Versand Durch Amazon Logbuch #6

Versand durch Amazon Woche 6 – Erste Verkäufe

Woche 6 des Versand durch Amazon Logbuchs. Langsam kommt der Laden in Schwung, und obwohl ich meinem Hauptberuf nachgehe konnte ich diese Woche doch einiges schaffen.

Zuerst die, wenn auch absehbare, negative Nachricht der Woche: Aus dem Sabattical wird nichts. Mein Arbeitgeber hat den Taschenrechner herausgeholt und festgestellt, dass es keine gute Idee wäre mich 2-3 Monate aus dem Projekt zu nehmen, wo ich aktuell gutes Geld für ihn generiere. Wer hätte das gedacht….?

Montag früh, noch bevor ich auf Arbeit fuhr, schnappte ich die verpackte und etikettierte Ware und lieferte sie direkt in einer DHL Filliale ab. Am Dienstag Abend erreichten mich im Hotel dann die Nachrichten, dass die Ware eingebucht wurde und nun zum Verkauf bereit stehe. Das beste daran: Ich hatte die Buybox (d.h. wenn jemand „Jetzt Kaufen“ klickt, kauft er von mir) da ich der günstigeste FBA Händler für das Produkt war – und der Verkaufsrang war gut.

Local Sourcing

Am späten Dienstag Abend klingelte dann plötzlich mein Handy und eine Frau mit vertrautem Dialekt sprach mich an, ob ich einen Moment zeit hätte. Sie war die Chefin einer lokalen Firma aus meiner Heimatregion, bei der ich angefragt hatte bezüglich eines Produkts. Sie schrieb ungern Emails, deshalb ein kurzes Telefongespräch (ich telefoniere eher ungern und hätte das lieber geschrieben gehabt. Aber hey, warum nicht.) Sie konnte mir den Preis bestätigen den ich brauche und konnte Auskunft zur Verpackung geben. Ich werde 2 Paletten mit Kartons zu jeweils 20 Stück verschicken. Positiv ist auch die Tatsache, dass die Firma das etikettieren kostenlos übernimmt. Nicht so toll ist, dass keine Anpassungen am Produkt gemacht werden können. Sie riet mir ab mein Logo per Siebdruck auf das Produkt aufzubringen, weil die Qualität des Drucks schwankend und der Preis nicht unerheblich ist. Ich werde deshalb nach einem transparenten Label für meine Marke Ausschau halten.
Apropos Marke: Ich muss mir bei der Gelegenheit noch ein Logo ausdenken.

Erste Verkäufe

Bis Mitte der Woche litt ich unter akuter mobiler Internetlosigkeit. Als mein Handy wieder Netz hatte und Emails eintrudelten, fielen mir zwei von Amazon auf. Bei genauerem Hinsehen stellte ich fest, dass es „Ware wurde an Kunden versandt“ Meldungen waren. D.h. ich hatte meine ersten Verkäufe! Noch größer war die Überraschung, als ich feststellte, dass eine der Bestellung ein Produkt war das ich als „schwerer verkäuflich“ eingestuft hatte. Nicht nur das, es wurden gleich 3 Stück verkauft! Die zweite Benachrichtigung betraf das Produkt, was ich erst am Montag zu Amazon geschickt hatte und auch da wurden 2 Stück gekauft. So kann das weiter gehen!

