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Versand durch Amazon Januar 2016 Rückblick

Versand durch Amazon #17 – Bester Monat bisher

Hallo Leute zur 17 Woche meines Versand durch Amazon Logbuchs. Diese Woche gab es verschiedentliches zu berichten.

Mastermind Berlin

Am Mittwoch traf ich mich mit 3 anderen FBA Händlern zu einer „reallive Mastermindrunde“ in Berlin. Man könnte das auch als FBA Stammtisch bezeichnen. Wir alle haben erst angefangen, bzw. planen anzufangen. Treffpunkt war am Potzdammer Platz bei einem teuren Italiener. Ich denke die Location werden wir wohl ändern. Ein Glas Wein für 7EUR muss nicht sein. 😉

Für mich war in dieser Runde der wichtigste Augenöffner die Erinnerung, dass Amazon FBA eine Teilnahmegebühr kostet. Nämlich 40 EUR pro Monat. Die ersten 3 Monate sind kostenlos. D.h. für mich sind die süßen „geschenkten“ Wochen von Amazon ab nächster Woche vorbei. Glücklicherweise habe ich genug Ware im Lager die sich verkauft, damit ich die 40 EUR schaffe.  Jedoch muss man sich klar werden, dass man mit Auszahlungen von <100EUR im Monat den Großteil seiner Einnahmen an Amazon zurück gibt. Man könnte durchaus sagen: Grow or Go

Rückblick Januar

Wie sieht es also bei mir aus? Bin ich auf dem Grow oder dem Go Pfad?
Januar war bisher der beste Monat für mich. Es gab zwar immer noch Tage ohne Verkäufe aber diese Woche hatte zwei Tage mit 8 bzw. 9 Bestellungen, was jeweils persönliche Rekorde waren. (Ja ich bin noch ein kleiner Fisch. 😉 )

Einnahmenentwicklung

Einnahmenentwicklung

Als ich gerade diesen Beitrag schreibe habe ich meine Statistik gecheckt und noch einen Rekord festgestellt. Ich habe heute meinen teuersten Artikel verkauft. Einen Restposten Schuh (ein sehr hochwertiger rahmengenähter Herrenschuh), der von meinem Schuhshop übrig war. Der Verkaufspreis lag oberhalb von 150EUR. Ich hoffe der Käufer behält den Schuh und ist nicht eine dieser niederen Lebensformen welche Produkte kaufen, kaputt machen und dann defekt bzw. unvollständig zurück schicken. Als Online-Schuhhändler ist man da etwas sensibilisiert…
Da ich heute noch 3 andere „hochpreisige“ (= mehr als 10Eur) Artikel verkauft habe, stehen allein heute 200 Euro Umsatz zu buche – noch ein Rekord. Die Grafik oben enthält diese Umsätze.

In Summe steht aktuell ein Umsatz von 640 EUR und eine Auszahlung von ca. 240 EUR an. (Die Verkäufe des Wochenendes (also u.A. die Schuhe) sind da noch nicht mit dabei, sonst kann man nochmal 200 Euro aufschlagen.)
Im Schnitt macht das eine Marge von 35-40%. Ziehe ich noch die Werbekosten von 23EUR ab (d.h. aktuell liege ich noch im 25 Euro PPC Starter Budget was einem Google schenkt) komme ich auf eine Marge von 33%. Wenn ich den Warenwert von ca. 85Eur danebenstelle komme ich auf einen ROI von (240 – 23 – 85) / 85 = 155%. D.h. wenn ich einen Euro zu Amazon schicke, schickt mir Amazon den Euro zurück und steckt noch zusätzlich 1,55 Euro in den Umschlag. Klingt gut? Yupp… ABER

Das ABER liegt noch im Lager. Aktuell habe ich effektiv noch keinen Gewinn gemacht. Wieso? Es gibt ein paar Artikel im Lager, von denen ich aktuell nur 5% verkauft habe. Ich brauche noch ungefähr 3 Monate wie den aktuellen um Break Even zu sein. Vermutlich eher 4 Monate, da ich versuchen werde, von den Gewinner-Produkten mehr zu beschaffen. Bezüglich Grow or Go ist meine Absicht aktuell klar „Grow“. Die Restposten stellen das nötige Grundrauschen dar, aber das Private Label Geschäft soll die eigentlichen Einnahmen generieren.

