Versand durch Amazon #138 – Rekordwoche und Monatsrückblick Juni

Hallo Leute, willkommen zurück zur 137ten Ausgaben meines Logbuchs. In der letzten Woche war ich weniger stark aktiv als meine Kunden. Eine neue FB-Werbekampagnie (diesmal in den richtigen Ländern) lief an, und plötzlich regnete es Bestellungen. Aber der Reihe nach…

Bericht zur Lage des Verkaufs

An jedem Tag der letzten Woche kamen mindestens 300€ zusammen. Das ist schon mal eine Tolle Aussage, aber nicht Rekordverdächtig. Rekordverdächtig war Dienstag und Mittwoch. Am Dienstag gab es in Deutschland allein über 600€ Umsatz. Am Mittwoch dann fast 700€. Dazu kamen dann noch 270€ aus dem Ausland hinzu, so dass allein am Mittwoch fast 1000€ zusammen kamen. Am Donnerstag herrschte in Deutschland Katerstimmung (WM-Aus) und die Verkäufe lagen spürbar unter dem langjährigen Durchschnitt. Allerdings brachte Frankreich allein über 300€ Umsatz ein.
Zum Ende der Woche kamen so aus Deutschland allein >2200€ und aus dem Ausland nochmals…. trommelwirbel… 1300€ zusammen. Korrekt. 3500€ in einer Woche.
Das hatte ich noch nie. Das ist der Hammer!

Monatsrückblick Juni

Mit so einer tollen Woche zum Monatsende wird es nun auch noch Mal interessant bezüglich Verkäuferlevel. In den Vergangen 4 Wochen kamen folgende Zahlen zusammen:

#135: 1950€ (1300€ + 650€)
#136: 2600€ (1500€ + 1100€)
#137: 2200€ (1650€ + 550€)
#138: 3500€ (2200€ + 1300€)

Mit über 10.000€ Umsatz war dieser Monat der stärkste überhaupt. Das Ausland brachte dabei mehr als 1/3 der Umsätze ein. Gleichzeitig zeigt dies, wie wichtig der Deutsche Marktplatz für mich nach wie vor ist (man muss dazu sagen, dass Österreich mit in die Bilanz des DE-Marktplatzes einzahlt.) .

Meine Marge ist bei allen meinen Produkten unterschiedlich und hängt z.B. auch von Bundlegrößen etc. ab. Der Einfachheit halber rechnet ich mit einer fiktiven Marge von 20%. Dann bleiben hier noch 2000€ Gewinn übrig.

Davon müssen nun die Kosten für Werbung abgezogen werden. Das sind im letzten Monat sagenhafte 1125€ gewesen.

Übrig bleiben dann traurige 925€. So gesehen falle ich damit trotz Rekordmonat auf den Verkäuferlevel 3 zurück. Damit hatte ich nicht gerechnet…
Da dies nicht meine einzigen Einnahmen sind (ich mach das ja im Nebenerwerb) muss ich diese dann natürlich noch mit meinem Einkommenssteuersatz verrechnen. Also 500€ Netto bleiben mir von den 10.000€ Umsatz dann doch. Klingt aber nicht so glorreich.

Die neue FB Kampagnie

Und welchen Anteil hat die neue FB Werbung daran? Ich würde sagen nicht viel. Aber auf der anderen Seite habe ich letzte Woche recht regelmäßig Ware verkauft. Nahezu jeden Tag ging eine Bestellung raus. Das ist noch nicht die Welt aber immerhin. Ich hatte auch schon Wochen ohne einen Verkauf meines 2ten PL-Produkts.

Die neue FB-Werbung hat 50 Leute auf meine Landing-Page geschickt und über 1300 Menschen mein Produkt unter die Nase gehalten. Dafür habe ich 20€ bezahlt. Bei Amazon kam davon leider nichts an. Aber auf der anderen Seite muss ich mich fragen, ob ich durch persönliche Ansprache da mehr rausholen kann. Ich setze für meine Zeit normalerweise so 20€/h als Gegenwert an (für meine Nebenprojekte). D.h. hätte ich in einer Stunde mehr als 50 Leute auf Amazon befördern können? z.B. auf einem Meetup? Schwierig. So gesehen war das kein Rausgeschmissenes Geld.

