Versand durch Amazon #22: Auf der Achterbahn

Hey Leute, willkommen zur Woche 22 meines Versand durch Amazon Logbuchs. In meinem Fall ist das FBA Geschäft echt eine Achterbahnfahrt. Ein sehr willkommener Moment war dabei sicher die Erwähnung durch Philip Kleuden von privatelabeljourney.de in der Top 10 Liste der deutschen FBA Blogs.
Diese Woche könnte Rückblickend auch aus anderen Gründen echt entscheidend werden. Aber zuerst ein Blick auf den

Bericht zur Lage des Verkaufs

Meine Stimmung reflektiert die wöchentlichen Verkäufe recht gut. Und meine Stimmung war diese Woche wieder deutlich besser. So konnte ich diese Woche auch fast 290EUR Umsatz vermelden, was mehr als 3x so viel ist wie in der letzten Woche. Die etwas schlechter verkäuflichen Produkte bewegen sich aktuell auch kontinuierlich aus dem Lager, wenn auch seeeeeeehr langsam. Bei meinen Schuhen (Altbestände meines früheren Webshops) passiert aktuell gar nichts. Eventuell muss ich da nochmal deutlichere Preisnachlässe gewähren um die durch die Tür zu bekommen.

Arbitrage Strategie

Letzte Woche hatte ich angekündigt, dass ich mehr Produkte aus dem Arbitrage Handel testen möchte. Diese Woche bin ich direkt losgezogen und habe 3 weitere Produkte eingekauft und werde versuchen diese bei Amazon verkauft zu bekommen. Außerdem bietet sich eines der Produkte an im Bundle mit einem anderen meiner Produkte verkauft zu werden. Dies werde ich ebenfalls ausprobieren, mit der Chance preislich etwas höher zu kommen und damit den Einfluss der Gebühren als Fixkosten im FBA Geschäft zu mildern. Ein potentielles Arbitrage Produkt, welches im Einkauf ca. 0,70 EUR kostet und im Verkauf für ca. 7,95 EUR, konnte ich leider nicht erhaschen, da es bei meiner Bestellung schon wieder vergriffen war. Aber man sieht daran, dass sich immer wieder  Chancen auftun – jedenfalls wenn man schnell ist.

Nach dem ich vom Einkauf zurück kam, stapelte sich die Ware in meinem Flur recht ansehnlich:

Flur eines FBA Händlers

Ware über Ware

Private Label Strategie

Letzte Woche war noch keine Info verfügbar, was es kosten würde mein Produkt auf Eignung/Verträglichkeit mit Nahrungsmitteln zu testen.  Mittlerweile hat sich eine Firma zurück gemeldet. Diese hat mich interessanterweise an ihr chinesisches Labor weiter geleitet und dort hat man mir eine Preisliste für ca. 20 verschiedene Tests geliefert. Jeder Test kostet ca. 650-1000€. Nun ist fraglich, ob ich alle Tests benötige oder ein subset der Tests. Jedoch war mir in Anbetracht dieser Preise bereits klar, dass das Produkt gerade eben stirbt. Ich versuche noch mehr Infos heraus zu bekommen, aber das hat mehr mit meiner Neugier und weniger mit dem Private Label Geschäft zu tun.

Dann also wieder Moll-Stimmung? Nicht wirklich. Ich hatte das Problem mit meinem amerikanischen FBA Kollegen aus meiner Mastermind Runde besprochen. Er ist gerade dabei sein erfolgreiches US-FBA-Geschäft nach Europa zu expandieren. Jedoch hat er ein Problem mit fremdsprachlichen Amazon Zweigen. Da er aus der Mastermindrunde heraus wusste, wie ich Ticke bot er mir eine Zusammenarbeit an. Der Vorteil für mich: Sourcing wird deutlich vereinfacht und die Produkte sind zumindest durch andere Märkte bereits validiert. Nachteil: Falls die Produkte gut laufen ist eine Expansion in andere Amazon-Zweige nicht möglich. So ganz Ponyhof ist das Ganze allerdings nicht. Den auch wenn mein Kollege extrem hilfsbereit ist, so heißt das ja nicht, dass er nach getaner Arbeit nicht das Listing übernimmt. Aktuell sieht es nicht danach aus, jedoch ist „kaufmännische Vorsicht“ angebracht.