Private Label Projekt

Das Private Label Projekt ist durchaus interessant geworden. Einer der Anbieter hat sich als reiner Händler herausgestellt. Als ich von denen das Angebot erhielt stand neben ihrem Firmennamen noch der Name einer anderen Firma. Die konnte ich auf Alibaba ausfindig machen. Es stellte sich heraus, dass der Händler einfach nur Weiterverkauf macht. „Ok easy!“ werdet ihr denken. „Einfach den Händler raus nehmen, bessere Raten einfahren und die Welt ist i.O.“. Dummerweise bietet der Händler mir eine niedrigere MOQ als die Fabrik, einen (minimal) niedrigeren Preis und eine der wenigen Kundenberaterinnen die nicht nur Englisch kann, sondern auch Anweisungen korrekt umsetzt. So hat diese Handelsfirma als Einzige die Samples richtig verpackt und beschriftet (so wie ich das wollte). Andererseits habe ich gelesen, dass man extrem vorsichtig werden sollte, wenn Zwischenhändler bessere Konditionen anbieten als die Hersteller selbst. Das kann im Zweifel einfach nur dazu führen, dass sie (nachdem die Anzahlung gelaufen ist) zu einem zurück kommen und sagen: „Sorry klappt doch nicht. Pech gehabt.“

Die Samples habe ich zwischenzeitlich unter die Lupe nehmen können, und direkt auch Ausschlusskriterien bzw. Problemstellen identifizieren können. So zeigte sich, dass das ursprünglich geplante hochwertigere Produkt durch seinen komplizierteren Aufbau, leichter kaputt gehen kann, als das simple Einstiegsprodukt.

Ich werde mich nochmal in der EU umsehen, ob ich nicht vielleicht auch noch Hersteller in Osteuropa (oder Deutschland) finde, welche günstig produzieren können.

Falls ihr interessante Seiten kennt wo man (ost-)europäische Hersteller für Produkte finden kann, dann gern her damit.

Versand durch Amazon #16 – Artikel mit Varianten

Hallo zurück zur 16ten Woche meines Versand durch Amazon Unternehmens. Es gab Licht und Schatten, wobei diese Woche „die helle Seite der Macht“ Vorrang hatte. Diese Woche war ich wieder auf Arbeit, hatte also nur die wenigen Stunden vor Arbeitsbeginn (siehe Produktivitätsartikel). Das hat mich aber nicht aufgehalten, es hat eher geholfen fokussiert zu arbeiten.

Aktuelles von der Online Arbitrage Front

Für eines meiner besten Produkte hatte ich zunehmend weniger Ware auf Lager. Glücklicherweise konnte ich noch ein paar Artikel bei einem Großhändler sichern. Aber in zwei Monaten ist das sicher endgültig vorbei. Im Zuge der Nachbestellung analysierte ich noch weitere Produkte die eventuell lohnen sein können, und habe eine kleine Menge mit bestellt. Zusammen mit meinen Schuhen sieht das dann beim Warenausgang so aus:

Eine weitere Sendung ist auf dem Weg

Eine weitere Sendung ist auf dem Weg. Diesmal an zwei verschiedene Amazon Warenhäuser.

Diese Woche war eigentlich eine ziemlich gute, wenn nicht die letzten Tage gewesen wären. Wochenende ist bei mir scheinbar immer Flaute auf Amazon. Freitag und Samstag hatte ich keine Verkäufe, und auch heute warte ich noch auf einen Verkauf. Zwei Tage lang nix zu verkaufen ist schon hart. Man checkt dauernd die Einstellungen und fragt sich, was passiert. Ich hatte letzte Woche eine neue Werbekampagne aufgesetzt, jedoch hat diese bisher noch nicht gezündet.

Produkte mit Varianten

Aus vergangenen eCommerce Tagen habe ich noch Bestände an Herrenschuhen bei mir herumliegen. Diese sind gerade auf dem Weg zu Amazon. Deshalb habe ich entsprechende Listings erstellt. Schuhe sind ein typisches Listing mit Varianten. Die meisten Modelle gibt es in verschiedenen Farben und natürlich in verschiedenen Größen. Um euch zu zeigen wie das geht, habe ich mal ein paar Screenshots für euch gemacht:

Komplett neues Produkt erstellen

Komplett neues Produkt erstellen

Dann müssen wir erst einmal grundlegend festlegen um was für ein Produkt es geht. Amazon braucht die Info um uns im nächsten Schritt passende Eingabefelder präsentieren zu können. (Wenn ihr Mixer verkauft, wollt ihr keine ISBN eingeben und beim Schuhverkauf keine Drehzahl)

Auswahl der Kategorie "Schuhe"

Auswahl der Kategorie „Schuhe“

Jetzt kommen die Varianten ins Spiel. Direkt auf der ersten Seite der Produktdatenmaske kann man auswählen, ob man Varianten eingeben möchte. Das sollte man als erstes machen, denn die gesamte Maske wird danach neu geladen.

