Versand durch Amazon #166 – Französische Überraschung

Auch ohne gelbe Westen oder rote Schals kann Frankreich überraschen – im Guten wie im weniger Guten… Das eine hat mit Recycling zu tun, das andere mit dem Umsatz:

Bericht zur Lage des Verkaufs

Hier die Zahlen der vergangenen Woche. Stärkster ausländischer Marktplatz war diesmal Spanien mit 225€ vor Italien mit <200€. In Frankreich tröpfelte der Umsatz nur herein. In Spanien war hingegen totenstille, bis am Donnerstag 225€ Umsatz herein kamen.

Deutschland liegt mit 1175€ im Unteren Mittelfeld. Dadurch kamen am Ende etwas über 1600€ Umsatz heraus. Ok, aber ausbaufähig.

Recycling im Ausland

Die Deutsch Französische Außenhandelskammer hat ein sehr nützliches PDF mit Informationen zur Verpackungslizensierung im Ausland veröffentlicht. Ich wurde auf dieses durch Tobias Winter aufmerksam gemacht – der sich letztes Jahr in der Community durch seine Recherchen ja als Recycling Spezialist verdient gemacht hat. (Sein Blog ist wieder online)

Frankreich

Wer in Frankreich verkauft hat bisher mit Schaudern an die französische Verpackungsanmeldung gedacht. Keinerlei Unterstützung in Englisch, komplexe Regeln und lange Wartezeiten waren üblich. Dieses Jahr gab es eine französische Überraschung. Das Portal bei Eco Embellages wurde komplett auf EN übersetzt und mit wenigen Knopfdrücken hat man seine Lizensierung abgeschlossen. Für Kleinverkäufer (jeder der weniger als 10.000 Endverbraucher-Verpackungseinheiten in FR in Umlauf bringt) kostet die Lizenz nach wie vor 80€ und ist in 5 Minuten registriert. SUPER!

HALT! Doch nicht ganz Perfekt. Denn die französische Regierung verlangt, dass man nun auf einem Zettel unterschreibt, dass die gemeldeten Zahlen vollständig sind. Den Zettel muss man dann scannen/fotografieren und hochladen. Was für ein Blödsinn! Damit gibt es – Amazon-Like – 1 Stern Abzug. 😉

Spanien

Das Spanische Portal zu finden braucht einige Clicks auf der Ecoembes Website. Hier der Link für Euch. Allerdings muss man sich dazu vorher registrieren, was mir nicht gelang. Also habe ich eine Mail geschrieben und warte nun auf eine Antwort.

Ein Service für alle?

Das wünscht man sich. Die Interseroh versucht das wohl. In wie weit das funktioniert und vor Allem was das kostet und ab welchem Umsatz sich das für Amazonhändler wie uns rentiert, ist eine andere Frage. Falls ihr da Informationen habt, lasst es mich gern wissen.

Private Label Produkt #3?

Mein Deutscher Kontakt ist im neuen Jahr wieder aufgewacht und hat mir die benötigten Daten zukommen lassen. Damit mein Investment in die Listings nicht umsonst war, versuche ich dann doch noch Mal mein Glück. Der Warenbestand ist erst einmal überschaubar und das Risiko damit eher mäßig.

4 Gedanken zu „Versand durch Amazon #166 – Französische Überraschung

  1. Tobias Winter

    Hi Kevin,

    schreib mal wenn du von Spanien eine Antwort erhalten hast. Das interessiert mich auch, auch wenn meine derzeitigen Verkaufszahlen momentan noch recht gering sind.
    Bzgl. des einen Services für alle Länder habe ich mit Interseroh telefoniert. Die haben sich bei mir Ende 2018 bzgl. des VerpackG gemeldet und wollten einen Blogpost bezahlen. Naja ich halte von solchen Kooperationen nicht allzu viel, wenn ich den Service nicht auch selbst nutze, deswegen habe ich dankend abgelehnt.
    Ich habe jedoch anklingen lassen, dass ein Service bei dem man alle Länder auf einer Plattform registrieren und verwalten kann sehr interessant wäre. Da würde ich definitiv auch einen Beitrag dazu schreiben. Ich denke gerade ein solch großes Unternehmen wie die Interseroh sollte dafür die notwendigen Kompetenzen haben. Aber ich denke das Interesse ist eher gering.
    Die Whitepapers von denen ich bereits geschrieben habe. https://tobiaswinter.info/verpackungsverordnung-in-europa/
    Das Whitepaper kostet 60€ pro Land, wenn man prüfen lassen will und mehr Unterstützung braucht liegt man schon bei 160€ pro Land. Das ist für Amazonhändler in unserer Größenordnung nicht ganz im Rahmen.

