Versand durch Amazon #59: Rekordernte und Gedanken zur Conversion

Hallo Leute, willkommen zurück zur 59ten Woche. Erneut wurde eine neue Bestmarke aufgestellt, ich habe mich mit dem Thema Reviews beschäftigt und dadurch mir einige Gedanken zum Thema „Konversionsrate“ gemacht.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Der schwächste Tag war diese Woche war Montag mit 131EUR. Nicht nur sind 131EUR ne stattliche Summe, normalerweise ist der Montag einer der besten Tage. Entsprechend anders verlief die Woche. Anstatt weniger Umsatz am Wochenende zu fahren, blieb der Umsatz angenehm hoch. Es gab 3 Tage mit >300EUR Umsatz und einen mit 299EUR. Am Ende standen über 1800EUR Umsatz zu buche! Bäm! Kurz: Die letzte Woche war der Knaller!

Mein Private Label Produkt stützte den Erfolg mit 40% des Umsatzes. Gerade zum Wochenende hin zogen die Verkäufe an und sorgten so für das ungewohnte Bild der durchgängig hohen Umsatzzahlen. Und am Freitag, wo weder diese Produkte noch meine Standardprodukte gut liefen, entschieden zwei Kunden bei mir ein paar Schuhe zu kaufen (Überbleibsel aus meiner Schuhhändlerzeit) – voila – fertig ist die Rekordwoche.

Review und Conversion

Vor zwei Wochen fragte Leser Ozra, warum ich keinen Wert auf Bewertungen legen würde. Nun, die ehrliche Antwort war und ist: Weil ich es vergessen hatte und die Produkte sich auch so verkauften. Ich bin daraufhin aber aktiv geworden und durch Zufall(?) auf eine Gelegenheit aufmerksam geworden.

Und zwar fragte ich in der Private Label Journey Facebook Gruppe wie ich am besten Reviews für mein Produkt bekommen könnte. Mein Private Label Produkt ist nicht besonders End-/Privatkunden tauglich. Außerdem habe ich für jede Farbe ein Listing und müsste die Reviews irgendwie breit streuen. (Ich beabsichtige die Listings alle zusammen zu führen. Da brauch ich aber eine ruhige Minute.) Mir Antwortete Florian Berger von ShopDoc, dass dort gerade die Beta-Phase zu Ende geht und man noch kostenlos Gutscheincodes an Reviewer verteilen kann. (Der Vorteil für mich war, dass ich mich nicht darum kümmern musste die potentiellen Reviewer anzuschreiben.) Allerdings ist mein Produkt, wie gesagt, sehr speziell. Deshalb glaube ich nicht, dass ich viele Reviews erhalten werde.

Gelernt habe ich aber, wie man solche Codes anlegt. Hier kann ich die Beschreibung bei PrivateLabelJourney durchaus empfehlen. Gerade weil die Code-Anlage nicht in einem Rutsch gemacht werden kann, sondern in mehreren Schritten erfolgt (Produktauswahl definieren, Kampagne anlegen, Gutscheine definieren).

Meine zweite Idee ist die bisherigen Kunden anzuschreiben und mich um deren Befinden und Zufriedenheit zu erkundigen um dann um eine Bewertung zu bitten. Problem dabei: Gerade Deutsche reagieren bei jeder Form von Kontaktaufnahme erstmal gereizt – insbesondere bei Mailkontakt. Hier kommt mir zu Gute, dass die Kunden hauptsächlich Unternehmen sind und deshalb damit klar kommen müssen, von Händlern/Geschäftspartnern angeschrieben zu werden.

Conversion – Besucher zu Kunden machen

Wieso beschäftige ich mich überhaupt mit dem Thema Reviews? Im Endeffekt geht es um das Thema „Conversion“. Die Conversion-Rate gibt die Rate an mit der man Besucher eines Onlinemediums in Nutzer/Kunden „umwandelt“. In unserem Fall ist das Medium das Listing und wir wollen die Besucher gern in Käufer umwandeln. Jetzt gibt es verschiedene Einflussfaktoren die diese Umwandlung steuern. Je besser ihr den Kundennutzen darstellt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde kauft. Je schlechter eure Fotos aussehen, desto geringer sind eure Chancen. usw.

Ich habe das mal in dieser Grafik versucht aufzuarbeiten :
(bitte Anmerkungen, Fragen und Korrekturen in die Kommentare posten)

Vom Besucher zum Kunden und wie ihr diesen Weg verbessern könnt.

Vom Besucher zum Kunden und wie ihr diesen Weg verbessern könnt.

Das Thema Reviews steckt, meiner Meinung nach, im „Wahrgenommenen Wert“ eures Angebots. Der Wahrgenommene Wert ist das was ihr Versprecht + die Reviews die das Untermauern im Bezug auf den verlangten Preis. Ihr könnt den Wert steigern, indem ihr mehr Inhalte bietet („jetzt mit 10% mehr Inhalt!“), Positive Kundenrückmeldungen („Genau was ich gesucht hatte! Funktioniert tadellos.“), den ursprünglichen Preis („OVP laut Hersteller“) erhöhen  oder den tatsächlichen Preis senken.

Die anderen Faktoren, z.B. alles was mehr Traffic auf das Listing bringt, ist ebenfalls auf meiner Todo Liste. Man sieht – als Online-Händler gibt es immer etwas zu verbessern und zu tracken/messen.

5 Gedanken zu „Versand durch Amazon #59: Rekordernte und Gedanken zur Conversion

  1. Ozra

    Hi Kevin,

    die Entwicklung in der letzten Woche hört sich super an! :o)

    Ich denke auch das eine Zusammenführung deiner Produkte-Variaten zu einer Parent-Child Beziehung Vorteile hat. So werden alle deine Reviews und Bewertungen auf der Hauptproduktseite angezeigt und du verlierst bei der Umstellung keine bestehenden Reviews.

    VG
    Ozra

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  2. Olaf

    Hallo.
    So – nun habe ich Dein Archiv komplett gelesen. Danke dafür und für die Motivation. Ich hatte es vor 1,5 Jahren als „normaler“ Verkäufer versucht und für rd. 2.500€ Waren aus Asien importiert. (Verglichen damit sind Deine Importfrachtkosten ziemlich hoch – 752Kg, 3,69m³, rd. 700 €. Inkl. aller Hafengebühren etc. EUSt kommt natürlich noch oben drauf.) Aber das lief so gar nicht. Habe es dann nach rd. 3 Monaten wieder eingestellt. Allerdings habe ich meine Waren noch. Und nachdem ich Deinen Blog gelesen habe habe ich meine alten Excel Tabellen wieder rausgekramt und bin nun dabei, die Preiskalkulation so zu trimmen, dass ich +-0 verkaufe. Zusammen mit dem Kapital, welches ich noch dazu beisteuern werde ist das ein guter Startbetrag. Vieles von dem, was Du geschrieben hast, hat mir die Augen geöffnet. Ich bin total kribblig und freue mich, wenn ich die ersten Kartons nach Amazon senden werde.
    Dir nochmals vielen Dank und mir (auch nochmals) viel Glück.. 🙂

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    1. admin Beitragsautor

      Na dann viel Erfolg. Aber wieso willst du +-0 raus kommen. Damit machst du im besten Fall nur dich selbst kaputt, im schlechtesten Fall ruinierst du noch andere Verkäufer durch dein Preisdumping.
      Wenn du Ware die nichts taugt los werden willst, dann geht an Resterampen/Restposten Verkäufer und vertick es dort.

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