Auswahl einer Variante (hier Schuhgröße, Farbe)

Auswahl einer Variante (hier Schuhgröße, Farbe)

Einige Felder der ersten Seite verschwinden (z.B. die EAN, da diese pro Variante eingegeben werden muss) und dafür erscheint der neue Reiter „Varianten“. Gebt dort alle Varianten ein die ihr aktuell besitzt. Im Beispiel gebe ich 2 Farben und zwei Größen an.

Eingabe der Eigenschaften für die Varianten.

Eingabe der Eigenschaften für die Varianten.

Auch wenn ich nur zwei Schuhe habe (einen in braun, einen in einer anderen Größe in schwarz), beschreibe ich dadurch 4 mögliche Varianten. Amazon legt zu jeder Kombination aus Eigenschaften eine Variante an. Varianten welche ich nicht vorrätig habe, kann ich später löschen. Abschließend muss der gelbe Button geklickt werden um die Varianten tatsächlich zu erzeugen.

Erzeugte Variante mit EAN Feld

Erzeugte Varianten. In dieser Spalte müsst ihr jetzt die EAN eingeben.

Von da ab geht die Produktanlage weiter wie gewohnt.

Selbst wenn ihr nur ein Exemplar/eine Variante eines Produkt verkaufen wollt, ist es besser schon bei der Anlage diese als Variante anzulegen. Es ist einfacher Varianten hinzuzufügen, als ein Produkt ohne Varianten zu Varianten zu konvertieren. (Jedenfalls entnehme ich dies den Fragen auf Facebook. Selbst habe ich das auch noch nicht gemacht.)

Private Label Fortschritte

Am Dienstag erreichte mein Testprodukt Amazon. Kurz zur Erinnerung: In meiner Nische gibt es aktuell keine anderen Prime-Anbieter. Die Händler die da sind, verkaufen zum Preis wie er außerhalb von Amazon üblich ist. Ich wollte testen, ob Amazonkunden bereit sind mehr Geld auszugeben um via Prime bestellen zu können.

Das Ergebnis: Mein komplett reviewloses Produkt hat in den 5 Tagen seit dem es bereit steht 3 Verkäufe generiert. Der Preis ist deutlich(!) höher als am Markt. Die Verkäufe sind keinesfalls genug, aber ich habe ein 0815 Produkt angeboten, dessen Design eher schlechter als das der Konkurrenz ist und welches keinerlei Alleinstellungsmerkmale hat – außer PRIME – und es hat sich trotzdem 3x verkauft. Damit steigt mein Optimismus bezüglich der Nische. Wenn ich zum selben Preis ein tolles Design mit Extras hinstelle, dann glaube ich, dass ich 3-5 am Tag verkauft bekomme.

Zum Abschluss kann ich noch verkünden, dass nun endlich ENDLICH meine Samples angekommen sind. Das Packet war arg ramponiert aber schlussendlich sind die Proben da. Außen auf dem Packet hat eto.cn auf meinen Wunsch hin sogar einen Zettel angebracht: „Samples of no commercial use. Not for resell.“ Hat den Zoll wohl nicht wirklich überzeugt, eher noch neugierig gemacht. Meine Lehre? Beim Zoll gilt auch wenn man nichts zu verbergen hat: Immer unauffällig bleiben. Der Schmuggler will nicht erwischt werden, und der Importeur nicht aufgehalten. Wenn jemand noch bessere Ideen hat, wie man Ware (insbesondere Samples) zügig durch den Zoll bekommt, dann bitte melden.

Das ramponierte Packet: Samples sind eingetroffen.

Das ramponierte Packet: Samples sind eingetroffen.

Soweit für diese Woche. Ich hoffe der Beitrag hat euch gefallen und würde mich über euer Feedback freuen. Viel Erfolg in der nächsten Woche.