    Falls sich aber noch einige Mitstreiter finden, könnte man evtl. zusammenlegen und für die interessantesten Länder mal ein par Whitepaper kaufen. Der nächste Schritt wäre das dann in einem Onlineportal umzusetzen (da hast du ja sicherlich die nötigen Skills und Kontakte 🙂 ) und dann reich zu werden =)

    VG
    Tobias

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Jawohl! Wir haben einen Plan!!

      Schritt 1: Wir sammeln Informationen
      Schritt 2: ?
      Schritt 3: Profit!

      😉
      Eigentlich wäre ein solcher Service:
      1. Machbar
      2. Überfällig

      Ich könnte mir hier durchaus vorstellen, daraus ein Valides Geschäftsmodell zu machen.

      Antworten
  2. guni

    Gude Kevin,

    zunächst mal Respekt und Lob für das Durchhaltevermögen und das Business.
    ich bin aktuell Arbeitslos und habe zufällig Amazon FBA entdeckt. Leider sieht es so aus, je mehr ich lese und youtube, dass es zunehmen schwieriger ist hier gutes Business zu machen aber nicht unmöglich.

    Was ich aber entweder im Block überlesen habe oder es steht nicht drin. Wie sicherst du dich gegen Abmahnungen etc. Welche Versicherungen hast du diesbezüglich extra abgeschlossen? Produkthaftpflicht ? Händler-Rechtschutz?

    Gerade, wenn man von Alibaba ja was importieren möchte, und zum „Quasihersteller“ wird, warten ja die Geier nur darauf dich mit irgendwas dann abzumahnen und platt zu machen.

    Wo kann man sich informieren, bei welchen Produkten was ein Hersteller wo angeben muss bzw. erfüllen sollte? z.B. bei Elektronik bzw. Technik müssen ja diverse Symbole etc. auf dem Produkt für 2 Jahre erkennbar befestigt sein. Wie ist es z.B. Bei Servietten, Zahnstochern etc. wo einfach ja sowas nicht gemacht wird. Im Fall Zahnstocher, das kommt ja mit dem Zahnfleisch in Kontakt, müssen da irgendwelche besonderen Richtlinien erfüllt werden, wie würdest du in diesem Beispiel bei der Recherche vorgehen?

    Wünsche dir bzw. euch allen weiterhin viel Erfolg und gutes Wachstum im Business.

    Freundliche Grüße,
    Guni

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Hi Guni,
      das was du ansprichst ist auch für mich eine gewisse Sorge. Gerade das ganze Thema Produkthaftung und Erstinverkehrbringer ist nicht ganz ohne. Hier gibt es nur drei Möglichkeiten:
      1. Du kaufst in der EU ein dann bist du nicht der Erstinverkehrbringer und hast eine gewisse Sicherheit.
      2. Du wählst ein Produkt wo es keine solchen Vorschriften gibt. Wobei um das zu beurteilen musst du 30-50% von 3) machen…
      3. Du recherchierst dir die Finger Wund und wirst ein Auskenner in deiner Produktnische. Das ist machbar. Dazu gehört, dass du ohne Netzwerk herausfinden musst, wer die Auskunft geben kann. In den diversen FB Gruppen bekommst du erste Hinweise. Von da ab musst du dich weiter durchfragen und einlesen. Das ist zäh, aber von nix kommt nix.

      Generell würde ich Finger von Elektronik, Spielwaren und Lebensmitteln lassen. Lebensmittelkontaktmaterialen sind auch nicht ohne…

      Und zum Thema „Schnell reich werden“/“Was dazu verdienen“. Ich mach das jetzt seit >3 Jahren. Sicherlich bin ich nicht der Beste in dem Thema. Aber hoffentlich auch nicht die größte Pfeife. ABER: Ich habe bisher noch keinen Euro aus dem Geschäft entnommen. D.h. nach 36M könnte ich jetzt alles Geld rausziehen und stünde mit ca. 500 im Monat Ertrag da.

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