PL-Produkt #2

Um den Zeiger signifikant weiter zu bewegen, muss ich große Deals bekommen. Deshalb werde ich wohl nochmal die Großhändler und Großverbraucher angehen müssen. Um die Großhändler drücke ich mich irgendwie immer, da ich nicht recht weiß wie die ticken. Ich habe mich aber schon Mal bei einem Großhandelsnetz angemeldet (quasi ein Portal für Großhändler). Ob da was geht, wird sich zeigen.

Ansonsten habe ich diese Woche nochmal meine Bestandskunden angemailt, mich artig bedankt und um Feedback gebeten. Außerdem habe ich ihnen mitgeteilt, dass ich aktuell unter zu wenigen Rezensionen leide und es mich freuen würde wenn sie eine Schreiben könnten. Mal sehen ob sich jemand bemüssigt fühlt zu reagieren. Macht ihr sowas auch? Wenn ja, an welchen Tagen habt ihr den höchsten Rücklauf? Machen solche Mails am Wochenende Sinn, oder doch lieber unter der Woche?

Soweit von mir für diese Woche.

 

5 Gedanken zu „Versand durch Amazon #138 – Rekordwoche und Monatsrückblick Juni

  1. Thomas

    Bestandskunden anschreiben geht rechtlich in De nicht. Gerade WG. DSGVO nicht. Über Amazon kann man auch die bei Webshops üblichen Ausnahmen bzgl. einkaufsbegleitender Werbung nicht geltend machen, da der Kunde unsere DS Erklärung im Einkaufsprozess nicht bestätigt.

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  2. Daniel

    Hallo Kevin,

    ich verfolge deinen Blog schon eine Weile und an irgendeinem Zeitpunkt habe ich auch mal fast alle deine Einträge gelesen gehabt. Ich bin heut‘ beim Links sortieren wieder über deinen Blog gestolpert und habe die ersten 25 Einträge nochmal gelesen, wobei mir was aufgefallen ist.

    Du listest relativ früh folgende Liste zur Produktfindung auf:
    Welche Produkttypen verkaufen sich am meisten?
    Welche Produktgrößen verkaufen sich am meisten?
    Welche Designs sind am beliebtesten?
    Welche Mengen werden am häufigsten verkauft?
    Welche Menge werde ich brauchen? (Anfangs, Mittelfristig, Optimalfall)

    Dabei habe ich ein Denkmuster ertappt, dem ich selbst auch die meiste Zeit meines Lebens unterlegen war. Dieses Muster läuft auf die folgende Frage hinaus: „Womit kann ich am meisten Geld verdienen?“
    Aber dieses Muster ist auch trügerisch und führt selten zu langfristigem Erfolg, weil das Endmotiv Geld ist und nichts anderes. Wie ist der Plan, wenn es nur um Geld geht? Wenn du dein Ziel erreichst? Wo ist die Motivation? Was dann?

    Stellen wir die Liste von oben mal etwas um und fragen uns stattdessen folgendes:
    Existiert ein passioniertes / engagiertes Publikum um das Produkt / die Nische herum?
    Kann ich dem Produkt durch Änderungen Wertigkeit hinzufügen? (Was bemängeln Kunden, die bei Amazon 1-3 Sterne abgeben? Wo ist Verbesserungsbedarf?)
    Wenn ich dem Produkt Wertigkeit hinzufügen kann, lässt sie diese bildlich darstellen, damit sich mein Produkt visuell abhebt?
    Kann ich dennoch den Preis der Konkurrenz halten oder gar günstiger anbieten? (Du hast das bessere Produkt zum gleichen oder günstigeren Preis – ein Nobrainer für eine Kaufentscheidung oder?)
    Kann ich mit meinen Änderungen einen „Schmerzpunkt“ lösen? (Ein wirklich gravierendes Kundenproblem.) – das passiert leider selten.