Versand durch Amazon Registrierung Verwaltung

Versand durch Amazon #14 – Verwaltung und Registrierungen

Hallo Leute. Willkommen zum ersten echten 2016er Versand Durch Amazon Logbucheintrag. Das neue Jahr hat angefangen mit einer Unmenge an Informationen rings um die Themen Import und Handel.

Die Verwaltungsarbeit im Import Geschäft

Letzte Woche hatte ich bereit über die EORI Nummer geschrieben, und das alle gewerblichen Importeure (also alle FBAler die z.B. aus China Waren beziehen) so eine Nummer brauchen. Den Antrag dazu habe ich diese Woche losgeschickt (elektronisch) und hoffe, dass der geschmeidig durchläuft. Der Antrag selbst ist extrem simple. Wichtig Ausfüllhinweis für euch: Nicht jedes Feld ist Pflicht. Die meisten Felder sind optional. Immer wenn ihr nicht genau wisst was ihr eintragen sollt, checkt ob das Feld als Pflichtfeld markiert ist ist und lasst die Info im Zweifelsfall weg. Ein Feld was man nicht abwählen kann ist die Zustimmung zur Veröffentlichung der Daten. Das steht in der Ausfüllhillfe auch nochmal, dass diese Infos in einem öffentlichen Register veröffentlicht werden.  Im Zuge der EORI Anmeldung bin ich auch über die AEO Zertifizierung gestoßen. Diese ist für regelmäßige Importeure gedacht, AEO steht für Authorized Economic Operator. Mit so einer Zertifizierung beschleunigt man alle möglichen Zollprozesse. Wer also jeden Monat (vermutlich reicht das noch nicht), Waren einführt der sollte sich dem Thema mal nähern. Für mich gilt das definitiv nicht.

Als nächstes Thema kam die Verpackungsverordnung (VerpackV) auf. Jeder der verpackte Ware and Endkunden abgibt muss sich laut VerpackV in einem Dualen System (z.B. Grüner Punkt) anmelden. Das ist die „schlechte Nachricht“ (weil das Aufwand bedeutet). Die gute Nachricht ist, dass es relativ überschaubar ist. Als Kleinmengen-Händler kann man mit Kosten von weniger als 50 EUR im Jahr rechnen. Eine Ausführliche Hilfe zur Verpackungsverordnung kann man z.B. bei Internetrecht-Rostock einsehen. Unter #7 findet man dort auch verschiedene Anbieter bei denen man sich anmelden kann.

Im nächsten Schritt habe ich meine Gewerbeanmeldung aktualisiert und erweitert, da Import bisher kein Teil meiner Anmeldung war. Dies kostete in meinem Fall 30 EUR und ist pro Bundesland sicher verschieden.
Hinweis für eure Erstanmeldung: Versucht den Zweck eures Gewerbes so breit wie möglich zu halten (damit ihr den nicht nachträglich ändern müsst). Was ihr aber nicht schreiben könnt ist „import und export von frei verkäuflichen Produkten aller Art“. Dazu gibt es mittlerweile Rechtssprechung. „Aller Art“ ist zu allgemein. Ihr müsst in diesem Fall dann eine nicht abschließende Liste von Produkten anhängen:

import und export von frei verkäuflichen Produkten aller Art insbesondere aber nicht ausschließlich Fluxkompensatoren, Zubehör für Zeitreisen, Replikatornachfüllpacks, Piratenzubehört (aber keine Waffen), etc.

Außerdem habe ich die Chance genutzt und mich mit meiner Steuerberaterin zusammen gesetzt und ihr gezeigt, welche Dokumente und Zahlungen aktuell so bei mir auflaufen und wie ich die Datenlage organisieren, damit bei der Steuererklärung alles übersichtlich von statten geht. Der wichtigste Tipp für kleine Unternehmen ist kein neuer: Alle Ausgaben und Einnahmen sollte von einem Konto (euren Gewerbekonto) abgehen und alle Belege sollten hinter die Kontoauszugsblätter geheftet werden, wo die zugehörige Zahlung gelistet ist.
Was leider aktuell nicht machbar ist: Ein komplett papierloser Prozess. Das Finanzamt steht voll auf toten Baum.