Soweit von mir. Wie geht es bei euch voran? Seid ihr auch auf solche einer Achterbahnfahrt wie ich? Ist das normal oder mache ich etwas falsch? Bei den Amis scheint ja jeder 5000 Artikel im ersten Monat zu verkaufen oder über Nacht seinen ganzen Bestand zu verkaufen und kurz vor dem Sprung zum Walmart-Partner zu sein.

13 Gedanken zu „Versand durch Amazon #22: Auf der Achterbahn

  1. Tim

    Hey,

    Ich hatte auch vor mit FBA anzufangen und höchstwahrscheinlich Tee anzubieten.
    Weißt du welche Genehmigungen, Zulassungen etc man dafür braucht, da es sich ja um ein Lebensmittel handelt? Wie bist du bezüglich Genehmigungen vorgegangen? Wo hast du dich über Genehmigungen informiert, die du eventuell benötigst? Ich weiß halt nicht bei welchen Ämtern ich wann was beantragen muss oder wo es eine Checkliste gibt was ich alles erledigt haben muss wenn ich Lebensmittel online anbieten will.

    Danke für deine Hilfe 🙂

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    1. admin Beitragsautor

      Willkommen in der Welt der Unternehmer, wo alles möglich aber nichts klar ist. 😉
      Dir würde ich empfehlen das Gesundheits/Hygieneamt zu kontaktieren. Bei der Herstellung musst du bestimmte Vorschriften beachten.
      Weiterhin wirst du wohl auch Vorschriften zu Inhaltsangaben beachten müssen.
      Wenn du einen befreundeten Fleischer/Bäcker kennst, kann der dir vielleicht weiter helfen, die haben ähnliche Probleme. Schlussendlich ist die IHK eine gute Adresse.

      Einen Überblick habe ich selbst nicht wirklich. Es gibt nirgends eine Checkliste der Art: „Die 42 Schritte zum erfolgreichen und legalen verkauf von XYZ.“

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  2. Massenet

    Hallo zusammen,

    ich wollte auch einmal eine kleine Frage in den Raum stellen:

    „Wie begibst du dich auf die Suche nach potentiellen FBA Produkten“ und bereitest diese auf den Verkauf vor, bzw. wie schaust du, ob das Produkt auch Potential hat?

    Bewirbst du deine Produkte auch, oder lässt du die Zeit und die Nische erst einmal den Anfang machen?

    Lieber Gruß,
    massenet

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    1. admin Beitragsautor

      Aktuell fahre ich einen sehr reduzierten/vereinfachten Prozess:
      1. Gibt es das Produkt bzw. ein Vergleichbares Produkt auf Amazon?
      2. Gibt es ein PRIME Angebot und ist es mind. 3xEinkaufspreis hoch ODER Gibt es kein Angebot mit Prime und das beste Angebot ist 2xEinkaufspreis?
      3. Kann ich eine Kleine Menge kaufen und später, falls der Artikel funktioniert, mehr nachkaufen?

      Dann wird Listing Angelegt, gelabelt und hingeschickt. Werbung läuft der ganzen Zeit via Amazon PPC. Ansonsten mache ich aber nichts weiter.

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  3. Jonas

    Hey Kevin,
    lange war ich nur stiller Leser, heute muss ich dann doch mal aktiv werden. Erst einmal ein dickes Lob für die Arbeit die du hier bis jetzt geleistet hast, HUT AB!
    Meine Frage die ich mir in den letzten Tagen immer wieder gestellt habe, wie erstellt man Bundles die aus verschiedenen Produkten bestehen? Du hast mehrmals davon gesprochen unterschiedliche Produkte zum Bundle zusammenzufassen, aber hast leider noch nichts zum Ablauf gesagt. Vielleicht ist es auch offensichtlich und ich bin einfach nur blind. ;D
    Liebe Grüße und weiterhin große Erfolge wünscht
    Jonas

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    1. admin Beitragsautor

      Du erstellst ein neues listing wie sonst auch (du brauchst aber einen eigenen EAN code dafür) und verpackst die Einzelteile des Sets so, dass sie zusammenhängen. In der Amazon Hilfe steht außerdem, dass man einen Hinweis anbringen soll der besagt, dass das ein Set ist und nicht separiert werden soll. Sonst zerlegt ein übermotivierter Lagerarbeiter dein Set in Einzelteile.