    Zudem ist mir nicht ganz eindeutig, was du mit deiner Marke bezwecken möchtest: Was ist der Plan? Soweit ich das verstanden habe (und ich bitte zu entschuldigen, wenn ich falsch liege, ich habe wie gesagt nicht alles gelesen) versuchts du z.Zt. ein Image durch Werbekampagnen aufzubauen und gibt’s dafür (zu)viel Geld aus?

    Was aber, wenn du gute, innovative Produkte hättest, die für sich sprechen und deine Marke pushen? Man muss Menschen dann nicht über Werbung mitteilen, dass du das Produkt X wie 300 andere auch anbietest, aber in rot. Du bietest mit deinen verbesserten Produkten nämlich Produkt X+ an und Menschen werden danach suchen, weil es einfach besser ist, als der Rest. Zwangsläufig erhöht sich damit dein Markenimage ohne 55% deines Profits für Werbung zu verschleudern.

    Dazu ist es wichtig, eine eigene Homepage in deiner Nische aufzusetzen und deine Marke dort zu etablieren.
    Bist du noch in anderen Nischen unterwegs, würde ich diese auslagern in eine neue Marke mit ebenfalls eigener Homepage.

    Denn was ist deine Marke, wenn dein Verkaufskanal nur auf Amazon existiert? Stell‘ dir vor, Amazon macht von heute auf morgen dicht – dann ist dein Einkommen dahin. Du hast keine Kontrolle darüber. Mit einer starken Marke und einer eigene Verkaufspräsenz ist das hingegen kein großes Problem. Deine Kunden werden dich weiter suchen und auch finden.

    Nur meine 0.02 cent.

    Gruß
    Daniel

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    1. admin Beitragsautor

      Hallo Daniel,
      danke für deinen ausführlichen Kommentar. Und danke auch, dass du dir die Mühe machst meine Situation zu analysieren.

      Was du schreibst stimmt und ich hätte das vor ein paar Monaten so unterschrieben.

      Erstmal die punkte die ich schon beachtet habe/versucht habe zu beachten:
      – Start with why not with what (Simon Sinek): Ich habe ein Why. Es ist das selbe Why wieso meinen Kunden den Job machen und ich den Job mache (der selbe den meine Kunden haben).
      – Du willst nur verkaufen was am Meisten gesucht wird: Ja stimmt. Merke ich sogar bei meinem Produkt, dass manche Leute nicht kaufen, weil sie ein anderes Format bevorzugen. Solche Recherchen sind notwendig – auch wenn du Mehrwert generierst.
      – Nische gefunden: Ja
      – Eigene Website für Marke in der Nische: Ja
      – Produkt was ein Problem addressiert: Ja
      – Massiver Schmerzpunkt beseitigt?: Ehrlichgesagt – eher nicht. Eher einen nervigen Nebenaspekt.
      – Bildlich darstellbar? Hmm… ja schon. Hab da jetzt versucht mit annimierten Gifs das zu verdeutlichen.
      – Passioniertes Publikum in der Nische? – Oh ja. Die Leute sind begeisterungsfähig. Das machen die Beruflich.
      – Billiger Anbieten? Unmöglich. Der Platzhirsch verkauft standard handelsware containerweise. Die „MeTo“ Fraktion versucht billiger zu sein als der. Über den Preis ist nix zu machen.

      Soweit so gut. Was falsch rüber gekommen ist: Ich versuche nicht ein Image via Werbung aufzubauen. Ich mache KEINE Image Werbung. Ich mache klassische „Hallo mich gibts auch!“ Werbung. Selbst wenn du in einer Nische unterwegs bist, musst du erstmal dort Bekanntheit erreichen bevor von den Leuten jemand Mund-Propaganda für dich machen kann.

      Falls Amazon plötzlich externe Ausschließt, dann stehe ich nach wie vor vor dem selben Problem. Aktuell sind meine Marketing Ansätze gar nicht darauf aus, mehr Leute zu Amazon zu bringen. Ich versuche Großkunden anzusprechen. Das müsste ich dann noch mehr machen.

      Also alles richtig gemacht? Ne.