Private Label

Wie ihr wisst sind meine Samples ja unterwegs aus China. Mittlerweile liegen diese beim Zoll in Frankfurt. Da ich mit dem günstigeren Versender EMS gearbeitet habe, erhielt ich plötzlich Post von einer Firma namens GDSK. Diese wollte die Verzollung übernehmen und kam direkt mit einem Formular an. Erst beim genaueren durchlesen merkte ich, dass da nochmal über 25EUR Kosten lauern. Daraufhin habe ich gegoogelt und Christian Geigers Blog gefunden. Dort wird beschrieben wie man das Zollformular selbst ausfüllt und wie der Verfahrensablauf ist. Das habe ich getan und warte nun auf die erfolgreiche Abarbeitung dieses Antrags.

Da mir das Warten zu lang dauerte habe ich dann den verbliebenen Lieferanten (ich hatte versucht die Lieferanten mit schlechten Kommunikations-Skills heraus zu filtern) eine Anfrage für ein Angebot geschickt (Request for Quotation). Dazu habe ich ein Dokument geschrieben welches möglichst präzise beschreibt was ich haben will (inkl. Bildern/Skizzen) und eine Liste von Fragen, die ich beantwortet haben möchte. In diesem Dokument erwähnte ich auch erstmalig wirklich wie viele Einheiten ich bestellen wollte.

Die Antworten auf meine Anfrage waren durchwachsen. Zu aller erst konnte ich feststellen, dass der Produktionszyklus ca. 30 Tage dauert und ich damit nicht mehr vor dem chinesischen Neujahrsfest zum Zuge kommen werden.  Des weiteren konnte ich feststellen, dass das Dokument nicht wirklich gelesen wird, sondern die Lieferanten ihren eigenen Angebotsprozess haben. Sie schicken quasi immer das selbe an alle, egal ob man noch weitere Fragen hat.

Was mich verwunderte war, dass meine meine Bestellmenge unterhalb der MOQ der Verkäufer lag. Wieso? Weil ich meine Bestellmenge, auf anraten meines amerikanischen Kollegen, an den Verkäufen der besten 3 Produkten meiner Nische ausgerichtet hatte. Einer der Verkäufer wollte jedoch die doppelte Menge, ein anderer sogar das 20fache als Mindestbestellmenge.

Zumindest hatte ich nun erste Preise (die ungefähr in der Größenordnung waren wie ich dies erwartet hatte) und konnte kalkulieren. Dabei trat immer deutlicher zum Vorschein, dass mein Produkt zu billig war. Wir sprechen von 10-13 Euro. In dieser Größenklasse machen die Amazon Versandkosten einen verhältnismäßig großen Anteil aus. Und das schmälert meinen Profit.
Ich wendete mich deshalb an den bereits erwähnten amerikanischen Kollegen und besprach mit ihm die Situation. Billiger einkaufen ist wohl aktuell keine Möglichkeit um die Marge zu erhöhen. Teurer verkaufen währe eine andere. Jedoch fehlt es in meinem Marktsegment  an Prime angeboten (also anderen FBA Händlern) um herauszufinden ob die Prime Produkte auch bei höheren Preisen funktionieren. In Amerika sei dies so, in Deutschland jedoch herrscht eine Schnäppchen-Kultur (ich selbst bin ja Schnäppchenjäger 😉 ) . Einziger Ausweg aus dieser Sackgasse ist ein Test: Was passiert, wenn ich in Deutschland einfach 10-20 Einheiten einkaufe, zu Amazon schicke und dort zu meinem (hohen) Zielpreis verkaufen. Kaufen Kunden dieses Produkt? Gewinn würde ich bei diesem Test definitiv nicht machen.

Und da sind wir auch schon bei meiner aktuellen Gefühlslage. Ich würde diese mit „gemischt“ bezeichnen. Ich bin mir sicher, dass ich enorme Fortschritte machen, wenn es darum geht die Infrastruktur (Anmeldungen, Prozesse etc) auf die Beine zu stellen. Mein erstes Produkt könnte sich jedoch als Niete erweisen. Glücklicherweise bevor ich zu viel Geld investiert habe. Jedoch ist schon eine Menge Zeit in das Produkt geflossen.

Mich würde interessieren, ob ihr auch solche Szenarien schon hattet bzw. ob ihr Produkte habt bei denen ihr sagt: Währe ich mal lieber früher abgesprungen? Bei den Amis macht ja gefühlt jeder mit seinem ersten Produkt direkt 5000$ pro Monat.