Paketsuche

Am Freitag erwartete ich eine Lieferung von DHL und hatte sie auf den Vormittag gelegt. Ich hatte am Vormittag einen anderen Termin und wie es kommen musste, verpasste ich die Lieferung um 15 Minuten. Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich jedoch ein DHL Fahrzeug und lief schnell hin. Der Fahrer sagte mir, dass er der Falsche sei, und das mein Fahrer in Richtung Soundso fahren würde. Ohne große Hoffnung lief ich in die Richtung und fand tatsächlich in einem Innenhof ein anderes DHL Fahrzeug. Die größte Überraschung hatte ich jedoch als der Fahrer kam. Er sah mich und sprach mich direkt mit Namen an! Durch meine Paketlieferaktionen im Oktober bin ich bei ihm hängen geblieben. Die Ware bekam ich natürlich auch noch. Das besondere an dieser Ware ist, dass ich sie zu dem Zeitpunkt faktisch noch nicht bezahlt hatte. Ich habe sie über ein Käuferschutzprogramm bestellt, welches nicht wirklich gut funktionierte. Der Dienst sorgte nur dafür, dass die Ware verspätet losgeschickt wurde und die Kommunikation mir dem Händler mehr „Stille Post“ als Großhandel war. Zum Glück war der Verkäufer gut drauf und nahm es mit Humor. Er schickte mir einen Zugang zu seinem Shop, damit ich zukünftig günstiger direkt bei ihm einkaufen kann.

Versand durch Amazon Mastermindrunde

Samstag war erneut Mastermind Runde und wir konnten uns gegenseitig unsere Fortschritte berichten. Die Runde hilft auch enorm um motiviert zu bleiben. Im Nachgang unterhielt ich mich mit dem erfahrensten Verkäufer über das geplante Produkt und die Bestellmenge von 2 Paletten. Er riet mir bei dem geringen Durchsatz vorerst kleinere Brötchen zu backen – eventuell sogar ein anderes Produkt vorzuziehen. Die Tatsache, dass ich lokal Einkaufen kann war durchaus ok. Auch Preis und Marge stellten kein Problem dar. Hingegen war der Durchsatz zu gering. Sein Hinweis war: At Amazon, cashflow is king! Wir gingen dann einige Produkte durch und versuchten anhand von Bevölkerungsstrukturen auf Produktideen zu kommen. Ich fand dabei eher zufällig eine Nische, welche diverse Produktkandidaten enthält. Ich werde die kommende Woche damit verbringen, die Konkurrenz zu beobachten um zu prüfen, ob die Idee Substanz hat.

Heute habe ich nochmals meine Mails gecheckt und kann verkünden, dass ich jeden Tag einen Verkauf gemeldet bekommen habe. Mich würde interessieren was ihr vom Versand durch Amazon Logbuch so haltet? Interessant? Motivieren? Zu viel, zu wenig? Schreibt mir euer Feedback in die Kommentare.

6 Gedanken zu „Versand durch Amazon Woche 6 – Erste Verkäufe

  1. Stephan

    Kevin, hallo!

    Erstmal danke für dieses Logbuch. Ich habe es heute gefunden und mache auch meine ersten Schritte zu FBA.

    Vielleicht wurde das schon in einem früheren Post genannt, aber mich würde interessieren was deine akquirier Strategie ist. Pay per click? Facebook Ad?

    Besten dank! Ich lese nun weiter 😉

    Stephan.

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  2. PIT

    Hi,
    WIRKLICH eine sehr spannende Lektuere, kompliment.

    Aprops 6 Laender bei Mastermind, bin Pole, wohne in Paraguay und will in D verkaufen.

    Frage: Hast du Erfahrung was braucht man bei FBA um aus dem Ausland aus das Geschaeft zu betreiben?

    Danke und weiterhin viel Erfolg
    Gruss aus Paraguay Pit

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Dort wo deine Ware lagert brauchst du eine Gewerbeanmeldung.
      Ich weiß nicht ob Amazon es dir ermöglicht als Lagerort nur Polen anzugeben. Was aber geht ist „nur Deutschland“.
      Steuerlicht musst du wie bisher auch deine Steuern abführen. Wie das ist mit Paraguay kann ich dir nicht sagen. Ich gehe davon aus, dass Polen deine Steuern haben will.
      Für den Import in die EU brauchst du eine EORI Nummer. Eine UmsatzsteuerID wäre auch nicht schlecht.
      Ansonsten musst du deine Prozesse so hinstellen, dass du die Ware nicht sehen/anfassen musst.
      Letzter Punkt ist natürlich Zeit/Geduld (ich gehe davon aus, dass dies in der Konstellation alles etwas schwieriger ist. Reine Vermutung) und Geld.

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