      Das große ABER: Was du und vor allem ICH vergessen habe und was in keinem „Wie baue ich meine Amazon Marke“-Guide steht: Du musst sicherstellen, dass deine Kunden dein Produkt überhaupt auf Amazon kaufen können.
      Lass das mal sacken.
      Jup. Es gibt Kundengruppen die DÜRFEN auf Amazon nicht kaufen. Wer? z.B. Angestellte von großen Firmen die für den Beruflichen Bedarf Ware brauchen. Die haben nämlich Hauslieferanten und Exklusivverträge. Und das hatte ich nicht im Blick. Denn mein Artikel ist vor allem für den Einsatz im beruflichen Alltag gedacht. Nicht für zu Hause. Nicht für jedermann. Sondern für Profis. Das ist die Krux.

      Also nicht böse verstehen. Deine Analyse mit dem „so müsste man vorgehen“ stimmt. So bin ich ja auch vor gegangen. Nur leider hab ich einen klitzekleinen Punkt übersehen. Wäre das anders gewesen, wenn ich einen Busines-Modell-Canvas verwendet hätte? Vermutlich nicht. Es hätte mir jemand die richtigen Fragen stellen müssen. Im eigenen Kopf hat man immer alle Antworten parat. (Guter Grund für eine Mastermind-Runde)

      Antworten
  3. Daniel

    Hallo Kevin,

    zu erst möchte ich sagen: Ich komme in Frieden. Ich bin nicht hier um dir auf „den Rasen zu pinkeln“. Wenn das hier und dort so wirkt, bitte entschuldige. Fehlende Gestik und Mimik leistet einen entsprechenden Beitrag.
    Das Spiel (Amazon FBA, Marke / Brand) ist komplex und hat so viele Variablen, das es gut ist, sich darüber austauschen zu können. Jeder hat andere Erfahrungen gemacht und andere Dinge zu berichten.

    Habe mir den TED-Talk Beitrag von Simon Sinek angeschaut. Den Guten hatte ich garnicht so auf dem Radar, deshalb „Danke“ für den indirekten Hinweis.

    Auch die Tatsache, das Geschäftskunden der Zugang zu Amazon erschwert / verwehrt wird war mir neu. Obwohl, wenn man das Konzept Amazon näher betrachtet, ist es deutlich eher im Bereich B2C angesiedelt. Auch hier ein „Danke“ für den Hinweis.

    Ein paar Fragen / Anregungen hätte ich noch:

    Was hat dich dazu bewogen diese Nische zu wählen, wenn es einen Platzhirsch (vielleicht sogar mit bekanntem Markennamen?) gibt, der großvolumig anbietet und zudem eine (starke?) me-too Fraktion vorhanden ist?
    Was oft in Foren und dergleichen zu vernehmen ist, folgt immer folgendem Schema: „Konkurriere nicht mit großen Marken, mach dein Produkt besser und halte den Preis. Du rankst „organisch“, weil dein Produkt das Beste ist.“ Daher habe ich das in meinem Beitrag (weil’s mein Erfahrungsstand ist) so wiedergegeben.

    Machen diese Probleme das Produkt insgesamt unbrauchbar oder weniger lohnenswert für dich? Man muss sich ja immer die Frage stellen, wie lange man den Stein den steilen Weg hochrollen will, bevor man auf Seite geht und ihn loslässt – bildlich gesprochen.

    Vielleicht gibt es jemanden (Freunde, Bekanntenkreis, …), der dein Produkt gut gebrauchen könnte und dir im Gegenzug dafür ein paar gute Bilder und eine Rezension geben kann (und vielleicht die Mouth-to-mouth Marketing Maschine weiter befeuert)?

    Die Sache mit dem Image aufbauen habe ich falsch verstanden und wohl auch falsch vermittelt. Ich war der Annahme, du wolltest ein schlechtes Ranking (durch ein me-too Produkt) durch Werbeausgaben pushen. Wie gesagt – ich war da der falschen Annahme unterlegen, dein Produkt würde sich nur durch z.B. Farbe oder ähnlichem abheben. Deshalb der Hinweis mit dem Mehrwert (höherer Wertigkeit) bei Produkten.

    Erneuten Gruß
    Daniel

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