PPC Test

Bessere Laune habe ich aktuell jedoch beim Thema Verkäufe. Ich hatte letzte Woche erwähnt, dass ich einen PPC Test gemacht hatte. Tatsächlich hat sich die Kampagne spürbar auf meine Verkäufe ausgewirkt. Im Schnitt hatte ich pro Klick kosten von 20Ct. Ich konnte tatsächlich sehen, dass ich mehr Verkäufe von besagtem Artikel mache. Da aber (leider) nicht jeder Klick auf zu einem Verkauf führt, haben die PPC Kosten ca. die Hälfte meines Profits gefressen. Im Gegenzug erhielt ich etwas mehr als doppelt so viele Verkäufe. Da die Geschwindigkeit mit der ich Profit mache durchaus auch eine Rolle spielt, macht es für mich durchaus Sinn die Kampagne zu nutzen um mein Geld schneller zurück zu bekommen.

Wie läuft es bei euch? Habt ihr Erfahrungen mit PPC sammeln können und lohnt es sich für euch?

Versand durch Amazon Logbuch #8

Versand durch Amazon Woche 8 – Preiskämpfer und Whitelabeling

Zwei Monate lang bin ich nun im Versand durch Amazon Business und hier kommt Episode 8 der Versand durch Amazon Logbuchs!

Preiskämpfer – Versand durch Amazon Händler auf Kriegspfad

Verkaufsmäßig lief die Woche eigentlich sehr gut. Sie begann wie die letzte geendet hatte mit regelmäßigen Verkäufen. Die erste Auszahlung erfolgte und ich darf nach Abzug aller Gebühren 75,20€ auf meinem Konto verbuchen. Nicht schlecht wenn man bedenkt, dass ich dafür nur 28,40€ investiert habe (164% Rendite hört sich doch eindrucksvoll an 😉 ). Heute (Samstag) war bisher das Highlight mit 6 verkauften Artikeln. Es hätte aber noch besser sein können, und das kam so:

Am Freitag fiel mir auf, dass ich zwar viele „Produkt versendet“ Emails erhalten hatte, aber alle (erfreulicherweise) eher weniger gut verkäufliche Produkte betrafen. Normalerweise verkaufe ich von einem bestimmten Produkt jeden Tag 1-3 Artikel. Ich wurde stutzig und musste feststellen, dass ein anderer Versand durch Amazon Händler mich unterboten hatte – um einen Cent. Nungut. Seis drum. Ich habe nachgezogen und alles war in Ordnung. Aber ein Warnschuss allemal.

Ein anderes vielversprechendes Produkt liegt momentan wie Stein in meinem Sortiment. Es gibt sehr viel Traffic aber ich erhalte die Buybox nur in sehr wenigen Fällen. Bei genauerer Betrachtung ergab sich ein ähnliches Bild. Ein anderer Versand durch Amazon Händler wollte unbedingt Preissieger sein. Ich bin nicht auf Streß aus (und will auch gern die Marge behalten), deshalb unterbiete ich nicht, sondern biete nur zum gleichen Preis an. Es dauerte nur 20 Minuten und mein Gegenüber ließ den Preis um zehn Cent fallen. Ich fand das idiotisch, hatte aber eine Idee: Wenn ich das nochmal mache, senkt er vielleicht erneut den Preis. Dadurch wird das Listing für Kunden interessanter und wir bekommen mehr Traffic auf die Seite. Wenn alles gut geht verkauft er seinen Bestand schnell ab und ich kann zu meinem ursprünglichen Preis verkaufen wie geplant. Kurz: Mein Konkurrent bezahlt meine Promotion!
Also habe ich erneut den Preis nachgezogen, und mein Konkurrent bietet die Wahre mittlerweile 10% billiger an als ursprünglich gewollt. Selber schuld.

Dieses Preiskampf-Thema ist nebenbei der Hauptgrund wieso man Privatelabel machen will. Die eigene Marke ist grundsätzlich besser vor „Mitverkäufern“ geschützt, als Noname Produkte.

