Versand durch Amazon #105: Das eigene Produkt in Händen!

Willkommen zur 105ten Ausgabe meines Versand durch Amazon Logbuchs. Wie beim letzten Mal schon geschrieben, war ich eine Woche lang im Urlaub zu Hause und konnte mich etwas mehr um das PL Projekt kümmern. Höhepunkt war der Moment als ich die Samples für mein Produkt ankamen. Aber das war nicht alles.

Bericht zur Lage des Verkaufs

Die Woche war auch sonst wieder recht gut. Der Montag als Brückentag war nicht sonderlich weltbewegend, aber der Mittwoch lag über 500€, Dienstag über 400€ und Donnerstag und Sonntag jeweils über 300€ Umsatz. Der Löwenanteil kam wie immer aus Deutschland. Frankreich und Italien waren recht ähnlich unterwegs aber auch nicht so toll. In Summe brachten alle Marktplätze etwas über 2100€ Umsatz ein.

Das ist alles ganz nett, aber auch nicht der Hammer. Hier muss ich auf mein neues Produkt hoffen.

Private Label Arbeiten – Endlich was in der Hand

Mitte der Woche klingelte es an der Tür und DHL Express übergab mir eine kleine Box mit Samples. Ich konnte es kaum erwarten und riss den Karton auf. In den letzten 3 Monaten habe ich mich so oft gefragt, ob die Verpackung vernünftig aussehen wird, dass da doch ein paar Restzweifel vorhanden waren. Doch meine Sorgen erwiesen sich als unbegründet. Die Samples sahen 1A aus und die Verpackung entsprach voll meinen Erwartungen. Mir fiel direkt ein Stein von Herzen. Der metaphorische Stein sprang aber direkt vom Boden wieder auf und schlug mir auf den Magen als ich die Farbe des Produkts inspizierte. „Das ist aber nicht was ich erwartet habe!“ Shit! Stop! Nicht eine Tonne Ware mit falscher Farbe produzieren!“ Das ging mir durch den Kopf. Äußerlich war ich zwar gelassen, aber in mir rumorte es.

Ich hatte vor einigen Monaten Proben erhalten, welche mir verschiedene Farbvarianten zeigten. In meinen Augen hatte ich klar kommuniziert welche Farben ich wollte. Leider unterlief mir dabei ein massiver Fehler: Ich NAHM AN ich hätte mich klar verständlich geäußert. Das richtige Vorgehen ist hingegen entweder Herstellerfarbangaben/Codes/Nummern/Namen zu verwenden (sowas hatte ich leider nicht) oder aber mit Fotos/Bildern zu arbeiten.
Falls ihr in die Situation kommt Farben zu wählen, macht bitte folgendes:
Platziert alle Samples die ihr erhalten haben vor euch auf den Tisch und legt die Farben die ihr wählt in den Vordergrund. Leuchtet alles gleichmäßig (mit einer Licht/Lampenfarbe) aus – am besten Tageslichtweiß. Idealerweise legt ihr noch ein strahlend weißes A4 Blatt daneben/darunter (im Zweifelsfall kann euer Gegenüber daran einen Weißabgleich durchführen). Dann macht ihr ein Foto und markiert im Foto die gewählten Varianten nochmals.
Klingt nach viel arbeit? Macht weniger als die falschen Farben zu bekommen!

Steh ich jetzt mit hunderten Kilo unbrauchbarer Ware da? Nein. Vor eintreffen der Samples erhielt ich eine Mail die mir Versicherte, dass nur Farbe 1 bereits 100% nach meiner Spezifikation gefertigt sei. Die anderen Farben sind Mocks um die Verpackung zu demonstrieren. Also hatte ich Hoffnung, dass ich noch korrigierend eingreifen konnte. Ich schickte also ein Foto (ja genau. Ich hab gelernt) mit den Verpaackten Samples + dem Farbsample was ich eigentlich wollte zu meinen Ansprechpartner. Er war überrascht, dass ich die Farbe ändern wollte. Aber das sei gerade noch kein Problem.

Puh…. gerade nochmal gut gegangen.

Mit den Samples fuhr ich nochmal in die Verpackungsfirma. Dort gab ich eine ausreichende Menge ab, damit dort die Verpackung passgenau optimiert werden kann. In einem kurzen 5 Minuten Gespräch kam dabei noch eine Idee zu Stande, wie ich mit dem Packungslabel (direktes bedrucken des Kartons war bei der „niedrigen“ Stückzahl noch nicht möglich) direkt das „Transportverschluss“ Problem lösen kann.

Bei einer lokalen Druckerei in Chemnitz konnte ich dann ein sehr günstiges Angebot für die Label erhalten. Haupttrick dabei war: Ich besorge für Laserdrucker geeignete Etiketten. So bekomme ich 1400 Etiketten für unter 100€ gedruckt und zugeschnitten.

Für den Produktstart plane ich außerdem noch TestSets meiner Produkte auf einer Konferenz zu zeigen bzw. in Deutschland an potentielle Businesskunden zu schicken. Dafür habe ich einen Flyer entworfen, den ich mit den Samples verschicken werde. Meine Hoffnung ist, dass ich einige dieser Kunden für mein Produkt gewinnen kann und diese davon überzeugen kann Großpackungen (Mein Produkt ist ein verbrauchbares Produkt) zu ordern. Diese sind mit 120€ für Firmen kaum erwähnenswert, für mich allerdings allerdings schon.

Ganz nebenbei wurde noch für die anderen Produkte Nachschub für die anstehenden Wochen vorbereitet.

Abschluss

Soweit von meiner Seite. Die Samples zu sehen und in Händen zu halten war wirklich wichtig. Ich konnte mit ihnen etwas herumspielen und bin nun noch zuversichtlicher, dass mein Produkt trägt. Vor allem konnte ich auf Amazon nochmals verifizieren, dass meine Preise nicht höher liegen werden als die der Konkurrenz mit ihren 0815 Produkten. D.h. mein Produkt ist besser und trotzdem nicht teurer. Da muss doch was gehen!

3 Gedanken zu „Versand durch Amazon #105: Das eigene Produkt in Händen!

  1. Tobias Winter

    Hi Kevin,

    super dass du dein Produkt noch retten konntest =)

    Zur Info für dich und alle anderen, die den Rechnungsservice von Amazon nutzen. Es ist jetzt möglich, die Rechnungen gesammelt herunterzuladen. Zwar geht das nur immer für 7 Tage, aber immerhin.

    VG
    Tobias

    Antworten
      1. Tobias Winter

        Im Sellercentral:
        Berichte -> Steuerdokumente -> Amazon Umsatzsteuerberechnungen -> Berichtstyp: USt.-Rechnungen -> Datum auswählen -> Bericht anfordern -> dann auf den Link unter dem Downloadbutton klicken

        Viel Spaß damit 😉

        Antworten

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