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  4. Tim

    Hallo Kevin,

    dickes Lob von meiner Seite an dich und deine Beiträge. Ich lese diese täglich und finde es sehr informativ und hilfreich. Ich befasse mich mit der FBA Thematik erst seit circa 2 Wochen mehr oder weniger intensiv. Jedoch stellt sich mir eine Frage, auf die ich leider nirgends eine Antwort finden kann.
    Ich möchte zu Beginn nicht meine eigenen Produkte verkaufen, sondern bereits bei Amazon gelistete Produkte und Erfahrungen sammeln, ehe ich ein private Label aufbaue.
    In diesem Fall benötige ich bei der Erfassung doch keine eigene EAN Codes, da der Artikel ja bereits von einem anderen Händler mit der EAN gelistet wurde? Bei der Erfassung würde ich dann einfach den EAN Code des bereits vorhandenen Listings/Produktes aufgeben.
    Die nächste Frage, die ich mir stelle ist ob mein Artikel dann überhaupt eigenständig auftaucht? Sprich mit meiner Produktbeschreibung, meinen Fotos, meiner Amazon Produktseite etc.? Oder wird dann nur beim Konkurrenzprodukt stehen „6 weitere Anbieter ab 17,99 EUR“ unter denen ich erst gelistet werde?

    Ich hoffe, ich konnte mich klar genug ausdrücken und freue mich auf deine Rückmeldung 

    Danke und Grüße

    Tim

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    1. admin Beitragsautor

      Was du schreibst ist so korrekt. Du würdest dann als einer der weiteren Verkäufer auftauchen. Falls du das beste Angebot hast bekommst du trotzdem die buy Box.
      Ob deine Bilder von Amazon verwendet werden kann ich nicht vorhersagen. Falls sie aber besser sind, kann man beim Support auch ein Ticket aufmachen, dass deine übernommen werden.

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    1. admin Beitragsautor

      Bestes Angebot ist für Amazon eine Kombination von Preis und Händlerzuverlässigkeit. Wenn du FBA machst ist deine Zuverlässigkeit sehr hoch. D.h. Amazon nutzt dein Angebot auch, wenn du ein paar Cent (wohl so 5-10%) teurer bist. Allerdings zieht das nicht, wenn du mit Amazon in Konkurrenz stehst, denn AMZ ist immer so zuverlässiger wie du (wenn nicht noch mehr…). Da gehts nur um den preis.

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      1. Max

        Macht Sinn, danke dafür. Also entweder man bietet das gleiche Produkt mit PRIME Versand an, falls es das noch nicht gibt (=Mehrwert), oder man macht es günstiger. Ich frage mich, warum bei manchen Produkten 5 oder 10 FBA’ler aufgelistet sind, wenn doch nur einer verkauft. Bzw. was bringt es, sich an ein FBA Produkt anzuhängen, wenn der Auftrag doch sowieso an den ersten geht (außer man begibt sich in den Preiskrieg oder er hat keinen Bestand mehr)… Aber dann gleich 10 Verkäufer? Verstehe ich irgendwie nicht.

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        1. admin Beitragsautor

          Deine Frage ist berechtigt. Mehrere FBA Verkäufer mit dem selben Preis teilen sich die BuyBox. Amazon weißt die zufällig an die Verkäufer zu. Allerdings wird das sinnlos bei vielen Verkäufern. Einige werden ungeduldig und fangen Preisdroppings an. Manche warten einfach, dass der Warenbestand bei einigen Verkäufern ausgeht. (Gerade im Weihnachtsgeschäft). Aber Spaß macht das alles nicht. Das ist der Grund warum zunehmend in den USA FBA kaputt geht. Zuviele Verkäufer mit Preiskriegen.

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