Immer noch Ärger mit den Büchern

Letzte Woche berichtete ich darüber, dass es wohl nicht so einfach sei Bücher via Versand durch Amazon zu verkaufen. Amazon hat Verkaufsbeschränkungen auf einige Kategorien erlassen und so auch auf diese. Allerdings ist das Alles wohl nicht wirklich stringent gemacht. Denn ich werde unter „weitere Anbieter“ für das Buch, was ich verkaufen wollte, angezeigt. Allerdings habe ich bisher noch immer kein einziges Exemplar verkauft und deshalb will ich mein dort gebundenes Geld schnell lösen. Ich habe nämlich besseres damit vor (siehe späterer Abschnitt). Also habe ich den Amazon Support angeschrieben und gebeten der Einkaufsabteilung ein Angebot weiter zu  leiten. Ich will meinen Bestand an Amazon verkaufen. Der Support war verdutzt, ich erklärte nochmals mein Problem mit Amazons Unwillen die Buybox zu teilen und … – warte seither auf Antwort. Das Ticket ist noch offen.

Start ins Whitelabeling

Letztes Wochenende habe ich meine Whitelabeling Nische gefunden. Das ganze geschah eher durch Zufall. Für die USA gibt es Statistiken wie diese BSR-vs.-Sales-November-2015
Diese geben Antworten auf die entscheidende Frage „Wie viele Artikel werden von einem Produkt mit einem BSR von X pro Tag verkauft?“ Für Amazon Deutschland existiert so etwas leider noch nicht. Also muss ich das selber machen – zumindest für eine Kategorie, nämlich „Küche und Haushalt“. Ich suchte also nach Produkten die von Amazon versendet werden (denn nur bei denen kann man davon ausgehen, dass die Bestandsmenge korrekt ist) und die einen Bestand von weniger als 999 haben. Ich habe aktuell mehr als zehn solche Produkte aus allen Nischen der Kategorie zusammen getragen und prüfe täglich ihren Bestand und wie sich ihr BSR verändert hat. Dabei stolperte ich über meine Nische. Es versteht sich, dass ich diese hier nicht preisgeben will. Es sei nur soviel gesagt: Ihr habt solche Produkte alle schon in der Hand gehabt und ich bin mir sicher ihr werdet sogar in den nächsten Tagen mit Produkte dieser Nische in Kontakt kommen. Die Konkurrenz ist überschaubar, die meisten Produkte sind eher einfallslos gestaltet, die Anzahl Bewertungen hält sich in Grenzen und die Marge liegt bei mehreren Hundert Prozent. Ich habe mich mit meinem amerikanischen Kollegen beraten der mir sagte, dass die Nische in den USA bereits besetzt aber nicht unlukrativ sein. Er gab mir Tipps wie ich Produzenten in China interviewen sollte. Bei der Suche nach Produzenten kam mir mein Sourcing Strategien für Versand durch Amazon Artikel in den Sinn. Was wenn es Deutsche Produzenten gäbe!? Noch in der selben Nacht fand ich den ersten. Ich habe dann die Woche damit verbracht Produzenten zu finden und mir eine Kommunikationsstrategie zu überlegen.

Scott Volkers Strategie, welche ich aus dem The Amazing Seller Podcast kenne, ist sehr direkt: Schreibe eine Email und sende eine nummerierte Liste mit Fragen um möglichst zügig zum Bestellen zu kommen.
Mein erfahrener Kollege aus der Mastermind Gruppe geht hingegen ganz anders vor: Seine erste Kommunikation dient nur dazu herauszufinden, ob es sich um einen Produzenten oder Zwischenverkäufer handelt (man kann einfach fragen) , ein bisschen Smalltalk zu betreiben und darum zu bitten Kontaktdaten für einen Skype Chat zu schicken. Ziel der Übung ist, die Kommunikationsfähigkeiten der Verkäufers zu ergründen. Wenn der Gegenüber nicht gut Englisch kann, kann das eine Menge Probleme  machen. Erst nach zwei Chatrunden geht es ans Eingemachte und es werden Preise oder Mindestbestellmengen verhandelt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Verkäufer ungeduldig und hat schon viel Zeit in dich investiert. Er ist deshalb eher bereit bei einem Punkt nachzugeben um endlich den Verkauf unter Dach und Fach zu bekommen. Außerdem kennt man sich, und baut so eine Vertrauensbasis auf.
Ich werde diese Strategie, wenn auch nicht ganz so extrem, anwenden und habe auch schon Fragen für die verschiedenen Runden zusammen getragen. Nächste Woche will ich die Mails verschicken. Das wird spannend.

Habt ihr Lust auf Versand durch Amazon? Was wollt ihr über das Geschäft wissen, welche Fragen habt ihr? Hinterlasst mir einen Kommentar und ich versuche Antworten zu liefern.