatz von 568,82 EUR erzielt.
  • Auszahlungen in Höhe von 186,81 EUR erhalten.
    (Hinzu kommen noch ca. 40€ die noch nicht ausgezahlt wurden, aber aus 2015 sind.)
  • an den verkauften Artikeln einen durchschnittlichen ROI von 160% erzielt.
  • 0 Rücksendungen erhalten.
  • 0 Werbekampagnen gefahren.

Die Zahlen spiegeln wieder, dass ich mich aktuell hauptsächlich mit dem Private Label Projekt beschäftige. Alle Einnahmen stammen noch aus den initialen Einkäufen im Oktober. Ich hoffen durch PPC etwas den Durchsatz zu steigern.

Der größte Rückschlag (FBA bezogen) waren ohne Zweifel meine Bücher. Hier rächte es sich, dass ich nur amerikanischen Input hatte. In Deutschland bekommt nämlich nur Amazon die Buybox für Bücher. Selbst wenn Amazon ein Buch nicht mehr vorrätig hat, bekommt man nicht die Buybox. Sie wird dann einfach ausgeblendet.

Blog – Beliebteste Artikel und meister Traffic

Ich freue mich, dass ich regelmäßige Blogleser habe. An einem Tag jedoch ist der Blog quasi explodiert. Am 21. December hatte jemand in der deutschen Facebook-Gruppe einen Link auf meine FBA Verkäufer Level gesetzt. Das Thema traf auf Interesse und ich hatte plötzlich innerhalb von 24h fast 500 Besucher. Viele Besucher erhielten auch die beiden anderen statischen Seiten (FBA GEschäftsmodell und Sourcing Strategien). Ein Artikel der aus der Rolle fiel war der Artikel zu Zeitmanagement & Produktivität.

Ziele für 2016

  • Ich möchte mit meinem ersten private Label Produkt in den Sommermonaten 25EUR/Tag verdienen. (5 Verkäufe pro Tag mit 5 EUR Gewinn)
  • Ich möchte bis zum Jahresende 3 Private Label Produkte im Sortiment haben.
  • Ich möchte den Großteil meines aktuellen Lagerbestands verkauft haben.

Soweit zu meinem Jahr 2015.
Wie lief Dein Versand durch Amazon Jahr? Ich würde mich freuen, wenn du dies und welche Ziele Du dir vorgenommen hast, unten in die Kommentare schreibst.